römisch-katholischer theologe (19. jh.)
Henry Edward Manning
brite | geboren 1808 | gestorben 1892 | kardinal (19. jh.) | mann | römisch-katholischer bischof (19. jh.) | römisch-katholischer theologe (19. jh.)Manning wurde als Sohn des einflussreichen Parlamentsabgeordneten und Unternehmers William Manning in Totteridge geboren und im anglikanischen Glauben erzogen. Er absolvierte sein Studium in Oxford und wollte zunächst nach dem Vorbild seines Vaters eine politische Karriere einschlagen, entschloss sich aber dann, anglikanischer Geistlicher zu werden. Manning erhielt nach seinen Weihen eine Pfarrstelle und heiratete 1833, seine Frau Caroline verstarb aber bereits nach wenigen Jahren. Manning gehörte in Oxford den Kreisen der High Church an und wurde durch die Theologie John Henry Newmans beeinflusst, mit dem er später immer wieder Konflikte austrug. Aufgrund seiner Fähigkeiten galt er bereits früh als aussichtsreicher Kandidat für eine Karriere in der anglikanischen Hierarchie, er wandte sich jedoch zunehmend dem Katholizismus zu. Als im Jahre 1850 in der Kirche von England zusehends die objektive Wirksamkeit der Sakramente in Zweifel gezogen wurden, entschloss sich Manning zur Konversion und wurde 1851 in die katholische Kirche aufgenommen, im gleichen Jahr auch zum Priester geweiht. 1865 wurde er Erzbischof von Westminster. 1875 wurde er in den Kardinalsstand erhoben und nahm an der Wahl Papst Leo XIII. im Jahre 1878 teil, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Manning galt als ausgesprochener Ultramontanist und strenger Verfechter des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit. In England initiierte er den Bau der Westminster Cathedral und veranlasste den Ausbau des katholischen Bildungswesens. Auch setzte er sich für die Umsetzung der katholischen Soziallehre ein. 1889 wurde durch seine Vermittlung der große Streik der Londoner Dockarbeiter beendet.
Gregor Thomas Ziegler
benediktiner | deutscher | geboren 1770 | gestorben 1852 | mann | römisch-katholischer bischof (19. jh.) | römisch-katholischer theologe (19. jh.)Leben
Er trat 1788 als Novize in das Benediktinerabtei Wiblingen ein und legte am 26. April 1791 die feierlichen Gelübde ab. Am 25. Mai 1793 wurde er in Konstanz zum Priester geweiht und war danach Professor an den Gymnasien in Wiblingen, Konstanz sowie Freiburg im Breisgau. 1801 wurde er Prior in Wiblingen und übersiedelte nach der Säkularisation des Klosters im Jahre 1806 in die Benediktinerabtei Tyniec bei Krakau. Gleichzeitig war er Professor für Dogmatik an der Universität Krakau. 1810 wurde er Professor für Kirchengeschichte am Lyceum in Linz und 1815 Professor für Dogmatik an der Universität Wien.Joseph Langen
altkatholische kirche | deutscher | geboren 1837 | gestorben 1901 | mann | römisch-katholischer theologe (19. jh.)Leben
Joseph Langen empfing nach Abschluß seiner theologischen und philosophischen Studien im Jahre 1859 das Sakrament der Priesterweihe und wurde 1867 zum ordentlichen Professor der Exegese des Neuen Testaments an die Universität Bonn berufen. Von 1866 bis 1877 war er Mitarbeiter am "Theologischen Literaturblatt". Da er sich weigerte, die Ergebnisse des Ersten Vatikanischen Konzils anzuerkennen, wurde er im Jahre 1872 exkommuniziert. Joseph Langen war bis zum Jahre 1878 führend an der Ausgestaltung der altkatholischen Kirche beteiligt und nahm in den Jahren 1874/75 an den sogenannten Unionsverhandlungen mit den Orientalen teil. Er hielt bis zu seinem Tode Vorlesungen für Studierende der altkatholischen Theologie.
Justinas Pranaitis
autor | geboren 1861 | gestorben 1917 | hochschullehrer | mann | pole | römisch-katholischer theologe (19. jh.) | römisch-katholischer theologe (20. jh.)Pranaitis war Kind litauischer Bauern, besuchte das humanistische Gymnasium in Marijampolė und ab 1878 das Priesterseminar in Sejny.
Josef Hilgers
autor | deutscher | geboren 1858 | gestorben 1918 | jesuit | mann | römisch-katholischer theologe (19. jh.) | römisch-katholischer theologe (20. jh.)Josef Hilgers (* 9. September 1858 in Kückhoven ; † 25. Januar 1918 im Bonifatiushaus bei Emmerich) war ein deutscher theologischer Schriftsteller und Jesuit. Leben Der 1858 in Kückhoven geborene Josef Hilgers war zwischen 1885 und 1894 als Lehrer in der dänischen Stadt Ordrupshoj tätig und lebte anschließend in Rom , Luxemburg , Valkenburg und schließlich im Bonifatiushaus bei Emmerich, wo er 1918 verstarb. Seine schriftstellerische Tätigkeit befasste sich besonders mit der Geschichte des Ablaßwesens und der päpstlichen Bücherzensur ( Index Librorum Prohibitorum ).

