sächsische geschichte
Carlowitz (Adelsgeschlecht)
deutsches adelsgeschlecht | familienname | sächsische geschichteCarlowitz ist der Name eines alten sächsischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Carlowitz waren ursprünglich Vasallen der Burggrafen von Dona und gehörten zum meißnerischen Uradel.
Geschichte
Erstmals genannt wurde das Adelsgeschlecht im Jahre 1311 in einer Urkunde des Burggrafen Otto III. von Donin. In der Markgrafschaft Meißen bzw. in dem späteren Sachsen hatte sich das Geschlecht von Carlowitz stark verbreitet und reichen Grundbesitz erworben. Auch erhielten sie im Laufe der Zeit hohe Ämter als Hof- und Staatsbeamte von ihren Landesherren, aber auch von fremden Fürsten. Zu besonders großen Einfluß gelangten Georg von Carlowitz und sein Neffe Christoph von Carlowitz im 15 und 16. Jahrhundert als Räte der sächsischen Herzöge und Kurfürsten. Im 19. Jahrhundert waren als königlich sächsischer Minister Hans Georg von Carlowitz und dessen Sohn Albert von Carlowitz entscheidend an der weiteren gemeinsamen Gestaltung der deutschen Staatenwelt und der Gründung des Deutschen Reiches beteiligt. Während des ersten Weltkrieges war der General der Infanterie Adolf von Carlowitz Oberbefehlshaber der 2. Armee.» source | Weiterlesen
Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1635)
1635 | dreißigjähriger krieg | französische geschichte | historisches dokument | sächsische geschichteIm Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1635) vom 26. und 27. Oktober 1635 zwischen Ludwig XIII. und Bernhard von Sachsen-Weimar wurde geregelt, dass die französische Staatskasse die Finanzierung des in schwedischen Diensten stehenden Heeres von Sachsen-Weimar übernimmt. Schweden war als bisheriger Unterstützer der protestantischen Streitmacht nach seiner Niederlage in der Schlacht bei Nördlingen (1634) mit eigenen Problemen und Finanzsorgen befasst, Bernhard hatte zugleich sein Herzogtum eingebüßt und war somit ohne Finanzquelle.
Nach längeren Verhandlungen sagte Kardinal Richelieu dem Herzog für die Dauer des Krieges 4 Millionen Livres jährliche Subsidiengelder zur Unterhaltung eines Heers von 12.000 Mann zu Fuß und 6.000 Reitern mit der nötigen Artillerie zu. In einem geheimen Artikel wurde dem Deutschen das Elsass unter der Bedingung versprochen, die katholische Religion dort nicht zu verdrängen. Für den Fall, dass jenes Land ihm beim Abschluss des Friedens nicht zugeeignet werden könne, erhielt der protestantische Herzog alternativ eine angemessene Vergütung zugesichert. Damit war Bernhard letztlich von Frankreich abhängig.
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