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Die Wikipedia Einträge des Tages

person der reformation

Johann Schneidewein

deutscher | geboren 1519 | gestorben 1568 | hochschullehrer (wittenberg) | jurist in der frühen neuzeit | mann | person der reformation | rechtswissenschaftler (16. jahrhundert)


Johann Schneidewein, auch: Schneidewin (* 20. Dezember 1519 in Stolberg, † 4. Dezember 1568 in Zerbst) war ein deutscher Jurist.

Leben

Bereits in seinem elften Lebensjahr, immatrikuliert er sich 1530 an der Universität Wittenberg und findet im Hause Martin Luthers Aufnahme. Dadurch lernte er unter anderem auch Philipp Melanchthon, Justus Jonas der Ältere und Johannes Bugenhagen kennen. Besonderst aber von Veit Dietrich gefördert, absolvierte er zunächst ein Studium der Sieben Freie Künste. So vorgebildet widmet er sich einem Studium der Rechtswissenschaften.

Paul Lindenau

deutscher | evangelischer theologe (16. jahrhundert) | geboren 1806 | gestorben 1871 | mann | person der reformation | reformator


Paul Lindenau, (* um 1489 in Chemnitz; † 25. März 1541 in Dresden) war ein deutscher lutherischer Theologe

Leben

Lindenau immatrikulierte sich 1505 an der Universität Leipzig wo er 1506 das Baccalaurat erwarb und 1507 in das Benediktinerkloster in Chemnitz eintrat. Unter dem Einfluss der Reformation verlässt er das Kloster und begibt sich nach Ehrenfriedersdorf, von wo er als Prediger an die St. Marienkirche in Zwickau geht. Hier bemühte er sich mit W. Zeuner und Nicolaus Hausmann darum die Mönche der Stadt für Reformationsbewegung zu gewinnen.

Dazu verfasste man 26 Predigten, woraus 1524 die gedruckten Thesen „Unterricht und Warnung an die Kirch zu Zwickau mit etzlichen Artikeln dem Klostervolk daselbst abgeschlagen“ hervorging. Durch die Aktivitäten entstand in Zwickau ein Streit um die Rechte des Rates in Kirchensachen. Da Lindenau polemisch und persönlich die Obrigkeit der Stadt angegriffen hatte, konnte er in Zwickau auch trotz Bemühungen Martin Luthers nicht bleiben. Daher wurde er 1529 in Zwickau entlassen.

Veit Winsheim

deutscher | geboren 1501 | gestorben 1570 | hochschullehrer (wittenberg) | linguist | mann | person der reformation | rhetoriker


Veit Winsheim, auch: Veit Örtel, Vinshemius, Vuincemius, Windsheim (* 1. August 1501 in Windsheim, † 3. Januar 1570 in Wittenberg) war ein deutscher Rhetoriker, Philologe, Mediziner und Gräzist

Leben

Nachdem er sich in Deventer vorgebildet hatte, immatrikulierte er sich im August 1523 an der Universität Wittenberg, wo er sich Philipp Melanchthon anschloss. Zunächst betrieb er in Wittenberg eine Privatschule, was ihm die Annerkennung von Melanchthon einbrachte. Als Magister tritt er am 16. Oktober 1528 in die philosophische Fakultät ein, wo er 1529 die Professur für Rhetorik übernimmt.

David Joris

gestorben 1556 | mann | niederländer | person der reformation | täufer


David Joris (*1501 oder 1502 in Brügge; † 28. August 1556 in Basel) war ein Vertreter der Täuferbewegung, Glasmaler und selbsternannter Messias.

1528 wurde David Joris wegen Verspottung der Monstranz bei einer Himmelfahrtsprozession mit Durchstechung der Zunge und Verbannung bestraft. Beeindruckt vom Martyrium der Täufer schloss er sich dem Täufertum an, liess sich im Jahre 1534 oder 1535 taufen und versuchte die revolutionistischen Ströhmungen im Täufertum zurückzudrängen. Seit dem Jahre 1536 soll er Visionen gehabt haben und erklährte sich als wiedergekommenen Messias. Er sammelte in Ostfriesland, Oldenburg und Holland Anhänger und siftete die Sekte der Davidianer (bzw. David-Joristen), die trotz starker Verfolgung bis ins 17. Jahrhundert existierte. David Joris versuchte sich und das Täufertum näher an die Grosskirchen zu binden, wodurch er das Vertrauen von Menno Simons verlor, einem der wichtigsten Vertreter des Täufertums in den Niederlanden. Im Jahre 1544 siedelte er, mit grossem Anhang, unter dem Pseudonym Jan van Brügge, bzw. Johann von Brügge nach Basel über, wo er sich als verfolgten Calvinist ausgab. Aufgrund seines Vermögens wurde er aufgenommen. Man sah in ihm einen strengen Zwinglianer und brachte ihm grosse Achtung entgegen. In der Zeit in Basel schrieb er eine viele Traktate über das Täufertum.

Kaspar Eberhard

deutscher | geboren 1523 | gestorben 1575 | hochschullehrer (wittenberg) | lutherischer theologe (16. jh.) | mann | pädagoge | person der reformation


Kaspar Eberhard, (* 21. März 1523 in Schneeberg, † 20. Oktober 1575 in Wittenberg) war ein deutscher lutherischer Theologe und Pädagoge

Leben

Eberhard besuchte die Schule seiner Heimatstadt und immatrikulierte sich im Juni 1543 an der Universität Wittenberg. Hier hörte er unter anderem bei Philipp Melanchthon und erlebte noch Martin Luther in seinen letzten Lebensjahren. Nachdem er seine Studien abgeschlossen hatte, ging er 1545 als Lehrer an die Schule in Joachimsthal, wo er die Bekanntschaft Johannes Mathesius machte, mit dem ihn zeitlebens eine enge Freundschaft verbinden sollte. Nachdem Eberhardt am 18. September 1548 unter Melanchthons Vorsitz zum Magister promoviert hatte, übernahm er am 21. März 1549 das Rektorat der Einrichtung die Geschicke der Schule.

Johannes Fabricius Montanus

autor | geboren 1527 | geboren 1566 | humanist | literatur (16. jh.) | mann | person der reformation | reformierter theologe (16. jh.)


Johannes Fabricius Montanus, (eigentlich Johannes Schmid) * im Herbst 1527 in Bergheim (Haut-Rhin)/ Oberelsaß, † 5. September 1566 in Chur war ein reformierter Geistlicher, Dichter und Universalgelehrter.

Er wurde als Sohn des Metzgers Jakob Schmid und Klara Jud im elsässischen Bergheim geboren. Seine schulisch Ausbildung begann er mit 7 Jahren in Zürich beim Bruder seiner Mutter, dem Reformator Leo Jud. Er wechselte nach Basel und Straßburg, kehrte jedoch wieder nach Zürich zurück, bevor er schließlich ein Theologiestudium an der Universität Marburg aufnahm, wo er unter anderen Andreas Hyperius als Lehrer hatte. Seine dortiger Freundeskreis, darunter der bedeutende neulateinische Dichter Petrus Lotichus, führte ihn in die Dichtkunst ein und erweckte sein Interesse für Botanik. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er nach Zürich zurück und erhielt dort eine Stelle als Lehrer an der Großmünsterschule. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde ihm dort das Zürcher Bürgerrecht verliehen. Er pflegte Kontakte zu seinem ehemaligem Lehrer, dem Hebraisten Konrad Pellicanus und dem Arzt und Naturforscher Conrad Gesner und verfasste unter anderem ein Elegie auf Wilhelm Tell ("De Wilhelmo Thellio elegia"). 1557 wurde er, wohl auf Grund seiner Zürcher Leistungen und auf Empfehlung des Zürcher Reformator Heinrich Bullinger Nachfolger des Churer Stadtpredigers Johannes Comander. Hier trug er zur Verbreitung des reformierten Glaubens in Graubünden, besonders im Prättigau bei, das sich mit seinen Pässen im Spannungs- und Einflußfeld der rivalisierenden katholischen Mächte Spanien und Frankreich befand. Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher, die nicht frei von Rückschlägen war, so scheiterte sein Versuch zur Säkularisierung des Bistums Chur, widmete er sich auch hier der literarischen Tätigkeit. Gleichzeitig führte er in der dortigen Hochgebirgswelt botanischen Exkursionen, deren Ausbeute er an Gessner nach Zürich sandte. Als in Chur die Pest ausbrach, weigerte er sich seine Gemeinde im Stich zu lassen und wurde schließlich im selbst eines ihrer Opfer. Er starb als wichtiger Graubündener Reformator und als einer der bedeutenden Poeten seiner Zeit, wenngleich er auch nicht das Niveau seines Freundes Petrus Lotichus erreichte.

Johannes Fabricius Montanus

autor | geboren 1527 | geboren 1566 | humanist | literatur (16. jh.) | mann | person der reformation | reformierter theologe (16. jh.)


Johannes Fabricius Montanus, (eigentlich Johannes Schmid) * im Herbst 1527 in Bergheim (Haut-Rhin)/ Oberelsaß, † 5. September 1566 in Chur war ein reformierter Geistlicher, Dichter und Universalgelehrter.

Er wurde als Sohn des Metzgers Jakob Schmid und Klara Jud im elsässischen Bergheim geboren. Seine schulisch Ausbildung begann er mit 7 Jahren in Zürich beim Bruder seiner Mutter, dem Reformator Leo Jud. Er wechselte nach Basel und Straßburg, kehrte jedoch wieder nach Zürich zurück, bevor er schließlich ein Theologiestudium an der Universität Marburg aufnahm, wo er unter anderen Andreas Hyperius als Lehrer hatte. Seine dortiger Freundeskreis, darunter der bedeutende neulateinische Dichter Petrus Lotichus, führte ihn in die Dichtkunst ein und erweckte sein Interesse für Botanik. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er nach Zürich zurück und erhielt dort eine Stelle als Lehrer an der Großmünsterschule. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde ihm dort das Zürcher Bürgerrecht verliehen. Er pflegte Kontakte zu seinem ehemaligem Lehrer, dem Hebraisten Konrad Pellicanus und dem Arzt und Naturforscher Conrad Gesner und verfasste unter anderem ein Elegie auf Wilhelm Tell ("De Wilhelmo Thellio elegia"). 1557 wurde er, wohl auf Grund seiner Zürcher Leistungen und auf Empfehlung des Zürcher Reformator Heinrich Bullinger Nachfolger des Churer Stadtpredigers Johannes Comander. Hier trug er zur Verbreitung des reformierten Glaubens in Graubünden, besonders im Prättigau bei, das sich mit seinen Pässen im Spannungs- und Einflußfeld der rivalisierenden katholischen Mächte Spanien und Frankreich befand. Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher, die nicht frei von Rückschlägen war, so scheiterte sein Versuch zur Säkularisierung des Bistums Chur, widmete er sich auch hier der literarischen Tätigkeit. Gleichzeitig führte er in der dortigen Hochgebirgswelt botanischen Exkursionen, deren Ausbeute er an Gessner nach Zürich sandte. Als in Chur die Pest ausbrach, weigerte er sich seine Gemeinde im Stich zu lassen und wurde schließlich im selbst eines ihrer Opfer. Er starb als wichtiger Graubündener Reformator und als einer der bedeutenden Poeten seiner Zeit, wenngleich er auch nicht das Niveau seines Freundes Petrus Lotichus erreichte.

Hieronymus Schurff

deutscher | geboren 1481 | gestorben 1554 | hochschullehrer (frankfurt (oder)) | hochschullehrer (wittenberg) | jurist | mann | person der reformation


Hieronymus Schurff, auch Schurf, Schürpff, Schuirpff (* 12. April 1481 in St. Gallen, † 6. Juni 1554 in Frankfurt (Oder)) war ein deutscher Jurist

Leben

Als Sohn des angesehenen St. Gallener Arztes und späteren Bürgermeisters Johann Schurff geboren, erhielt er in seiner Geburtsstadt eine gediegene Vorbildung. Auch Hieronymus sollte wie sein Vater Arzt werden und immatrikulierte sich daher an der Universität Basel. In Basel hörte er die Vorlesungen des Ulmers Ulrich Krafft, die ihn jedoch für die Rechtswissenschaften begeisterten. Mit diesem ging er an die Universität Tübingen wo er sich den Magistergrad der Artes erwarb. In Tübingen hatte er sich mit Ambrosius Volland befreundet, den er 1502 auf Wunsch von Johann von Staupitz an die Neugegründende Universität Wittenberg begleitet und war bei der feierlichen Eröffnung der Universität am 18. Oktober zugegen.

Johannes Bugenhagen der Jüngere

deutscher | geboren 1527 | gestorben 1594 | hochschullehrer (wittenberg) | lutherischer theologe (16. jh.) | mann | person der reformation


Johannes Bugenhagen der Jüngere, (* 31. Dezember 1527 in Wittenberg,† 12. Februar 1594 in Wittenberg) war ein deutscher lutherischer Theologe

Leben

Johannes Bugenhagen wurde in einer Zeit geboren, als in Wittenberg wieder einmal die Pest ausgebrochen war. Sein Vater Johannes Bugenhagen war zu jener Zeit mit seiner jungen Familie, in das Haus Martin Luthers gezogen, wo man sich gegenseitig stützte und in der schweren Zeit die Alltagsprobleme bewältigte. Im gleichen Jahr war durch den Tod, der Schwester seines Vaters Hanna, am 2. November 1527 in Wittenberg im Wochenbett an der Pest, ein bedauernswerter Trauerfall in der Familie eingetreten. Diese war seit dem 6. Dezember 1526 mir Georg Rörer verheiratet gewesen und der junge Vater und Witwer, fand ebenfalls im Hause Luthers Aufnahme. Seine Mutter Walpurga, die Tochter eines Peter Trillert, war in dieser Zeit hochschwanger gewesen.

Georg Melhorn

deutscher | evangelischer theologe (16. jh.) | geboren 1513 | gestorben 1563 | mann | pädagoge | person der reformation


Georg Melhorn Georg Melhorn (* um 1513 in Altenberg (Erzgebirge)5. April 1563 in Waldenburg (Sachsen)) war ein deutscher Pädagoge und evangelischer Theologe

Leben

Mehlhorn immatrikulierte sich im Sommersemester 1544 an der Universität Leipzig und wechselt im selben Jahr an die Universität Wittenberg. Nach einer kurzen Zeit als Rektor in Großenhain 1549, geht er wieder nach Wittenberg, wo er sich am 11. Februar 1550 den akademischen Grad eines Magisters erwirbt. Auf Empfehlung Philipp Melanchthons geht Melhorn 1551 kurz an die die Landesschule Pforta als Rektor. Über sein Wirken dort lässt sich aber nichts weiter ermitteln.

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