römisch-katholischer bischof (17. jh.)
Paul Albert von Radolfzell
deutscher | geboren 1557 | gestorben 1600 | mann | römisch-katholischer bischof (17. jh.)Bischofswappen Seine Eltern waren Georg Albert und Anna, geb. Etschenreutin. Ab 1575 studierte er in Rom Philosophie und Theologie und war Alumne des Collegium Germanicum et Hungaricum. 1582 verließ er Rom und erwarb in Bologna den theologischen Doktortitel. Danach hielt er sich zunächst in Weingarten auf und begab sich 1583 nach Breslau, wo er seit 1580 ein Diakonat besaß und 1585 Scholastiker wurde.
Anna von Perusse d'Escars
benediktiner | geboren 1546 | gestorben 1612 | kardinal | mann | römisch-katholischer bischof (16. jh.) | römisch-katholischer bischof (17. jh.)Er war der Sohn von Jacques de Pérusse, signeur d'Escars, und seiner zweiten Frau, Françoise de Longwy, dame de Givry (oder Giury). Nach seiner Studienzeit trat er in den Benediktinerorden der Abtei von Saint Bénigne in Dijon ein. Er wurde in den Abteien von Dijon, Barbery, Montesmes, Poultières und Champagne im Bistum Le Mans zum Abt gewählt. In den Religonskriegen war er ein Anhänger von Heinrich von Guise. Am 1. Oktober 1584 wurde er zum Bischof von Lisieux ernannt und am 1. Mai 1585 geweiht. Da die Diözese stark von den Religionskriegen betroffen war, hielt er sich längere Zeit in Rom auf. Papst Clemens VIII. ernannte ihm 1596 zum Kardinal. Obwohl König Heinrich IV mit der Kardinalsernennung eines Anhängers der Guise nicht einverstanden war, schätzte er Perusse dennoch hoch ein. Am 17. März 1599 trat er von seinem Bischofsamt zurück, wurde aber am 3. März 1603 zum Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge als Bischof von Langres gewählt. Das Amt hatte sein älterer Bruder Charles d'Escars de Pérusse inne. Am 23. Mai 1608 wurde er dann zum Bischof von Metz gewählt, dessen Amt er am 10. September des Jahres antrat. Er starb am 19. April 1612 im Schloss Vic-sur-Seille an der Mosel und liegt in der Kathedrale von Metz begraben.
Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn
geboren 1623 oder 1624 | gestorben 1695 | mann | römisch-katholischer bischof (17. jh.)Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn war der Sohn des kaiserlichen Statthalters und Landeshauptmanns der Grafschaft Glatz Rudolf Philipp von Liechtenstein-Kastelkorn. Er studierte bei den Jesuiten in Innsbruck und in Ingolstadt und hatte Kanonikate in Salzburg (1637), Olmütz (1641) und Passau (1653). 1655 wurde er zum Priester geweiht und war von 1654 bis 1660 Salzburger Domdechant. 1664 erfolgte die Wahl zum Bischof von Olmütz (Olomouc).
Johann Conrad von Gemmingen
deutscher | geboren 1612 | gestorben 1561 | mann | römisch-katholischer bischof (16. jh.) | römisch-katholischer bischof (17. jh.)Geburt und Kindheit
Johann Conrad wurde als drittes von acht Kindern des Dietrich IX. von Gemmingen und seiner Frau Lia (auch Leia), geborene von Schellenberg, vermutlich in Tiefenbronn geboren und wuchs teilweise dort auch auf. Sein Vetter, der Augsburger Fürstbischof Johann Otto von Gemmingen, soll maßgeblich Einfluss auf die Erziehung von Johann Conrad ausgeübt haben und trat immer wieder als sein Mentor in Erscheinung.Albert von Toerring-Stein
bischof (regensburg) | deutscher | geboren 1578 | gestorben 1649 | mann | römisch-katholischer bischof (17. jh.)Das Mitglied der bayerischen Adelsfamilie der Törring wurde 1610 zum Priester geweiht und am 22. Oktober 1613 zum Nachfolger von Wolfgang II. von Hausen als Bischof von Regensburg gewählt. Auch unter seiner Regierung gab es Auseinandersetzungen mit den Bürgern der evangelisch gesinnten Reichstadt Regensburg. 1630 berief er zur Durchführung der Gegenreformation Franziskaner in die Stadt. 1633 wurde im Dreissigjährigen Krieg sein Bischofssitz Regensburg von schwedischen Truppen unter Bernhard von Weimar erstürmt. 1634 wurde Regensburg von kaiserlichen und bayerischen Truppen wieder zurückerobert. Albert starb 1649 in Regensburg.
Ludovico Ludovisi
geboren 1595 | gestorben 1632 | italiener | kardinal (17. jh.) | mann | römisch-katholischer bischof (17. jh.) | richterDas erste von vier Kindern des Orazio Ludovisi und der Lavinia Albergati, die beide dem bologneser Patriziat entstammten, wurde bereits als Kind bei den Jesuiten am Collegium Romanum zu Rom erzogen und auf eine geistliche Karriere vorbereitete. Nachdem sein Onkel Alessandro Ludovisi im Jahre 1612 zum Erzbischof von Bologna ernannt worden war, ging Ludovico dorthin zurück und studierte Jura. Bereits am 25. Februar 1615 promovierte er zum Doktor beider Rechte und wurde nur wenig später, noch nicht zwanzigjährig, in das Richterkollegium Bolognas aufgenommen und erhielt ein Lektorat an der Universität.

