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Die Wikipedia Einträge des Tages

russe

Alexei Leonidowitsch Kudrin

finanzminister | geboren 1960 | mann | politiker (russische föderation) | russe


Alexei Kudrin auf dem G8-Gipfel in St. Petersburg 2006 Alexei Leonidowitsch Kudrin ( russ. Алексей Леонидович Кудрин; * 12. Oktober 1960 in Dobele, Lettische SSR) ist ein russischer Politiker. Seit 2000 ist er Finanzminister der Russischen Föderation.

Biografie

Kudrin wuchs als Sohn eines Militärangehörigen in Archangelsk auf, wo er auch die Schule abgeschlossen hat. Danach zog er nach Leningrad und arbeitete dort als Automechaniker, bevor er 1978 das Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Leningrader Universität aufnahm. Nach dem Abschluss im Jahre 1983 arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter an einem Wirtschaftsforschungsinstitut der sowjetischen Akademie der Wissenschaften. Im Oktober 1990 wechselte er in die Stadtverwaltung Leningrads (seit 1991 wieder Sankt Petersburgs), wo er im Ausschuss für die wirtschaftlichen Reformen sowie später in der Finanzverwaltung der Stadt tätig wurde. 1993 bis 1996 war er stellvertretender Oberbürgermeister Sankt Petersburgs. Schließlich wechselte er im Sommer 1996 nach Moskau, wo er auf Erlass des damaligen Staatspräsidenten Boris Jelzin stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung wurde. Von 1997 bis 2000 war er mit einigen Monaten Unterbrechung (in denen er als stellvertretender Vorstandschef des Energieversorgers EES Rossii tätig war) erster stellvertretender Finanzminister, bis er am 18. Mai 2000 auf Erlass des damals gerade neu gewählten Präsidenten Wladimir Putin zum Finanzminister ernannt wurde. Seit 2002 trägt Kudrin außerdem den Titel des Honorarprofessors der Sankt Petersburger Universität, die er seinerzeit abgeschlossen hatte.

Viktor Vekselberg

geboren 1957 | industrieller | mann | russe


Viktor Felixowitsch Vekselberg ( russisch Виктор Феликсович Вексельберг ; * 1957 in Drogobytsch) gehört als russischer Oligarch mit einem Vermögen von rund 10 Milliarden Dollar gemäss Forbes zu den 44 reichsten Menschen der Welt. Er ist Gründer und Besitzer der Renova Group, die neben dem Ölkonzern TNK-BP und der Siberian-Urals Aluminium Company (Sual) namhafte Beteiligungen unter anderem am Technologiekonzern OC Oerlikon besitzt.

Leben

1988 gründete Viktor Vekselberg seine erste Firma, die Kompagnie Vekselberg, welche eng mit dem Irkutsk-Aluminiumwerk zusammenarbeitet.

Miljukow

geboren 1859 | gestorben 1943 | historiker | mann | politiker (russland) | russe


Pawel Nikolajewitsch Miljukow (Russ.: Павел Николаевич Милюков) (*1859, † 1943) war ein russischer Historiker und Politiker der Vorrevolutionszeit. Er war Vorsitzender der Partei der Konstitutionellen Demokraten und 1917 für kurze Zeit Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Provisorischen Regierung.

Familie und Ausbildung

Pawel Nikolajewitsch Miljukow wurde am 15. Januar 1859 in Moskau als Sohn des Architekturprofessors Nikolai Pawlowitsch Miljukow geboren. Er besuchte das 1. Moskauer Gymnasium und studierte dann an der Historisch-philosophischen Fakultät der Moskauer Universität, u. a. bei den berühmten Historikern Wassili Ossipowitsch Kljutschewski und Pawel Gawrilowitsch Winogradow. Nach dem Tod des Vaters bestritt er den Unterhalt der Familie durch Erteilung von Privatstunden. Wegen Teilnahme an einer Studentenversammlung 1881 wurde er vorübergehend von der Universität ausgeschlossen. 1882 konnte er sein Studium schließlich beenden.

Pawel Lisizian

armenier | bariton | geboren 1911 | gestorben 2004 | mann | opernsänger | russe | sowjetbürger


Pawel Gerassimowitsch Lisizian (Павел Герасимович Лисициан) (* 6. November 1911 in Wladikawkas; † 6. Juli 2004 in Moskau) war ein russisch- armenischer Bariton. Er galt international als bedeutendster sowjetischer Opern- und Liedsänger dieser Stimmlage seiner Generation.

Lisizian studierte am Leningrader Konservatorium und debütierte 1935 am Mali („Kleinen“) Theater. 1937 sang er an der Oper Jerewan, ab 1940 wurde er für ein Vierteljahrhundert Mitglied der Truppe des Bolschoi-Theaters. In den 50er und 60er Jahren kam es zu zahlreichen Aufnahmen, in denen Lisizian neben den größten seiner Kollegen ( Reisen, Nelepp, Archipowa, Wischnewskaja...) glänzte. Der Sänger gastierte auch im Westen, sogar an der Metropolitan Opera. Nach Ende seiner gesanglichen Tätigkeit widmete er sich eine Zeitlang dem Lehren.

Platon Iwanowitsch Rokassowskij

geboren 1800 | generalgouverneur (finnland) | gestorben 1869 | mann | russe | russische geschichte


Baron Platon Iwanowitsch Rokassowskij (* 15. Januar 1800 im Gouvernement Sankt Petersburg; † 6. April 1869 in Nizza) war ein russischer General. Er war von 1861 bis 1866 zaristischer Generalgouverneur Finnlands.

Militärische Karriere

Platon Rokassowskij wurde als Sohn des Brigadegeneral Iwan Nikititsch Rokassowskij (* 1762) und seiner Frau Charlotta Eleonora von Albedyll (1772-1825) geboren. Er begann bereits 1812 seine militärische Karriere sowie die Beschäftigung mit dem Ingenieurwesen. Im selben Jahr wurde er Fähnrich, 1814 Unterleutnant, 1815 Leutnant und 1821 Hauptmann. 1824 wurde er zu einer kriegstopographischen Einheit versetzt. 1826 wurde er Oberstleutnant und leitete ab 1827 topographische Arbeiten im Gouvernement Grodno/Polen.

Nikolai Nikolajewitsch Gerhard

geboren 1838 | generalgouverneur (finnland) | mann | russe | russische geschichte


Nikolai Nikolajewitsch Gerhard (* 1838 im Gouvernement Mohilew/Russland) war ein russischer Politiker. Er war von 1905 bis 1908 russischer Generalgouverneur Finnlands.

Verwaltungsjurist

Nikolai Gerhard studierte Rechtswissenschaft in Sankt Petersburg. Er arbeitete ab 1861 im russischen Innenministerium. 1866 wechselte er ins Justizwesen. Ab 1876 war er im russischen Senat tätig. 1887 wurde er Leiter der Senatsabteilung für geodätische Fragen. Ab 1898 war Nikolai Gerhard im Staatsrat (Верховный Тайный совет) tätig. Dort war er zunächst in der Rechtsabteilung beschäftigt, dann in der Abteilung für zivile und kirchliche Angelegenheiten, deren Leiter er später wurde.

Bella Rosenfeld

autor | frau | geboren 1895 | gestorben 1944 | russe


Bella Rosenfeld Chagall (russisch: Бэлла Розенфельд-Шагал, * 1895 in Witebsk, Weißrußland, † 2. September 1944 in New York City, USA) war eine russische Autorin und die Ehefrau von Marc Chagall.

Leben

Rosenfeld wurde 1895 als Tochter einer wohlhabenden, jüdischen Familie in Witebsk geboren. Ihr Vater war Juwelier. 1909 lernte sie Marc Chagall kennen, den sie 1915 heiratete. Im selben Jahr zog das Ehepaar Chagall nach St. Petersburg, im Jahr darauf wurde Tochter Ida geboren. 1918 kehrte die Familie nach Witebsk zurück. 1922 ließen sich Rosenfeld und Chagall in Litauen nieder und zogen bereits 1924, nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland, nach Paris. 1941 wanderte Rosenfeld mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten aus. 1944 starb Rosenfeld in New York an einem viralen Infekt.

Bella Rosenfeld

autor | frau | geboren 1895 | gestorben 1944 | russe


Bella Rosenfeld Chagall (russisch: Бэлла Розенфельд-Шагал, * 1895 in Witebsk, Weißrußland, † 2. September 1944 in New York City, USA) war eine russische Autorin und die Ehefrau von Marc Chagall.

Leben

Rosenfeld wurde 1895 als Tochter einer wohlhabenden, jüdischen Familie in Witebsk geboren. Ihr Vater war Juwelier. 1909 lernte sie Marc Chagall kennen, den sie 1915 heiratete. Im selben Jahr zog das Ehepaar Chagall nach St. Petersburg, im Jahr darauf wurde Tochter Ida geboren. 1918 kehrte die Familie nach Witebsk zurück. 1922 ließen sich Rosenfeld und Chagall in Litauen nieder und zogen bereits 1924, nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland, nach Paris. 1941 wanderte Rosenfeld mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten aus. 1944 starb Rosenfeld in New York an einem viralen Infekt.

Sara Rabinowitsch

Ökonom (20. jahrhundert) | frau | geboren 1880 | gestorben 1918 | russe


Sara Rabinowitsch, verheiratete Margolin (* 1880 in Bjaresina, Provinz Minsk, heute Weißrussland; † 1918) war eine russisch-jüdische Volkswirtin und politische Aktivistin.

Rabinowitsch promovierte 1903 in Freiburg i. Br. über Die Organisationen des Jüdischen Proletariats in Russland. 1903 erkundete sie zusammen mit Bertha Pappenheim für deutsche Frauenverbände die Lebensumstände von Juden in Galizien und Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Lage. 1904–1905 war sie in Odessa an der Organisation von illegalen politischen Aktivitäten gegen das Militär beteiligt und wurde für kurze Zeit verhaftet. Nach Deutschland zurückgekehrt, veröffentlichte sie jiddische, russische und deutsche Artikel über die Lage der jüdischen Arbeiter in Russland, das dortige Bildungswesen und demographische Aspekte des jüdischen Lebens in Osteuropa. Im Ersten Weltkriegs war Rabinowitsch für die deutsche USPD tätig und wurde erneut verhaftet. In der Haft fiel sie in eine Depression und tötete sich selbst.

Igor Gouzenko

mann | russe


Igor Sergejewich Gouzenko (* 13. Januar 1919 in Rogachev, Weißrussland, 25. Juni 1982 in Mississauga, Kanada) war ein Kryptograf der Sowjetbotschaft in Ottawa, Ontario zur Entschlüsselung von Geheimschriften. Er deckte sowjetische Spionage-Aktivitäten zur Erlangung nuklearen Knowhows auf, indem er dem Westen am 5. September 1945 als Überläufer 109 Geheimdokuments, teilweise von Joseph Stalin unterzeichnet, übergab. Durch ihnen wurde erstmals bekannt, dass sowjetische Schläfer-Agenten jahrelang getarnt im Westen lebten, bevor sie aktiv wurden.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs veränderte die Gouzenko-Affäre die Haltung des Westens zur Sowjetunion, begünstigte einen konfrontativeren Kurs und damit den Kalten Krieg.

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