pascha
Mahmud Şevket Pascha
großwesir | mann | osmane | pascha1910 wurde Şevket Pascha Kriegsminister im Kabinett des Großwesirs İbrahim Hakkı Pascha und „Generalinspekteur“ der ersten drei Armeen des Reiches, nachdem er an der Spitze der so genannten InterventionsarmeeKlaus Kreiser / Christoph K. Neumann: Kleine Geschichte der Türkei, Reclam: Stuttgart 2003, Linzenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung: Bonn 2005, S. 360 (Hareket Ordusu) einen Putschversuch religiöser und konservativer Kräfte gegen die neue jungtürkische Führung vereitelt und damit die Absetzung Sultan Abdülhamits II. herbeigeführt hatte. In dieser Position war er in der Folgezeit „die stärkste Stütze des Regimes“Kreiser/Neumann, S.360 der Jungtürken. Als am 23. Januar 1913 die Jungtürken einen erfolgreichen Putsch gegen die kurzfristig wieder an die Macht gelangten Konservativen durchführten und den Rücktritt des Großwesirs Mehmed Kamil Pascha erzwangen, wurde Şevket Pascha dessen Nachfolger, fiel aber noch im selben Jahr einem Attentat zum Opfer.
Sinan Pascha (Admiral)
gestorben 1553 | mann | militärperson (osmanisches reich) | osmane | pascha | türke | wesirGroßadmiral Sinan Pascha, (türkisch: Kaptan-ı Derya Sinan Paşa; mit vollem Namen Sinanüddin Yusuf Paşa) war, als Vorgänger von Piale Pascha, Großadmiral (Kaptan-ı Derya) der osmanischen Marine von 1550 bis Ende 1553, während der Regierungszeit von Sultan Süleyman dem Prächtigen. Er war ein Bruder von Großwesir Rüstem Pascha, der wiederum mit einer Tochter Süleymans, Sultana Mihrimah, verheiratet war.
Dr. Tevfik Saglam Pascha
geboren 1882 | gestorben 1963 | mann | mediziner | osmane | pascha | türkeDr. Tevfik Saglam Pascha
Dr. Tevfik Saglam Pascha ( egentlich Ali Tevfik Salim 1882 in Istanbul gebohren †1963 in Istanbul) war ein Philanthropischer türkischer General und der erste Präsident der Ärztekammer Istanbuls.
Leben
Im Jahre 1891 trat er in die Armee des Osmanischen Reiches ein und beendete dort 1903 im Dienstrang eines Hauptmannes sein Studium zum Doktor der Medizin. 1915 wurde er 2.Oberarzt der zweiten Division, noch im gleichen Jahr wurde er zum Oberarzt der dritten Division befördert. Dann im Jahr 1917 kam seine Bevörderung zum Oberst. Im 1.weltkrieg waren Tüphus und Kolera in der türkischen Arme und Bevölkerung weit verbreitet. Saglams Bemühungen zusammen mit Dr. Tevfik İsmail Gökçe unter einfachsten Bedingungen Impfstoffe herzustellen fanden nicht nur Anerkennung in der Weltwissenschaft sondern halfen mit die Zahl der Todesfälle bedeutend zurrückgehen zu lassen. Später im Jahr 1959 sollten seine Erinnerungen an die Zeit in der 3.Division als Buch veröffentlicht werden. Nach der Kriegsniederlage 1918 lehrte er an der Medizinischen Militär Fakultät. 1919 in Samsun schloss er sich nach Einladung den Männern um Atatürk an. 1921 arbeitete er in Ankara im Gesundheits-Direktorat des Verteidigungsministeriums. 1923 nahm er die Stelle des Klinikschefs des Krankenhauses für Innere Krankheiten in Izmir an. Im gleichen Jahr wurde er Proffesor und Oberarzt des Gülhane Universitätskrankenhauses. 1927 wurde er noch einmal vom Verteidigungsministerium, mit Beförderung zum General und Medizinischem Direktor einberufen. Dr. Tevfik Saglam wurde dann im Jahr 1929 zum ersten Präsidenten der Ärztekammer Istanbuls gewählt. Bis zum Jahr 1933 war er zusätzlich Mitglied des Istanbuler Landtages. Nach der Universitätsreform 1933 wurde er Dekan der Universität von Istanbul. 1934 wurde er nach Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Gesuntheitsministers enlassen. 1936 wurde er ins Beratergremium des Gesuntheitsministeriums gewählt. 1939 wurde er Klinikschef des 3. Krankenhauses für innere Krankheiten und bekam seine Profesur wieder zurück und war von 1943-1946 Direktor der Universität von Istanbul. Die Aufgaben seiner Professur nahm er bis zu seiner Pensionierung am 27.05.1952 wahr. Seine Arbeiten zur Leber Biopsie und zu den Leberenzymen fand auch ausserhalb der Türkei Beachtung in der Medizin. Er wird auch zu den Architekten der Gesetzgebung zur Universitätsunabhängikeit betrachtet. Mit der finanziellen Hilfe seiner Frau Naile Sağlam gründete er ein nach ihr benantes Tuberkolose Institut. Ausserdem gründete er den Verein zur Bekämpfung der Tuberkolose.Offizielle Webseite des Vereins zur Bekämpfung der Tuberkulose: Türkiye Ulusal Verem Savaşı Dernekleri Federasyonu (türkisch). Nach seinem Tod vermachte er das von seiner Frau Naile Sağlam geborene Merter ereerbte Vermögen dem Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose. Unter der Nachlassenschaft waren ausgedehnte Ländereien und auch die Ziegelfabrik Haznedar Tugla in Istanbul Merter.Hurriyet Ekonomi: Artikel in der türkischen Tageszeitung Hürriyet am 14.01.2001 (türkisch).
Carl Christian Giegler
geboren 1844 | geschichte (sudan) | gestorben 1921 | kolonialismus | mann | paschaCarl Christian Giegler war ursprünglich Telegrapheningenieur. Er war im ägyptisch besetzten Sudan für das Post- und Fernmeldewesen zuständig. 1881 brach im der Mahdiaufstand aus. Der Mahdi hatte in den Nuba-Bergen am 9. Dezember 1881 seinen zweiten Sieg errungen. Daraufhin wurde der Generalgouverneur des Sudan Rauf Pascha abberufen. Man warf ihm vor die Gefahr des Mahdiaufstandes unterschätzt zu haben. Neuer Gouverneur wurde Giegler Pascha. Dieser entsandte im Juni 1882 eine Streitmacht von 6.000 Mann unter dem Kommando von Jusuf el-Schallali Pascha in die Nuba-Berge. Am 6. Juni wurde auch diese Streitmacht zerschlagen. Carl Christian Giegler wurde schon im Mai 1882 durch den Ägypter El-Kader Pascha ersetzt.

