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Die Wikipedia Einträge des Tages

politikwissenschaft

Skytteanische Professur

akademische bildung | bildung in schweden | geschichte schwedens in der frühen neuzeit | politikwissenschaft | wissenschaftspreis


Die Skytteanische Professur für Politik und Rhetorik ( schwedisch Skytteanska professuren i statskunskap och vältalighet) ist eine altehrwürdige Professur für Politikwissenschaft in Schweden.

Stiftung

Die Professur wurde 1622 durch den Freiherrn und Reichsrat Johan Skytte (1577-1645) an der Universität Uppsala eingerichtet. Sie ist wahrscheinlich die älteste Professur für Politikwissenschaft der Welt. Die Inhaber der Professur zählen in der Geschichte Schwedens zu angesehendsten Politikwissenschaftlern des Landes.

Zentrismus

marxistische strömung | politikwissenschaft


Zentrismus bezeichnet in leninistischer und verwandter Terminologie eine zwischen reformerischer (Revisionismus) und revolutionärer Politik vermittelnde beziehungsweise schwankende Haltung innerhalb des linken politischen insbesondere marxistischen Spektrums. Als Zentristen galt ursprünglich die zwischen der russischen Februarrevolution von 1905 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 um den sozialdemokratischen Parteitheoretiker Karl Kautsky gebildete Gruppe. Ihre Position wurde von der Parteilinken und den sich formierenden Kommunisten angegriffen; die Erklärung des sechsten Weltkongresses der Kommunistischen Internationale von 1928, Die Generallinie zur Verteidigung des Marxismus-Leninismus gegen den Trotzkismus und Zentrismus, gegen das Spaltertum und Versöhnlertum, nannte den Zentrismus eine „Ideologie der Anpassung, eine Ideologie der Unterordnung der proletarischen Interessen unter die Interessen des Kleinbürgertums“. Leo Trotzki wiederum definierte den Zentrismus als „all jene Strömungen im Proletariat und an dessen Peripherie [...], die sich zwischen Reformismus und Marxismus ausbreiten und zumeist verschiedene Entwicklungsetappen auf dem Wege vom Reformismus zum Marxismus und umgekehrt repräsentieren“. Leo Trotzki: Was nun?, 1932, zitiert nach > Lenin selbst schrieb 1917 über die Zentristen:

Alle Anhänger des „Zentrums“ beteuern hoch und heilig, sie seien Marxisten, Internationalisten [..]. Der Kern der Sache ist, dass das „Zentrum“ von der Notwendigkeit der Revolution gegen die eigenen Regierungen nicht überzeugt ist, sie nicht propagiert, dass es gegen ihn die allerplattesten - und erz „marxistisch“ klingenden - Ausflüchte erfindet. [...] Das „Zentrum“ - das sind die Leute der Routine, zerfressen von der faulen Legalität, korrumpiert durch die Atmosphäre des Parlamentarismus usw., Beamte, gewöhnt an warme Pöstchen und an „ruhige“ Arbeit. Historisch und ökonomisch gesehen vertreten sie keine besondere Schicht, sie sind lediglich eine Erscheinung des Übergangs von der hinter uns liegenden Periode von 1871 bis 1914 - einer Periode, die viel Wertvolles geschaffen hat, besonders in der für das Proletariat notwendigen Kunst der langsamen, beharrlichen, systematischen Organisationsarbeit auf breiter und breitester Grundlage. Lenin: Werke, Bd. 24, Seite 61-63, zitiert nach >

Budgetmaximierungsmodell

politikwissenschaft | volkswirtschaftslehre


Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler William A. Niskanen entwickelte und veröffentlichte 1968 als Vertreter der ökonomischen Theorie der Bürokratie die sog. Budgetmaximierungstheorie (auch Budgetmaximierungsmodell).

zur Theorie

Kernaussage dieser Theorie ist, dass das Interesse einer Bürokratie die Maximierung ihres Budgets ist, weil alle anderen Nutzendimensionen hiervon abhängen.

Hierzu definiert Niskanen diese Nutzendimensionen:

Bundesratsinitiative

politikwissenschaft | staats- und verfassungsrecht


Die Bundesratsinitiative ermöglicht es dem Bundesrat auf die Bundesgesetzgebung Einfluss zu nehmen.

Im Bundesrat haben die Länder das Recht, Gesetzesinitiativen zu starten. Die auf diesem Wege formulierten Gesetzesentwürfe werden anschließend – wie jeder andere Gesetzesentwurf auch – im Bundestag diskutiert und anschließend zwecks Abstimmung zurück in den Bundesrat gegeben.

European Consortium for Political Research

politikwissenschaft


Das European Consortium for Political Research (ECPR) ist eine unabhängige wissenschaftliche Vereinigung, die sich der Forschung und internationalen Kooperation der Politikwissenschaften widmet.

Ziel und Zweck

Sie wurde 1970 auf Initiative von Jean Blondel, Professor für Vergleichende Politik an der University of Essex von sieben europäischen Universitäten gegründet. Hauptziel ist die Unterstützung und Weiterentwicklung der Politikwissenschaften, insbesondere durch die Stimulierung der Zusammenarbeit, der Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten sowie den Aufbau professioneller Kontakte.

Forschungsgruppe Regieren

politikwissenschaft | sonstige schule | universität in deutschland


Die Forschungsgruppe Regieren (FGR) ist ein Zusammenschluss von Politikwissenschaftlern verschiedener deutscher Universitäten. Hauptuntersuchungsinteresse der Forschungsgruppe Regieren ist die Regierungs- und Oppositionsforschung, Legitimationsforschung, Governance sowie die kommunikativen Prozesse zwischen Politik, Medien und Wählern. Wegen der geographischen Nähe zur Landeshauptstadt Düsseldorf, liegt ein eigener Forschungsschwerpunkt auf der Landespolitik im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland.

Die Forschungsgruppe steht seit dem Jahr 2002 unter Leitung von Prof Dr. Dr. Karl-Rudolf Korte und hat Ihren Sitz an der Universität Duisburg-Essen. Durch die Vernetzung und den regelmäßigen Austausch mit Wissenschaftlern an anderen deutschen Universitäten, Journalisten und Unternehmen soll eine informationelle Vernetzung der verschiedenen Disziplinen gewährleistet werden.

Amerikanisierungsthese

politikwissenschaft | wahl


Die als politikwissenschaftlicher Begriff etablierte Amerikanisierungsthese geht auf die Annahme zurück, dass sich der Wahlkampf in Deutschland und Europa zunehmend dem US-amerikanischen Modell anpasst.

Der Begriff entsprang insbesondere einer heftig um die perfekte Inszenierung des Leipziger SPD-Parteitages 1998 geführten Diskussion, nachdem Gerhard Schröder ebendort in einem bis dato unbekannten Medienevent zum sozialdemokratischen Spitzenkanditaten und Herausforderer des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl gekürt wurde.

Eric-Voegelin-Archiv

bildung und forschung in münchen | geisteswissenschaftliches forschungsinstitut | politikwissenschaft | sozialwissenschaftliches forschungsinstitut


Das 1990 gegründete Eric-Voegelin-Archiv ist eine Forschungseinrichtung des Geschwister-Scholl-Instituts für Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Leiter ist der emeritierte Professor des GSI Peter J. Opitz.

Das Eric-Voegelin-Archiv widmet sich intensiv der Voegelin-Forschung und der Herausgabe vieler Schriften Voegelins, die bis dahin nur auf englisch verfügbar waren.

Seit 1996 erscheinen die sog. Occasional Papers. Sie enthalten kleine Arbeiten Voegelins und diesen gleichzeitig als mehrsprachiges Forum für die internationale Auseinandersetzung mit seinem Werk.

Illiberale Demokratie

demokratie | politikwissenschaft


Theoretisch ist jede Demokratie die keine liberale Demokratie ist, eine illiberale Demokratie. Normalerweise wird die Bezeichnung jedoch benutzt, um eine spezielle autoritäre Art der repräsentativen Demokratie zu beschreiben, in der Politiker zwar vom Volk gewählt werden, aber nicht dessen Grundrechte respektieren und effektiv einschränken. Der Begriff wurde erstmals 1997 in einem Artikel im politischen Journal Foreign Affairs von Fareed Zakaria beschrieben.

Illiberale Demokratien findet man vor allem ausserhalb der Westlichen Welt, in dem Demokratisierungsprozess unterworfenen Staaten deren politische Vergangenheit keinen Pluralismus kennt. Ohne diese Tradition der friedlichen Koexistenz verschiedener politischer Ideen, schränkt das Handeln der demokratisch gewählten Parteien oder Staatsoberhäupter individuelle Freiheiten und Grundrechte ein. Dies kann geschehen wenn die Verfassung des Staates keinen Schutz dieser Freiheiten festschreibt oder das Regime sich über sie hinwegsetzt. Grund dafür ist die Annahme der regierenden Gruppierung, dass sie durch die Wahl von der Bevölkerung ermächtigt wurde so zu handeln wie sie es für richtig hält, ohne Rücksicht auf bestehende Gesetze, so lange sie nur regelmässig Wahlen abhält.

Schmollers Jahrbuch

empirische wirtschaftsforschung | politikwissenschaft | publikation | soziologiezeitschrift | wissenschaftliche literatur | zeitschrift


Schmollers JahrbuchZeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften/Journal of Applied Social Science Studies – ist eine zweisprachige (deutsch/englische), vierteljährlich erscheinende Fachzeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Zur Qualitätssicherung werden alle veröffentlichen Aufsätze zuvor einem Begutachtungsprozess unterworfen (Peer-Review).

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf angewandten sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen, so werden in den Beiträgen z.B. Themen wie angewandte und politikberatendende Ansätze sowie empirische Analysen behandelt. Es werden aber auch theoretische Analysen, die sich mit angewandten Fragen beschäftigen, aufgenommen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Simulationsstudien für die Politikberatung.

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