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Die Wikipedia Einträge des Tages

senator (hamburg)

William Henry O'Swald

deutscher | geboren 1832 | gestorben 1923 | kolonialist | mann | senator (hamburg)


William O'Swald, 1905

William Henry O'Swald (* 23. August 1832 in Blankenese; † 1923 in Hamburg) war ein Hamburger Überseekaufmann, Senator und zweiter Bürgermeister 1908-1910 .

William H. O'Swalds Vater Johan Carl Heinrich Wilhelm O'Swald (1798-1859) hatte 1831 die Firma O'Swald & Co in Hamburg gegründet und 1847 den Handel mit Sansibar begonnen. Die später auf Sansibar errichtete Niederlassung bildete dem Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Besonders erfolgreich gestaltete sich der Kaurimuschelhandel, dabei wurden die in Westafrika knappen Muscheln, die dort auch als Währung fungierten, von O'Swald & Co auf den Seychellen günstig erworben und dann über Sansibar, unter Umgeheung des Innerafrikanischen Zwischenhandels, nach Westafrika gebracht. Dazu wurde in Lagos 1849 eine Faktorei angelegt. 1858 wurde der ältere Bruder Albrecht Percy O'Swald (1831-1899) Teilhaber von O'Swald & Co, 1859 folgte William H. O'Swald. In den folgenden Jahren wechselten sich die Brüder mit der Leitung der Firma ab, in einem Jahr lebte der eine in Hamburg, der andere auf Sansibar. 1859 verhandelte William H. O'Swald mit Mâdjid ibn Sa‘id, dem Sultan von Sansibar einen Handelsvertrag für die Hansestädte aus, der für diese sehr günstig war und auch der Sultan profitiert von den daraus resultierenden erhöhten Steuereinnahmen. In den folgenden Jahren bauen die Brüder O'Swald Ihr Geschäft erfolgreich vor allem in Ostafrika aus, ab 1870 werden Handelsniederlassungen auf Madagaskar gegründtet, ab 1900 gab es eine Niederlassung in Mombasa.

Curt Rothenberger

deutscher | geboren 1896 | gestorben 1959 | mann | nsdap-mitglied | senator (hamburg)


Curt Ferdinand Rothenberger (* 30. Juni 1896 in Cuxhafen; † 1. September 1959 in Hamburg) war ein deutscher Jurist und Nationalsozialist. Er bekleidete die folgenden Ämter: Hamburger Senator für Justiz, Präsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts, sowie Staatssekretär im Reichsministerium der Justiz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er im Nürnberger Juristenprozess angeklagt und verurteilt.Alle Daten aus Susanne Schott: Curt Rothenberger – eine politische Biographie.

Leben bis 1933

Rothnbergers wächst die ersten Jahre seines Lebens in Cuxhafen auf, wo sein Vater hamburgischer Zollbeamter ist. 1901 zieht die Familie nach Hamburg. Ab 1905 besucht Rothenberger dort das Wilhelm-Gymnasium, das er August 1914 mit dem Abitur abschließt. Da seinem Wunsche an dem gerade begonnenen Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger teilzunehmen nicht umgehend entsprochen wird, fängt Rothenberger an Rechtswissenschaften in Berlin zu studieren. Im Sommer 1915 erhielt Rothenberger, obwohl er im April 1915 nach Kiel gewechselt war, seine Einberufungsbefehl. Er nahm als Feldartillerist an der Westfront am Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 teil. Nach dem Krieg kehrt Rothenberger nach Hamburg zurück, um sich an der neu errichteten Hamburger Universität in Kurs extra für Kriegsteilnehmer einzuschreiben. Nach nur 5 Semestern erlangt Rothenberger im März 1920 das 1. Staatsexamen, da für Kriegsteilnehmer besondere Regelungen gelten. Nach einem verkürzten Refrendariat, einer Doktorarbeit und einem sehr gut bestandenden 2. Staatsexamen, wird Rothenberger im Juni 1922 Hilfsrichter beim Amtsgericht. Nebenberuflich arbeitet er als Repetitor.

Justus Strandes

deutsche kolonialgeschichte | deutscher | geboren 1859 | gestorben 1930 | kolonialist | mann | person (hamburg) | senator (hamburg)


Justus Strandes (* 4. Februar 1859 in Stade; † 16. Juli 1930 in Hamburg) war ein Hamburger Übersee-Kaufmann, Politiker und Hamburger Senator, der an der Einrichtung der deutschen Kolonie in Deutsch-Ostafrika beteiligt war. Soweit nicht anders angegeben, sämtliche Daten aus Zeittafel in den Erinnerungen S.297 ff

Kindheit und Ausbildung

Strandes Vater war als hannöverischer Beamter im königlichen Innenministerium tätig, von 1859 bis 1866 lebte Familie Strandes in Hannover. Nach der Niederlage des Königreiches Hannover 1866 und der Annexion durch Preußen wurde der Vater preußischer Regierungsrat und mit Familie ins preußische Münster versetzt. 1871 erlangte er eine Stelle in der hannoverischen Klosterkammer und die Familie zog zurück nach Hannover. Anfang 1875 verlies Strandes das Gymnasium vorzeitig, um eine kaufmännische Lehre im Handelshaus Hansing & Co in Hamburg anzutreten. Diese Lehre schloss er nach drei Jahren erfolgreich ab, um im folgenden Jahr 1879 in der Niederlassung von Hansing & Co auf Sansibar tätig zu werden.

Ernst Friedrich Sieveking

geboren 1836 | gestorben 1909 | mann | senator (hamburg)


Ernst Friedrich Sieveking, 1905

Dr. Ernst Friedrich Sieveking (* 24. Juni 1836 in Hamburg; † 13. November 1909 ebd.) war ein deutscher Jurist, Oberlandesgerichtspräsident und Hamburger Senator.

Leben

Sieveking war ein Sohn des Hamburger ersten Bürgermeister Friedrich Sieveking (1798- 1872) und ein Enkel vom Aufklärer Georg Heinrich Sieveking (1751-1799). Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, ließ sich Sieveking 1858 in Hamburg als Anwalt nieder. Er war als Anwalt erfolgreich, wurde 1874 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt und am 23. Mai 1877 in den Hamburger Senat. Entgegen der Hamburger Verfassung, nach der ein Senator mindestens sechs Jahre im Amt bleiben musste, bevor er zurücktreten durfte, schied Sieveking 1879 wieder aus dem Senat aus, um Präsident des neu gegründeten Hanseatischen Oberlandesgericht zu werden. Dieses war als gemeinschaftliches Oberappellationsgericht für die Freien Reichsstädte Bremen, Hamburg und Lübeck neu gegründet worden und Sieveking stand Ihm bis zu seinem Tode 1909 vor. Seine Haupttätigkeitsgebiete war darüberhinaus das Seerecht, seit 1889 war er Präsident der Internationale Konferenzen zu diesem Rechtsgebiet.

Max Schramm

deutscher | geboren 1861 | gestorben 1928 | mann | senator (hamburg)


Dr. Max Schramm (* 9. Oktober 1861 in Maroim, nach heutiger Schreibweise Maruim, im Bundesstaat Sergipe, Brasilien; † 21. Mai 1928 in Hamburg) war ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker.

Schramm war Hamburger Anwalt und wurde 1904 in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt. 1912 wurde er nach dem Tod von Johann Heinrich Burchard in den Senat gewählt und schied aus der Bürgerschaft aus. Auch nach der Novemberrevolution blieb Schramm im Amt, seit 1920 war er Bausenator. Er berief Fritz Schumacher zu Oberbaudirektor und war dann sein direkter Vorgesetzter. 1925 tratt Schramm in die Deutsche Volkspartei ein und wurde zum Stellvertretender Hamburger Bürgermeister gewählt.

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