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Verfolgt (2006)

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Verfolgt ist ein deutscher Liebesfilm der Regisseurin Angelina Maccarone aus dem Jahr 2006. Der Film schildert die sadomasochistische Beziehung der Bewährungshelferin Elsa mit ihrem sechszehnjährigen Klienten Jan. Der Schwarzweißfilm gewann den Preis Goldener Leopard des 59. Internationalen Filmfestivals von Locarno.

Handlung

Die erfolgreiche Bewährungshelferin Elsa Seifert (Maren Kroymann) lebt mit Raimar (Markus Völlenklee), dem Vater der gemeinsamen Tochter Daniela und geht vollständig in ihrer Arbeit auf. Nachdem Auszug ihrer Tochter beginnt Elsa an ihrem Leben und jahrealten Handlungsabläufe zu zweifeln. Sie sucht ein intensives Lebensgefühl in ihrem Alltag wiederzuentdecken. Als ihr neuer Klient der sechzehnjährige Straftäter Jan (Kostja Ullmann) ihr vorschlägt sich ihr sexuell zu unterwerfen und auszuliefern endeckt sie die ihr neue Welt des Sadomasochismus. Schnell erkennt sie den Reiz den weiblicher Dominanz auf sie ausübt. Elsa wagt es sich auf Jans Angebot einzulassen und während die beiden ihre Sehnsüchte umsetzen und sich immer intensiver nur noch aufeinander beziehen entgleist Elsas Leben immer mehr.

Hintergründe

  • Verfolgt entstand ohne eine Beteiligung eines Fernsehensenders. Cast und Crew beteiligten sich finanziell an der Produktion und ermöglichten so deren Entstehung.
  • Die Produktion wurde von der Filmförderung Hamburg, dem Kuratorium junger deutscher Film der FFA und MEDIA MFI gefördert.

Kritiken

Der Film wurde von der überwiegenden Mehrheit der Kritik überschwenglich gelobt

  • "In kunstvollem Schwarz-Weiß erzählt die Regisseurin gnadenlos hart eine gewagte Sado-Maso-Story. Maren Kroymann fasziniert als 52jährige, die sich in eine gefährlich intensive Liason mit einem 16Jährigen einlässt. Ein Film von schockierender Offenheit." Die Welt
  • "In der Newcomer-Reiher "Cineasten der Gegenwart" sorgte VERFOLGT für eine kleine Sensation: die Geschichte einer Sado-Maso-Beziehung zwischen einer 52-jährigen Bewährungshelferin (großartig: Maren Kroymann) und ihrem 16-jährigen Schützling, behutsam und ganz ohne Voyeurismus oder S/M-Klischee erzählt." Hamburger Morgenpost
  • "...mit schöner Selbstverständlichkeit balancierend auf dem Grat zwischen Komik und Tragödie." Süddeutsche Zeitung
  • "... a small but single-minded drama that sticks to the ribs. (...) HOUNDED has an an attractively perverse take on sexual desire that's boosted by resonant B&W lensing and Maren Kroymann's no-nonsense perf as the transgressive mom (...) With its gritty, chiaroscuro photography, and low-budget feel, film is very different (...) There is a tight, focused, forward momentum to "Hounded," with no backstory or psycho-babble, that leaves little time for the viewer to question it in "realistic" terms. (...) Choice to shoot in B&W seems absolutely right, both visually (in Bernd Meiner's contrasty lensing) and dramatically." Variety

Auszeichnungen

  • 2006 erhielt der Film den Goldenen Leoparden im Wettbewerb Cineasti del Presente des 59. Filmfestivals von Locarno.
  • Filmbewertungsstelle Wiesbaden Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet. In der Begründung heißt es u.a.:

"Ohne jemals spekulativ zu werden, greift Regisseurin Angelina Maccarone das Tabuthema SM-Beziehung auf, überspitzt es sogar noch durch die Geschlechts-Alter-Konstellation. Dem wagemutigen Drehbuch von Susanne Billig und der souveränen Inszenierungskunst Angelina Maccarones gelingt es meisterhaft, eine unglaublich facettenreiche, aber niemals überfrachtete Ausgangssituation zu schaffen und diese den ganzen überaus atmosphärisch dichten Film hindurch ständig weiter anzureichern. (...) Die sehr weit führende, in Teilen sehr persönliche Diskussion um den Film in der FBW-Jury ist Indiz für die Brisanz des Themas und für die auf höchstem künstlerischem Niveau gelungene Umsetzung, die einen weiteren Höhepunkt im kreativen Schaffen der Regisseurin und der Produktionsfirma (MMM Film Zimmermann & Co GmbH., Hamburg) darstellen und die größte Hoffnung auf weitere, ähnlich beeindruckende Werken wecken."

Quellen

Weblinks

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