römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)
Johann II. von Dražice
gestorben 1236 | mann | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Johann entstammte dem mittelböhmischen niederen Adelsgeschlecht von Dražice. Er war seit 1212 Scholaster und seit 1216 Kanzler des Prager Domkapitels. Obwohl er jahrzehntelang im Dienst des Königs und der böhmischen Kirche gestanden sein soll, ist wenig über ihn bekannt.
Budilov
gestorben 1226 | mann | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Über seine Herkunft und Werdegang ist nichts bekannt, und es wird vermutet, dass er dem Geschlecht der Herren von Švábenice entstammte. 1226 begleitete er mit weiteren Prager Domherren den Bischof Pilgrim nach Rom, dem die päpstliche Bestätigung seiner Wahl nicht vorlag und der sich einer Überprüfung durch die Kurie stellen sollte, die dazu führte, das Pilgrim resignierte.
Pilgrim (Prag)
gestorben 1240 | mann | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Sein Geburtsdatum und seine Herkunft sind nicht bekannt. Er war Domherr von Prag und Stiftspropst von Mělník. Auf Wunsch des Königs Ottokar I. Přemysl wählte das Prager Domkapitel nach dem Tod des Bischofs Andreas Pilgrim zu dessen Nachfolger. Schon am 1. Juni 1223 bestätigte Pilgrim als Bischof eine Schenkung an das Benediktinerkloster Vilémov. Die Bischofsweihe erteilte ihm der Mainzer Metropolit Siegfried von Eppstein am 1. Oktober 1223.
Diethelm von Krenkingen
geboren unbekannt | gestorben 1206 | mann | römisch-katholischer bischof (12. jahrhundert) | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Leben
Diethelm von Krenkingen stammte aus einer edelfreien Familie in Krenkingen zwischen dem südlichen Schwarzwald und Randen.Er war zunächst Mönch des Klosters Reichenau. 1169 wurde er von Friedrich Barbarossa zum Abt des Reichenauer Klosters ernannt. 1189 wurde er in Personalunion als mächtiger Abt der Reichenau zum Bischof des Bistums Konstanz ernannt, der damals größten deutschen Diözese. Er war zudem enger politischer Berater von Philipp von Schwaben, dem jüngsten Sohn Friedrich Barbarossas und ab 1198 römisch-deutscher König. Diethelm von Krenkingen wurde von Philipp 1197 mit der Verwaltung des Herzogtums Schwaben betraut. Wegen seinen politischen Einmischungen und der Nähe zum staufischen Herrscherhaus wurde Diethelm von 1201 bis 1204 von Papst Innozenz III. gebannt. Diethelm von Krenkingen legte sein Bischofsamt 1206 nieder. „Diethelm von Krenkingen“ Lexikon des Mittelalters, Band III Spalte 1014
Otto II. von Lippe
bischof von münster | deutscher | gestorben 1259 | mann | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Bevor Otto II. von Lippe im Jahre 1247 in das Amt des Bischofs von Münster erhoben wurde, war er Domprobst am Bremer Dom. Politisch stand er gegen die Grafen von Tecklenburg und die Erzbischöfe von Köln. Die bedeutendste Leistung während seiner Amtszeit war der Gewinn von Cloppenburg und Vechta von Tecklenburg und damit die Begründung des Niederstifts Münster.
Johann III. Romka
gestorben 1301 | mann | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Er wird erstmals in einer Urkunde vom 3. Juni 1267 als Kaplan erwähnt und ist für dieses Jahr auch als Magister bezeugt. 1268 wurde er Domherr in Breslau. Im Konflikt zwischen Bischof Thomas II. und Herzog Heinrich IV. stand er auf Seiten des Bischofs, zu dessen Nachfolger er am 24. April 1292 gewählt wurde.
Thomas II. (Breslau)
gestorben 1292 | mann | pole | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Thomas entstammte dem Geschlecht der Zaremba und war Neffe des Breslauer Bischofs Thomas I., dessen enger Mitarbeiter er war. Seit 1250 war er Domherr in Breslau und von 1264-1268 er Archidiakon von Oppeln. 1270 wurde er zum Bischof von Breslau gewählt.
Thomas I. (Breslau)
gestorben 1268 | mann | pole | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Thomas entstammte vermutlich dem polnischen Geschlecht der Rawitsch, der auf das mächtige böhmische Geschlecht der Wrchowez zurückgehen soll. Er studierte in Italien, wo er den Magistertitel erwarb. 1220 wurde er Domherr in Breslau und führte den Titel Doctor decretorum. 1232 wurde er zum Bischof von Breslau gewählt.
Lorenz (Breslau)
deutscher | gestorben 1232 | mann | römisch-katholischer bischof (13. jahrhundert)Über seine Herkunft und Ausbildung ist nichts bekannt. Es wird vermutet, dass er aus dem schlesischen Geschlecht der Pogarell stammte. Im Jahre 1207 wurde er vom Breslauer Domkapitel zum Bischof von Breslau gewählt und durch den Gnesener Erzbischof Heinrich I. Kietlitz im Benediktinerkloster Olobok geweiht.
Lorenz soll an den Synoden von Glogau (1208), Borzykowa (1210), Mstów (1212), Trebnitz (1219) und am IV. Laterankonzil teilgenommen haben und war enger Mitarbeiter des Gnesener Metropoliten bei der Einführung der Gregorianischen Reformen. Am 25. August 1219 weihte er die von Herzog Heinrich I. und seiner Frau Hedwig gestiftete Klosterkirche von Trebnitz.

