reformator
Paul Lindenau
deutscher | evangelischer theologe (16. jahrhundert) | geboren 1806 | gestorben 1871 | mann | person der reformation | reformatorLeben
Lindenau immatrikulierte sich 1505 an der Universität Leipzig wo er 1506 das Baccalaurat erwarb und 1507 in das Benediktinerkloster in Chemnitz eintrat. Unter dem Einfluss der Reformation verlässt er das Kloster und begibt sich nach Ehrenfriedersdorf, von wo er als Prediger an die St. Marienkirche in Zwickau geht. Hier bemühte er sich mit W. Zeuner und Nicolaus Hausmann darum die Mönche der Stadt für Reformationsbewegung zu gewinnen.Dazu verfasste man 26 Predigten, woraus 1524 die gedruckten Thesen „Unterricht und Warnung an die Kirch zu Zwickau mit etzlichen Artikeln dem Klostervolk daselbst abgeschlagen“ hervorging. Durch die Aktivitäten entstand in Zwickau ein Streit um die Rechte des Rates in Kirchensachen. Da Lindenau polemisch und persönlich die Obrigkeit der Stadt angegriffen hatte, konnte er in Zwickau auch trotz Bemühungen Martin Luthers nicht bleiben. Daher wurde er 1529 in Zwickau entlassen.
Johann Oldendorp
deutscher | gestorben 1567 | mann | reformatorJohann Oldendorp wurde als Sohn des Kaufmanns Johann Oldendorp und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Krantz geboren. Er war der Neffe des bekannten Historikers Albert Krantz. 1504 studierte er an der Universität Rostock. Danach folgten Studien in Köln und Bologna. 1515 promovierte er in Bologna. 1516 wurde er als Professor nach Greifswald berufen, wo er ab 1517 das Rektorat bekleidete. Die Doktorwürde erlangte er erst 1518. Hier in Greifswald wirkte Oldendorp mit großem Eifer für die Belange der Universität, was zu Spannungen mit dem städtischen Rat führte. Grund für Konflikte mit seinem damals noch katholisch strenggläubigen Kollegen und späteren Dekan Heinrich Bukow jun. war die reformatorische, praktisch-theologische Denkweise Oldendorps, die er auch öffentlich vertrat. Ein weiterer dürfte in der Tatsache gelegen haben, dass Oldendorp die Feier seines Doktortitels mit der der eigenen Trauung verband. Vor der strengkatholischen, starren Haltung der Universitätsleitung und städtischen Gremien wich Oldendorp aus und ging nach Rostock.
Johann Schwebel
deutscher | geboren 1490 | gestorben 1540 | mann | reformator | reformierter theologe (16. jh.)Johann Schwebel (* 1490 in Pforzheim ; † Herbst 1540 in Zweibrücken ) war ein deutscher Theologe . Leben und Wirken Schwebel wurde vermutlich 1490 als Sohn eines aus Bayern zugewanderten Kürschner s in Pforzheim geboren. Er besuchte dort das Gymnasium und studierte in Tübingen , Leipzig und Heidelberg , wo er 1513 ein juristisches Examen ablegte. Er kehrte nach Pforzheim zurück und wurde Priester. Unter dem Einfluss u. a. von Philipp Melanchthon lernte er die Schriften Luthers kennen und kritisierte vor allem die Verwendung der Kirchengelder. 1522 suchte Schwebel auf der Ebernburg bei Franz von Sickingen Zuflucht. Als Nachfolger Martin Bucer s war er kurz Pfarrer in Landstuhl , ging jedoch bereits 1523 nach Zweibrücken. Gemeinsam mit den Schweizer Reformatoren um Zwingli reiste Schwebel 1529 zu dem Marburger Religionsgespräche n.

