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Die Wikipedia Einträge des Tages

osmane

Mahmud Şevket Pascha

großwesir | mann | osmane | pascha


Mahmud Şevket Pascha (* 1856 in Bagdad, † 11. Juni 1913 in Konstantinopel (heute Istanbul)) war ein osmanischer Militär und Politiker, der eine bedeutende Rolle bei der Absetzung Sultan Abdülhamits II. spielte. Vom 23. Januar bis zum 11. Juni 1913 war er Großwesir des Osmanischen Reiches.

1910 wurde Şevket Pascha Kriegsminister im Kabinett des Großwesirs İbrahim Hakkı Pascha und „Generalinspekteur“ der ersten drei Armeen des Reiches, nachdem er an der Spitze der so genannten InterventionsarmeeKlaus Kreiser / Christoph K. Neumann: Kleine Geschichte der Türkei, Reclam: Stuttgart 2003, Linzenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung: Bonn 2005, S. 360 (Hareket Ordusu) einen Putschversuch religiöser und konservativer Kräfte gegen die neue jungtürkische Führung vereitelt und damit die Absetzung Sultan Abdülhamits II. herbeigeführt hatte. In dieser Position war er in der Folgezeit „die stärkste Stütze des Regimes“Kreiser/Neumann, S.360 der Jungtürken. Als am 23. Januar 1913 die Jungtürken einen erfolgreichen Putsch gegen die kurzfristig wieder an die Macht gelangten Konservativen durchführten und den Rücktritt des Großwesirs Mehmed Kamil Pascha erzwangen, wurde Şevket Pascha dessen Nachfolger, fiel aber noch im selben Jahr einem Attentat zum Opfer.

Karekin Deveciyan

armenier | biologe | geboren 1868 | gestorben 1964 | mann | osmane | zoologe


Karekin Deveciyan (*1868 oder 1867 in Harput, Osmanisches Reich; † 8. Januar 1964 in Istanbul, Türkei), Türkei-Armenier, in verschiedenen Funktionen von 1910 - 1927 im Istanbuler Direktorium für Fischereiwesen des Osmanischen Reiches und der Türkei tätig, schrieb das erste wissenschaftliche Werk der Türkei über Fische und Fischerei in der Türkei.

Nach dem Besuch der französischen Schule in Harput absolvierte er die Istanbuler (armenisch-) Katholische Lusavoritschean Schule. 1891 begann er in diversen Funktionen die Beamtenlaufbahn in der Verwaltung der osmanischen Auslandschulden (Düyun-u Umumiye). Von 1910 an arbeitete er in der zentralen Istanbuler Fischereiverwaltung. Er gab Wörterbücher über Fachtermini der Fischerei heraus. 1917 wurde er Hauptinspekteur für Fischerei, 1922 Hauptkontrolleur des Fischereiwesens. Am 31. März 1927 verliess er nach 36 Jahren Beamtenlaufbahn die staatliche Institution der Düyun-u Umumiye.

Sinan Pascha (Admiral)

gestorben 1553 | mann | militärperson (osmanisches reich) | osmane | pascha | türke | wesir


:Anmerkung: Es gab mehrere prominente Staatsmänner und Offiziere mit Namen Sinan in der Geschichte des Osmanischen Reiches.

Großadmiral Sinan Pascha, (türkisch: Kaptan-ı Derya Sinan Paşa; mit vollem Namen Sinanüddin Yusuf Paşa) war, als Vorgänger von Piale Pascha, Großadmiral (Kaptan-ı Derya) der osmanischen Marine von 1550 bis Ende 1553, während der Regierungszeit von Sultan Süleyman dem Prächtigen. Er war ein Bruder von Großwesir Rüstem Pascha, der wiederum mit einer Tochter Süleymans, Sultana Mihrimah, verheiratet war.

Dr. Tevfik Saglam Pascha

geboren 1882 | gestorben 1963 | mann | mediziner | osmane | pascha | türke


Dr. Tevfik Saglam Pascha

Dr. Tevfik Saglam Pascha ( egentlich Ali Tevfik Salim 1882 in Istanbul gebohren †1963 in Istanbul) war ein Philanthropischer türkischer General und der erste Präsident der Ärztekammer Istanbuls.

Leben

Im Jahre 1891 trat er in die Armee des Osmanischen Reiches ein und beendete dort 1903 im Dienstrang eines Hauptmannes sein Studium zum Doktor der Medizin. 1915 wurde er 2.Oberarzt der zweiten Division, noch im gleichen Jahr wurde er zum Oberarzt der dritten Division befördert. Dann im Jahr 1917 kam seine Bevörderung zum Oberst. Im 1.weltkrieg waren Tüphus und Kolera in der türkischen Arme und Bevölkerung weit verbreitet. Saglams Bemühungen zusammen mit Dr. Tevfik İsmail Gökçe unter einfachsten Bedingungen Impfstoffe herzustellen fanden nicht nur Anerkennung in der Weltwissenschaft sondern halfen mit die Zahl der Todesfälle bedeutend zurrückgehen zu lassen. Später im Jahr 1959 sollten seine Erinnerungen an die Zeit in der 3.Division als Buch veröffentlicht werden. Nach der Kriegsniederlage 1918 lehrte er an der Medizinischen Militär Fakultät. 1919 in Samsun schloss er sich nach Einladung den Männern um Atatürk an. 1921 arbeitete er in Ankara im Gesundheits-Direktorat des Verteidigungsministeriums. 1923 nahm er die Stelle des Klinikschefs des Krankenhauses für Innere Krankheiten in Izmir an. Im gleichen Jahr wurde er Proffesor und Oberarzt des Gülhane Universitätskrankenhauses. 1927 wurde er noch einmal vom Verteidigungsministerium, mit Beförderung zum General und Medizinischem Direktor einberufen. Dr. Tevfik Saglam wurde dann im Jahr 1929 zum ersten Präsidenten der Ärztekammer Istanbuls gewählt. Bis zum Jahr 1933 war er zusätzlich Mitglied des Istanbuler Landtages. Nach der Universitätsreform 1933 wurde er Dekan der Universität von Istanbul. 1934 wurde er nach Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Gesuntheitsministers enlassen. 1936 wurde er ins Beratergremium des Gesuntheitsministeriums gewählt. 1939 wurde er Klinikschef des 3. Krankenhauses für innere Krankheiten und bekam seine Profesur wieder zurück und war von 1943-1946 Direktor der Universität von Istanbul. Die Aufgaben seiner Professur nahm er bis zu seiner Pensionierung am 27.05.1952 wahr. Seine Arbeiten zur Leber Biopsie und zu den Leberenzymen fand auch ausserhalb der Türkei Beachtung in der Medizin. Er wird auch zu den Architekten der Gesetzgebung zur Universitätsunabhängikeit betrachtet. Mit der finanziellen Hilfe seiner Frau Naile Sağlam gründete er ein nach ihr benantes Tuberkolose Institut. Ausserdem gründete er den Verein zur Bekämpfung der Tuberkolose.Offizielle Webseite des Vereins zur Bekämpfung der Tuberkulose: Türkiye Ulusal Verem Savaşı Dernekleri Federasyonu (türkisch). Nach seinem Tod vermachte er das von seiner Frau Naile Sağlam geborene Merter ereerbte Vermögen dem Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose. Unter der Nachlassenschaft waren ausgedehnte Ländereien und auch die Ziegelfabrik Haznedar Tugla in Istanbul Merter.Hurriyet Ekonomi: Artikel in der türkischen Tageszeitung Hürriyet am 14.01.2001 (türkisch).

Piale Pascha

mann | osmane


Piale Pasha (türkish: Piyale Paşa) (etwa 1515-1578), war ein osmanischer Admiral und Wesir.

Nach Ausbildung an der kaiserliche Akademie in Enderun erhielt Piale den Rang Kapıcıbaşı und wurde zum Provinzgouverneur (Sandschak Bey) von Gallipoli ernannt.

Kilic Ali Pascha

mann | osmane


Kilic Ali Pascha, auch bekannt als Uludsch Ali (türkish: Uluç Ali Pasha) war ein muslemischer Korsar und osmanischer Admiral im 16. Jahrhundert.

Er war in Italien als Giovanni Dionigi geboren und aufgewachsen, wurde aber von muslemischen Korsaren unter [Hayreddin Barbarossa]] gefangen genommen und als Sklave zum Dienst auf Galeeren gezwungen. Er konvertierte nach einiger Zeit zum Islam und schloss sich den Korsaren an, wie vor und nach ihm viele andere christliche Galeerensklaven auch. Auf Grund seiner Tüchtigkeit stieg er schnell auf und wurde sogar Herrscher von Algier.

Ali Pascha (Admiral)

mann | osmane


Ali Pascha (türkisch: "Kaptan-ı Derya Ali Paşa") war Oberbefehlshaber der osmanischen Flotte, die in der Seeschlacht von Lepanto 1571 entscheidend von einer Flotte christlicher Staaten besiegt wurde. Sein Flaggschiff wurde während der Schlacht geentert, und er wurde trotz des Befehls, ihn lebend gefangen zu nehmen, geköpft. Sein Kopf wurde auf einer Lanze zur Schau gestellt, was die Moral in der türkischen Flotte erheblich minderte und damit wohl auch zur Niederlage der osmanischen Flotte beitrug.

en:Ali Pacha

Lütfi

armenier | autor | geboren 1833 | gestorben 1898 | literatur (türkisch) | lyrik | mann | osmane


Lütfi (geboren als Hovhannes Balıkçıyan 1833 in Kaisareia - † 1898 in Kairo), war ein armenischer Lyriker und Journalist, der in türkischer Sprache schrieb. Seine Werke wurden allesamt in armenischer Schrift und türkischer Sprache gedruckt.

Er arbeitete am Handelsgericht von Kaisareia. Er liess sich in Konstantinopel nieder und war dort als Anwalt tätig. Von 1882 – 1885 gab er die illustrierte Wochenzeitschrift Felek (d.h. Weltall) in türkischer Sprache und armenischer Schrift heraus. In Kairo gab er die Zeitung Majak“ heraus.

Yeğyazar Kalfa

architekt | armenier | baumeister | geboren | gestorben | osmane


Yeğyazar Kalfa war ein armenischer Architekt, der im Auftrag von Sultan Mehmet I. (Çelebi Mehmed) zwischen 1414-1424 die grüne Moschee und das grüne Mausoleum von Brussa (heute:Bursa) erbaut hat.

Quellen

  • Kevork Pamukciyan: IV. Biyografileriyle Ermeniler, Ermeni Kaynaklarından Tarihe Katkılar, yayına hazırlayan: Osman Köker, Aras Yayıncilik, Istanbul. Ağustos 2003
  • Pars Tuğlacı: Balyan Ailesi. Osmanlı mimarlığında batılılasma dönemi ve Balyan Ailesi, Inkilap ve Aka, Istanbul 1981

Eremya Çelebi Kömürciyan

armenier | autor | geboren 1637 | gestorben 1695 | historiker | lyriker | osmane


Eremya Çelebi Kömürciyan (* 1637 Konstantinopel - † 1695 Konstantinopel) war ein bedeutender armenischer Dichter, Drucker, Historiker und Übersetzer des 17. Jahrhunderts.

Eramias Vater war Pfarrer. Seine beiden jüngeren Brüder wurden ebenfalls zu Pfarrern geweiht. Er heiratete 1657. Seine Kinder, ein Sohn, der Vartabed wurde, und eine Tochter, starben früh. Eremya war für kurze Zeit Sekretär des armenischen Patriarchen von Konstantinopel (späte 1650er bis frühe 1660er Jahre). Neben Griechisch und Latein beherrschte er Türkisch und seine Muttersprache. Er übersetzte auf Verlangen von türkischen Gelehrten Moses von Khorene in die türkische Sprache. Er reiste durch Palästina, Syrien, Kleinasien und Ostarmenien. Er war politisch aktiv.

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