Übersetzer
Jenny Hirsch
autor | Übersetzer | deutscher | frau | frauenrechtler | geboren 1829 | gestorben 1902Leben
Jenny Hirsch kam am 25. November 1829 als Tochter des angesehnen, jüdischen Kaufmanns Jakob Hirsch und der Berlinerin Bertha Elkisch Bendix in Zerbst zur Welt. Ihre Eltern lebten streng-religiös jüdisch. Ihre Mutter starb früh und Jenny Hirsch und ihre Geschwister kamen zu ihrer Grossmutter die sie aufzog.Buek
Übersetzer | deutscher | mann | schriftsteller (20. jh.)Leben
Otto Buek studierte in Heidelberg und wurde zum Dr. phil. promoviert. Er lebte als Übersetzer, Herausgeber und Journalist in Berlin und war mit Senna Hoy (1884-1914) und Franz Pfemfert (1879-1954) befreundet. Er gehörte er zum Kreis um Alfred Richard Meyer und galt als Neukantianer und Anhänger des bis 1912 in Marburg lehrenden Philosophen Hermann Cohen (1842-1918). Er war durch seine Sprachkenntnisse und sein Studium der Philosophie, Mathematik und Chemie vielseitig gebildet. In der Festschrift zu Hermann Cohens 70. Geburtstag (Philosophische Abhandlungen. Berlin: Cassirer 1912) ist B. mit einem Beitrag über "Faradays System der Natur und seine begrifflichen Grundlagen" vertreten. In den zwanziger Jahren war er Mitarbeiter an der vom Neukantianismus geprägten Cassirerschen Kant-Ausgabe. Als Studienfreund des Arztes und Pazifisten Friedrich Georg Nicolai (1874-1964) unterzeichnete B. zusammen mit Einstein und Friedrich Wilhelm Förster im Oktober 1914 Nicolais "Auf der Europäer" als Gegenerklärung zur Rechtfertigung des deutschen Überfalls auf das neutrale Belgien; der Aufruf konnte erst 1917 als Einleitung zu Nicolais "Biologie des Krieges" in Zürich erscheinen. 1913/14 war B. Herausgeber der Zeitschrift "Die Geisteswissenschaften", die in nur einem Jahrg. in Leipzig erschienen. Johannes R. Becher widmet das Gedicht "Gebet im Winter 1915/16" "Doktor Otto Buek in Freundschaft". Im Brief vom 18. 12. 1916 an Katharina Kippenberg zählt Becher Otto Buek zu den "sieben Menschen, die ich liebe".Jan Wagner
autor | Übersetzer | deutscher | geboren 1971 | literatur (deutsch) | lyrik | mannLeben
Jan Wagner begann mit dem Studium der Anglistik an der Universität Hamburg, ging für ein Jahr ans Trinity College in Dublin und wechselte 1995 an die Humboldt Universität, wo er mit einer Magisterarbeit über die jüngste Generation angloirischer Lyriker abschloß. Noch während des Studiums begann er 1995 zusammen mit Thomas Girst mit der Herausgabe der internationalen Lyrikschachtel Die Aussenseite des Elementes. Seit dem Erscheinen seines ersten Gedichtbandes im Jahr 2001 ist er als freier Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer tätig. Er verfaßt regelmäßig Rezensionen z.B. für die Frankfurter Rundschau und für andere Zeitungen sowie den Rundfunk. Desweiteren betätigt er sich als Übersetzer englischer Autoren wie Charles Simic, James Tate, Jo Shapcott, Simon Armitage und vielen anderen. Diese Übersetzungen erscheinen als Bücher, als Artikel in Literaturzeitschriften und in Anthologien.
Ernst Rauscher von Stainberg
autor | Österreicher | Übersetzer | drama | geboren 1834 | gestorben 1919 | literatur (19. jh.) | literatur (20. jh.) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | lyrik | mann | roman, epikLeben und Werk
Karl Vretska
altphilologe | Österreicher | Übersetzer | geboren 1900 | gestorben 1983 | mannStudium
Der im niederösterreichischen Zistersdorf geborene Vretska begann nach dem Abitur 1919 ein Studium der Klassischen Philologie, Französischen Philologie und Germanistik an der Universität Wien. Dort wurde er bereits 1923, dem Jahr seines Lateinexamens, mit einer Studie über Roswitha von Gandersheim zum Dr. phil. promoviert.David Elias Heidenreich
Übersetzer | deutscher | dichter | dramatiker | geboren 1638 | gestorben 1688 | mannLeben
Cristina Peri Rossi
autor | Übersetzer | frau | geboren 1941 | journalist | spanier | uruguayerSie war in Montevideo Dozentin für Literaturwissenschaft und Mitarbeiterin der Zeitschrift Marcha. 1972, als sie sich mit fünf literarischen Veröffentlichungen in ihrer Heimat bereits einen Namen als Schriftstellerin gemacht hatte, floh sie vor der zunehmenden Unterdrückung (Ausnahmezustand wegen Stadtguerilla Tupamaros) nach Barcelona. 1980 lebte sie auf Einladung des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes ein Jahr in Berlin. Hier entstanden Gedichte, die später in "Europa después de la lluvia" veröffentlicht wurden. Seit 1975 besitzt sie neben der uruguayischen Staatsangehörigkeit die spanische.
Manfred Peter Hein
Übersetzer | Übersetzung (literatur) | deutscher | geboren 1931 | germanist | literatur (20. jh.) | literatur (21. jh.) | literatur (deutsch) | lyrik | mannLeben und Werk
Aufgewachsen in Darkehmen besuchte Manfred Peter Hein noch in den letzten Kriegsjahren, als Zwölf- bis Vierzehnjähriger, die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napola) in Stuhm/Westpreußen und Plön. Nach dem in Bad Wildungen 1951 abgelegten Abitur begann er sein Studium der Fächer Germanistik, Kunstgeschichte, Geschichte und Finnougristik in Marburg, München, Helsinki und Göttingen, das er 1958 mit dem Staatsexamen abschloß. Im selben Jahr heiratete er und zog nach Finnland, wo er bis heute, mit Unterbrechungen, in Mäkkylä, einem Vorort Helsinkis, als Bibliothekar und Schriftsteller lebt.1959 bis 1962 arbeitete Hein als Deutschlehrer in Deutschland, 1963 war er länger in West-Berlin. In den Jahren 1963 und 1964 wurde er zu den Treffen der Gruppe 47 in Saulgau und Sigtuna eingeladen, nachdem bereits erste Gedichtbände von ihm erschienen waren. Johannes Bobrowski, den er im Oktober 1963 in Saulgau kennengelernt hatte, war sein Gast in Mäkkylä im Juni 1964 und Hein besuchte mit seiner Familie im darauffolgenden Sommer den Freund für drei Wochen in Berlin-Friedrichshagen.
Zwischen 1964 und 1969 hielt er sich häufig in der Tschechoslowakei auf und begann erste Texte aus dem Tschechischen zu übersetzen. In den Jahren 1966 bis 1982 übersetzte er außerdem für den SDR zwanzig finnische Hörspiele, 1971 bis 1974 ältere und neue finnische Prosatexte.
1975 bis 1984 war ein Schwerpunkt Heins wissenschaftlicher Arbeit die finnische Literatur- und Kulturgeschichte, zur gleichen Zeit entwickelte er als Redakteur und später als Herausgeber das deutsch-finnische Literaturprojekt Trajekt - Beiträge zur finnischen, finnlandschwedischen, lappischen, estnischen, lettischen und litauischen Literatur. Es entstanden Jahrbücher und eine Buchreihe als Fähren zwischen den beiden Kulturkreisen. 1984 vollendete er seine großangelegte literaturhistorische Studie zur finnischen und deutschen Rezeption von Kivis Roman Die sieben Brüder. 1981 bis 1988 widmete er sich auch wieder verstärkt der osteuropäischen Literatur: Er sammelte und übersetzte Texte avantgardistischer Lyriker, die er 1991 in seiner viel beachteten Anthologie Auf der Karte Europas ein Fleck publizierte, in der er Gedichte von Finnland bis zum Balkan in deutscher Sprache vorstellt.

