nsdap-mitglied
Curt Wittje
deutscher | geboren 1894 | gestorben 1947 | mann | militärperson (weimarer republik) | nsdap-mitglied | reichstagsabgeordneter | ss-mitgliedLeben
Herkunft und Militärlaufbahn
Wittjes Vater Robert war Geheimer Regierungsrat und von 1903 bis 1919 Oberbürgermeister von Detmold.Der Lebenslauf, soweit nicht anders angegeben, nach den Angaben bei Jens-W. Kleist. Zur dortigen Angabe, Wittjes Vater sei Oberbürgermeister von Wandsbek gewesen, siehe: Bürgermeister von Wandsbeck und Stadt Detmold: Bürgermeister Im dortigen Leopoldinum bestand Curt Wittje im Februar 1913 das Abitur. Er trat als Fahnenjunker in ein Magdeburger Artillerieregiment ein und erhielt im Juni 1914 sein Offizierspatent als Leutnant. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Batterieoffizier teil, wurde als Generalstabsoffizier ausgebildet und im September 1917 zum Oberleutnant befördert. Kurz vor Kriegsende schwer verwundet, geriet er im November 1919 in belgische Gefangenschaft, aus der er im März 1919 nach Deutschland fliehen konnte. Wittje wurde in die stark verkleinerte Reichswehr der Weimarer Republik übernommen. Ab Oktober 1920 diente er als Regimentsadjutant in Allenstein; im Juni 1925 wurde er zum Hauptmann befördert. 1922 heiratete er Irene Skowronski. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.Curt Rothenberger
deutscher | geboren 1896 | gestorben 1959 | mann | nsdap-mitglied | senator (hamburg)Leben bis 1933
Rothnbergers wächst die ersten Jahre seines Lebens in Cuxhafen auf, wo sein Vater hamburgischer Zollbeamter ist. 1901 zieht die Familie nach Hamburg. Ab 1905 besucht Rothenberger dort das Wilhelm-Gymnasium, das er August 1914 mit dem Abitur abschließt. Da seinem Wunsche an dem gerade begonnenen Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger teilzunehmen nicht umgehend entsprochen wird, fängt Rothenberger an Rechtswissenschaften in Berlin zu studieren. Im Sommer 1915 erhielt Rothenberger, obwohl er im April 1915 nach Kiel gewechselt war, seine Einberufungsbefehl. Er nahm als Feldartillerist an der Westfront am Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 teil. Nach dem Krieg kehrt Rothenberger nach Hamburg zurück, um sich an der neu errichteten Hamburger Universität in Kurs extra für Kriegsteilnehmer einzuschreiben. Nach nur 5 Semestern erlangt Rothenberger im März 1920 das 1. Staatsexamen, da für Kriegsteilnehmer besondere Regelungen gelten. Nach einem verkürzten Refrendariat, einer Doktorarbeit und einem sehr gut bestandenden 2. Staatsexamen, wird Rothenberger im Juni 1922 Hilfsrichter beim Amtsgericht. Nebenberuflich arbeitet er als Repetitor.Hugo Wittrock
bürgermeister | deutsch-balte | geboren 1873 | gestorben 1958 | mann | nsdap-mitgliedWittstock war ein Jugendfreund des Nationalsozialisten Alfred Rosenberg und wurde, obwohl schon pensioniert in Königsberg i. Pr. lebend, nach dem Einmarsch der Wehrmacht in das Baltikum reaktiviert als von 1941-44 kommissarischer Oberbürgermeister von Riga. Als solcher unterstand er dem Generalkommissar (für Lettland) im Reichskommissariat Ostland Otto-Heinrich Drechsler. Seine Erinnerungen wurden posthum veröffentlicht.
Erich Hermann Bauer
deutscher | geboren 1900 | gestorben 1980 | kriegsverbrecher | mann | nsdap-mitglied | polizist im nationalsozialismus | sa-mitglied | ss-mitglied | täter des holocaustBauer wurde 1900 als Sohn eines Tapezierers und Dekorateurs in Berlin geboren. Nach der Volksschule begann er eine Ausbildung als Dreher. Seine Gesellenprüfung legte er jedoch nicht ab, da er inzwischen zum Kriegsdienst eingezogen worden war. Bis September 1918 kämpfte er als Soldat in Frankreich und geriet dann in französische Gefangenschaft, aus der er Anfang 1920 entlassen wurde. Danach war er zunächst als ungelernter Arbeiter tätig. Nach einer entsprechenden Ausbildung arbeitete er ab 1923 als Kraftfahrer. Ab 1933 war er als Strassenbahnschaffner bei den Berliner Verkehrsbetrieben angestellt. Im gleichen Jahr trat er der SA bei und hatte dort den Rang eines Scharführers inne. Wenig später wurde er in die NSDAP aufgenommen.
Erwin Albrecht
cdu-mitglied | geboren 1900 | landtagsabgeordneter (saarland) | mann | nsdap-mitglied | richter (landgericht)Leben
Albrecht, dessen Familie seit dem frühen 19. Jahrhundert an der Saar ansässig war, absolvierte eine kaufmännische Lehre und war bis 1925 Angestellter in der Instudrie und im Bankwesen. Daneben bereitete er sich auf seine Reifeprüfung vor, die er 1924 in Saarbrücken als Externer ablegte. In den Jahren 1926 bis 1929 war er beim Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband in Berlin und Hamburg tätig. Nebenbei besuchte er rechts- und zeitungswissenschaftliche Abendvorlesungen und nahm 1929 schließlich ein Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft in Marburg auf. Sein erstes Staatsexamen legte er 1931 ab. Im folgenden Jahren promovierte über das Recht der Revolution und begann seinen juristischen Vorbereitsdienst, den er 1936 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss.Hans Münch (KZ Arzt)
deutscher | geboren 1911 | gestorben 2001 | kz-personal | mann | mitglied der waffen-ss | nsdap-mitglied | ss-arzt | ss-mitgliedHans Wilhelm Münch begann nach dem Gymnasium mit dem Medizinstudium, er studierte an den Universitäten Tübingen und München. 1934 trat er dem NS-Studentenbund, dem NS-Kraftfahrer-Korps und 1937 der NSDAP bei. 1939 promovierte er und heiratete eine Ärztin. Mit Kriegsbeginn übernahm er in bayerischen Landarztpraxen die Vertretung eingezogener Ärzte. 1943 trat er der Waffen-SS bei und wurde an das Hygiene-Institut der Waffen-SS Rajsko versetzt, im Konzentrationslager Auschwitz. FU Berlin: SS-Mediziner in Auschwitz. Berlin 2005 (pdf-Datei) Er war dort Kollege des gleichaltrigen Dr. Mengele. Ein Jahr später beförderte ihn die SS zum SS-Untersturmführer. Im Januar 1945 evakuierte die SS Auschwitz, Hans Münch arbeitete von nun an im KZ Dachau.
Friedrich Karl Horn
deutscher | geboren 1898 | mann | nsdap-mitglied | politiker im nationalsozialismus | reichstagsabgeordneter | sa-mitgliedLeben
Nach dem Besuch der Volksschulen in Großschirma, Nossen und Eibenstock sowie der Kunstschule für Textilindustrie wurde er selbständiger Musterzeichner in letztgeannten Stadt, danach in Aue (Sachsen). 1929 wurde er Stadtverordneter in Eibenstock und Bezirkstagsverordneter. 1930 wurde er für die NSDAP in den Reichstag gewählt. 1933 vertrat er die NSDAP im Sächsischen Landtag, gleichzeitig wurde er Führer der Standarte 105, 1935 übernahm er die Standarte 139. In der 9. bis 11. Wahlperiode hatte er erneut ein Reichstagsmandat seiner Partei. Ferner war er zum SA-Obergruppenführer und Abteilungschef im Gerichts- und Rechtsamt der Obersten SA-Führung in München aufgestiegen.Herbert Ender
deutscher | geboren 1901 | mann | nsdap-mitglied | politiker im nationalsozialismus | reichstagsabgeordneterLeben
Nach dem Besuch der Volks- und Spielwarenfachschule wurde Ender 1922 Fabrikant in Borstendorf. 1925 trat er in die NSDAP ein und vertrat von der 6. bis 8. Wahlperiode die NSDAP im Deutschen Reichstag. Er war im Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau) 1932 in den Reichstag gewählt worden. Ferner wal er ehrenamtlicher NSDAP-Kreisleiter im Kreis Flöha.Karl Fritsch
innenminister (deutschland) | nsdap-mitglied | ss-mitgliedLeben
Sein Volkswirtschaftsstudium schloss er mit einer Promotion zum Doktor der Staatswissenschaften an der Universität Erlangen. Er war Mitglied des Corps Baruthia. 1919 trat er in das Freikorps für den Grenzschutz Ost unter Franz Ritter von Epp ein und 1920 in den Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund. Bereits 1921 wurde er Mitglied der NSDAP und im darauffolgenden Jahr gründete er die NSDAP-Ortsgruppe in seiner Heimatstadt und wurde gleichzeitig der Zeitschrift Der Streiter, später gab er die Zeitung Die völkische Presse heraus.Georg Wolff (Kriegsverbrecher)
deutscher | geboren 1914 | nsdap-mitglied | ss-mitglied | wolff, georgLiteratur
- Lutz Hachmeister: Ein deutsches Nachrichtenmagazin. Der frühe „Spiegel“ und sein NS-Personal. In: Ders./Friedemann Siering (Hrsg.): Die Herren Journalisten. Die Elite der deutschen Presse nach 1945. S. 87-120. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47597-3
- Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0
- Otto Köhler: Rudolf Augstein. Ein Leben für Deutschland. Droemer, München 2002, ISBN 3-426-27253-9

