pseudonym
Carabu
betrüger | engländer | frau | geboren 1791 | gestorben 1865 | pseudonymDie Prinzessin
Am Abend des 13. April 1817 brachte der Armenaufseher des Städtchens Almondsbury in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire eine junge Frau zum Friedensrichter Samuel Worrall. Sie war exotisch gekleidet, schien eine unbekannte Sprache zu sprechen und machte sich nur durch Handzeichen verständlich. In den nächsten Wochen wurde sie immer wieder befragt, aber mehr als ihr Name Carabu und eine mögliche Herkunft aus dem Fernen Osten war nicht aus ihr heraus zu bekommen. Javasuische Schriftzeichen) Da änderte sich, als man einen Portugiesen namens Manuel Eynesso, der in Malaya gelebt hatte, zu ihr brachte. Er schien sich mit ihr verständigen zu können und berichtete, sie sei eine chinesisch-malaische Prinzessin aus Javasu, die von Seeräubern entführt und als Sklavin verkauft worden war. Nach wochenlanger Schiffsreise sei sie über Bord gesprungen und so auf englischem Boden gelandet.Johanna Engelmann
pseudonymEngelmann, Johanna
Marshall Jevons
autor | kriminalliteratur | literatur (20. jh.) | literatur (englisch) | pseudonymDie Wahl des Namens Marshall Jevons ist eine Hommage an zwei britische Ökonomen des 19. Jahrhunderts: Alfred Marshall und William Stanley Jevons.
Jack Ketchum
autor | horrorliteratur | literatur (20. jh.) | mann | pseudonym | us-amerikanerPerson
Name
Jack Ketchum ist ein Kunstwort: Henker im mittelalterlichen England hießen häufig "Jack Ketch". Da die Haupt- und Nebenfiguren in Ketchums Romanen häufig kein glückliches Ende zu erwarten haben, paßt der Name des Autors als Scharfrichter. Zudem ist der Name als "Jack, Catch 'em" (Jack, fang' sie) lesbar.Rudolf Zawrel
deutscher | geboren 1951 | komponist | manager | mann | pseudonym | schlagersängerNach einer wenig erfolgreichen Karriere als Schlagersänger und Komponist in den 1980er Jahren gründete der gelernte Energieanlagenbauer 1996 den Internetprovider IPF.NET, den er am 11. August 1999 unter dem Namen Gigabell AG an die Börse brachte. Durch Mißwirtschaft und Überschätzung der eigenen Möglichkeiten (Umbau von einem reinen Internetprovider zu einem Vollservice-Telekommunikationsunternehmen), Fehlinvestitionen u.a. geriet das Unternehmen schnell in die von vielen Branchenkennern im Vorfeld prognostizierte Schieflage. Ende 2000 mste das in Frankfurt am Main residierende Unternehmen als erstes des Neuen Marktes Insolvenz anmelden.
Ruth von der Weide
autor | bdsm | deutscher | frau | pseudonym | sadomasochistische literatur
Ruth von der Weide ist ein Pseudonym der Autorin und Domina Gertrud Freiin von Welck (* 1903 in Dresden, † 24. April 1957). Die behütete Tochter aus adeligem Hause entdeckte schon früh ihre bisexuelle Neigung und ihre Vorlieben für den Flagellantismus – einer Vorform des modernen BDSM. Nach dem ersten Weltkrieg siedelte sie mit ihren Eltern nach Genua, wo sie sich fast ausschließlich, in schriftlicher wie auch physischer Form, ihren Neigungen hingab. Sie schrieb ausführlich ausgestaltete Novellen und Kurzgeschichten und versandte diese, per Blaupapier vervielfältigt, zur literarisch/erotischen Bewertung an Freunde und Bekannte, zu denen u. a. auch Sigmund Freud gehörte, welche ihre eigenen erotischen Erlebnisse nicht selten postwendend gleich zurücksandten. (In Spitzenhöschen durchgewichst – Bekenntnisse eines masochistisch-fetischistischen Staatsbeamten). Dem Erotika-Sammler Felix Batsy, den sie ebenfalls mit erotischen Schriften beehrte, gebührt das Verdienst, dass die erotische Korrespondenz erhalten blieb. Eine vom der Weides Vorliebe war, sexuelle Folterfantasien bis ins Detail auszuschmücken (die Unterstriche sind von der Autorin übernommen):

