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Die Wikipedia Einträge des Tages

person (münchen)

Franziska Lebrun

deutscher | frau | geboren 1756 | gestorben 1791 | komponist | person (mannheim) | person (münchen) | sopran


Franziska Dorothea Lebrun-Danzi bzw. Lebrun, geb. Danzi (* 24. März 1756 in Mannheim; † 14. Mai 1791 in Berlin) war eine deutsche Sopranistin und Komponistin.

Leben

Franziska Lebrun Portrait von Thomas Gainsborough (1780) Franziska wurde als erstes Kind des Hofmusikers Innocenz Danzi (um 1730-1798). Gesangsunterricht erhielt sie wie auch ihr Bruder Franz Ignaz Danzi zunächst von ihrem Vater und das Komponieren erlernte sie bei Georg Joseph Vogler. Später bekam sie vermutlich Gesangsunterricht von der Primadonna der Hofoper Dorothea Wendling (später: Dorothea Spurni), vielleicht auch vom Tenor Pietro Sarselli, der mit der Familie befreundet war. Bereits mit 16 Jahren wurde sie Mitglied der Mannheimer Hofkapelle und gab ihr Debüt als Rosina in "L'amore artigiano" von Florian Leopold Gassmann in Schwetzingen, dem Sommersitz des Kurfürstenpaars Karl Theodor und Elisabeth Auguste, wo die Familie regelmäßig gastierte. Im Mai 1778 heiratete sie in London ihren Kollegen Ludwig August Lebrun während einer Konzertreise. Mit der Verlegung der Residenz Karl Theodors nach dem Ableben des bayerischen Kurfürsten Maximilian III. zog das junge Ehepaar mit nach München und Franziska Lebrun gastierte an verschiedenen bekannten Opernhäusern Europas. Sie zählte nebenbei zu den wenigen Komponistinnen in einer Zeit, in der Frauen eher die musikalische Karriere als Sängerin vorbehalten war. Nach dem Tod ihres Mannes im Dezember 1790 hatte sie zwei Töchter zu versorgen. Zur Sicherung des Lebensunterhalts zahlte Karl Theodor seiner gefeierten Primadonna der Hofoper entgegen den Hofmusik-Statuten ihr Gehalt in Höhe von 1.500 Gulden fort.Württembergische Landesbibliothek: Klangwelten:Lebenswelten - Komponistinnen in Süddeutschland, Stuttgart (Stand: Februar 2007) Den Tod ihres Mannes verschmerzte sie offensichtlich nicht und verstarb ein halbes Jahr später im Mai 1791. Ihr 1790 erhaltenes Engagement an der königlichen Oper in Berlin kann sie nicht mehr antreten. Nach ihrem Tod gerieten ihre Kompositionen in Vergessenheit, wurden aber später wieder entdeckt und durch viele renommierte Verlage wieder veröffentlicht.

Alois Wunder

geboren 1878 | gestorben 1974 | mann | person (münchen)


Alois Wunder (* 1878; † 14. Juli 1974) war Jurist sowie einziger Oberbürgermeister der Stadt Pasing, die während der Herrschaft des NS-Regimes in die Stadt München eingemeindet wurde.Pasinger Archiv e.V: Namen verblassen - es bleiben die Straßen: Pasinger Straßenkunde Pasing war damals fünftgrößte Stadt Oberbayerns.

Erstmals zum Oberbürgermeister gewählt wurde er am 31. August 1907. Obwohl sich ab 1933 der Pasinger Stadtrat nur noch aus zwölf NSDAP-Mitgliedern zusammensetzte, wollte die NSDAP wegen seiner Kompetenzen nicht auf den parteilosen Alois Wunder verzichten. Am 8. Januar 1938 unterzeichnete der Pasinger Oberbürgermeister den Eingemeindungsvertrag nach München.Pasinger Archiv e.V: Ereignisse im RückblickMuenchen.de Nationalsozialismus

Hans Nimmerfall

geboren 1872 | gestorben 1934 | landtagsabgeordneter (bayern) | mann | person (münchen) | spd-mitglied


Hans Nimmerfall (* 1872; † 1934 in München) war Angehöriger der SPD, Stadtrat in der damaligen Stadt Pasing bei München (heutiger Stadtteil von München) und von 1912 bis 1918 bayerischer Landtagsabgeordneter für Pasing und Umgebung.

Er war 1915 Gründer und später Vorsitzender der Pasinger Genossenschaft Sporer-Block mit dem Ziel der Linderung der vorherrschenden Wohnungsnot. Nimmerfall leitete am 18. Dezember 1918 als Referent und Schirmherr die Gründungsversammlung des SPD-Ortsvereins Mauth-Finsterau und am 3. März 1921 die Gründungsversammlung des SPD Ortsvereins Aubing-Neuaubing.

Johann Baptist Fickler

autor | beamter | deutscher | geboren 1533 | gestorben 1610 | jurist | mann | person (münchen)


Johann Baptist Fickler (* 24. Mai 1533 in Backnang; † 1610 in München) war ein deutscher Jurist, Hofrat und Autor.

Er studierte von 1551-1555 Rechtswissenschaften an der Universität Ingolstadt. 1559 bis 1588 stand er in den Diensten des Erzbistums Salzburg, wo er ab 1585 als erzbischöflicher Pronotar wirkte. 1562 wurde er zum Konzil von Trient abgesandt, wo er die Schrift Acta Concilii Tridentini verfaßte. 1565 wurde er zum Doktor beider Rechte promoviert; Sein Doktorvater war der spätere Papst Gregor XIII.

Rudolf Hanauer

csu-mitglied | geboren 1908 | gestorben 1992 | landkreis starnberg | landtagspräsident | mann | person (münchen)


Rudolf Hanauer (* 4. März 1908 in Mellrichstadt/Unterfranken; † 29. Dezember 1992 in Herrsching/Ammersee) war ein deutscher Politiker (CSU).

Er war von 1960 bis 1978 Präsident des Bayerischen Landtages.

Hans Lamm

deutscher | frau | person (münchen) | person des judentums


Hans Lamm (* 6. Juni 1913 in München, † 23. April 1985 ebda.) war ein Münchner Journalist jüdischer Herkunft. Von 1970 bis 1985 war er Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Der gebürtige Münchner legte 1932 an der Luitpold-Oberrealschule sein Abitur ab und begann ein Jurastudium. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wechselte er zur Journalistik. 1938 emigrierte er in die USA und studierte 1939 bis 1941 Soziologie an der Universität von Kansas City. Im Juni 1945 kehrte er als Repräsentant der Hilfsorganisation UNRRA nach München zurück und war als Übersetzer bei den Nürnberger Prozessen tätigt. Ab 1955 lebte er endgültig wieder in Deutschland und war zunächst Kultur-Dezernent des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er war u.a. auch Übersetzer des Buchs Warum wir nicht warten können von Martin Luther King. Ab 1960 bis zu seiner Pensionierung 1976 hatte er eine Leitende Stelle an der Volkshochschule München inne. Von 1970 bis zu seinem Tod war er Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Auch als Mitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit bemühte er sich um einen Konsens mit anderen Konfessionen und Kulturkreisen und setzte sich gleichzeitig auch für die Rechte von Minderheiten ein.

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