schriftsteller (20. jh.)
Gustav Stutzer
geboren 1839 | gestorben 1921 | pastor (20. jh.) | schriftsteller (20. jh.)Gustav Stutzer (* 1839 in Seesen (Harz), † 1921 in Heidelberg) war ein Pfarrer, der unter anderem als Pastor in Erkerode und Lucklum tätig war. Er war einer der Initiatoren der "Idioten-Anstalt Neuerkerode". Sie wurde von ihm, Oswald Berkhan und der Braunschweiger Bürgerin Louise Löbbecke 1868 in Erkerode gegründet. Die Anstalt sollte eine Zuflucht für kranke und behinderte Menschen sein. Darüber hinaus schrieb er mehrere Bücher, in denen er sich intensiv mit den Erfahrungen seines Lebens auseinandersetzte. Alle Schriften geben einen guten Einblick in das Leben im 19. Jahrhundert.
Veröffentlichungen
- Geheimnisse des Seelenlebens, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1915, 13. Auflage 1922
- Geheimnisse des Traumes, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1917, 9. Aufl. 1922
- Meine Therese, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1917, 20. Auflage 1922
- Reiseerinnerungen eines alten Mannes, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1918, 7. Auflage 1922
- Die anglikanische Staatskirche und ihre Bedeutung für Englands Weltmacht, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1918, 2. Auflage 1919
- Die leise Hand, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1919, 6. Auflage 1920
- Der deutsche Ansiedler in Brasilien, Braunschweig: Wenzel & Sohn, 1. bis 4. Auflage 1920
- In Deutschland und Brasilien, Lebenserinnerungen, Braunschweig: Hellmuth Wollermann Verlagsbuchhandlung, 1913, 13. Auflage 1922
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Buek
Übersetzer | deutscher | mann | schriftsteller (20. jh.)Dr. phil. Otto Buek (* 19. November 1873 in Petersburg, † nach 1960?), war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer
Leben
Otto Buek studierte in Heidelberg und wurde zum Dr. phil. promoviert. Er lebte als Übersetzer, Herausgeber und Journalist in Berlin und war mit Senna Hoy (1884-1914) und Franz Pfemfert (1879-1954) befreundet. Er gehörte er zum Kreis um Alfred Richard Meyer und galt als Neukantianer und Anhänger des bis 1912 in Marburg lehrenden Philosophen Hermann Cohen (1842-1918). Er war durch seine Sprachkenntnisse und sein Studium der Philosophie, Mathematik und Chemie vielseitig gebildet. In der Festschrift zu Hermann Cohens 70. Geburtstag (Philosophische Abhandlungen. Berlin: Cassirer 1912) ist B. mit einem Beitrag über "Faradays System der Natur und seine begrifflichen Grundlagen" vertreten. In den zwanziger Jahren war er Mitarbeiter an der vom Neukantianismus geprägten Cassirerschen Kant-Ausgabe. Als Studienfreund des Arztes und Pazifisten Friedrich Georg Nicolai (1874-1964) unterzeichnete B. zusammen mit Einstein und Friedrich Wilhelm Förster im Oktober 1914 Nicolais "Auf der Europäer" als Gegenerklärung zur Rechtfertigung des deutschen Überfalls auf das neutrale Belgien; der Aufruf konnte erst 1917 als Einleitung zu Nicolais "Biologie des Krieges" in Zürich erscheinen. 1913/14 war B. Herausgeber der Zeitschrift "Die Geisteswissenschaften", die in nur einem Jahrg. in Leipzig erschienen. Johannes R. Becher widmet das Gedicht "Gebet im Winter 1915/16" "Doktor Otto Buek in Freundschaft". Im Brief vom 18. 12. 1916 an Katharina Kippenberg zählt Becher Otto Buek zu den "sieben Menschen, die ich liebe".» source | Weiterlesen

