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Die Wikipedia Einträge des Tages

ns-opfer

Leo Lippmann

deutscher | geboren 1881 | gestorben 1943 | mann | ns-opfer | person (hamburg)


Dr. Leo Lippmann (* 26. Mai 1881 in Hamburg; † 11. Juni 1943 ebd.) war ein einflussreicher Hamburger Jurist und Staatsrat in der Finanzbehörde, der sich während der Zeit der Weimarer Republik große Verdienste um die Hamburger Finanzen erwarb. Da Lippmann jüdischer Herkunft war, wurde er 1933 aus dem Staatsdienst entlassen. Seit 1935 im Vorstand der jüdischen Gemeinde tätig, nahm er sich 1943 zusammen mit seiner Frau Anna Josephine am Vorabend seiner Deportation in das KZ Theresienstadt das Leben. alle Daten aus Lippmann: Mein Leben

Leben

Lippmann stammte aus einem wohlhabenden Elternhaus und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Hamburg. Er ging auf das Johanneum, welches er 1899 erfolgreich mit Abitur abschloss. Im selben Jahr immatrikulierte er sich in München für Rechtswissenschaften. Nach Stationen in Berlin und Kiel schloss er sein Studium erfolgreich in Jena ab. Von 1903 bis 1906 folgte die Refrendariatszeit in Hamburg. Am 10. Oktober 1906 wurde Lippmann auf besonderen Wunsch von Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg in einem neu eingerichtete Referat in der Finanzdeputation eingestellt. Lippmann war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor allem für Enteignungen von Grundstücken für den Bau der U-Bahn zuständig.

Leo Lippmann

deutscher | geboren 1881 | gestorben 1943 | mann | ns-opfer | person (hamburg)


Dr. Leo Lippmann (* 26. Mai 1881 in Hamburg; † 11. Juni 1943 ebd.) war ein einflussreicher Hamburger Jurist und Staatsrat in der Finanzbehörde, der sich während der Zeit der Weimarer Republik große Verdienste um die Hamburger Finanzen erwarb. Da Lippmann jüdischer Herkunft war, wurde er 1933 aus dem Staatsdienst entlassen. Seit 1935 im Vorstand der jüdischen Gemeinde tätig, nahm er sich 1943 zusammen mit seiner Frau Anna Josephine am Vorabend seiner Deportation in das KZ Theresienstadt das Leben. alle Daten aus Lippmann: Mein Leben

Leben

Lippmann stammte aus einem wohlhabenden Elternhaus und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Hamburg. Er ging auf das Johanneum, welches er 1899 erfolgreich mit Abitur abschloss. Im selben Jahr immatrikulierte er sich in München für Rechtswissenschaften. Nach Stationen in Berlin und Kiel schloss er sein Studium erfolgreich in Jena ab. Von 1903 bis 1906 folgte die Refrendariatszeit in Hamburg. Am 10. Oktober 1906 wurde Lippmann auf besonderen Wunsch von Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg in einem neu eingerichtete Referat in der Finanzdeputation eingestellt. Lippmann war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor allem für Enteignungen von Grundstücken für den Bau der U-Bahn zuständig.

Violette Szabo

franzose | frau | geboren 1921 | gestorben 1945 | ns-opfer | résistance | spion


Violette Reine Elizabeth Bushell Szabo (* 26. Juni 1921 in Paris; † 5. Februar 1945 im KZ Ravensbrück) war eine französische Agentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.

Leben

Violette Bushell wurde 1921 in Paris als Tochter einer Französin und eines englischen Taxifahrers geboren. Schon in jungen Jahren war sie sehr sportlich und übertraf ihre drei Brüder in kleineren Wettkämpfen. Kurz nach ihrer Geburt zog die Familie nach London. Mit 14 Jahren tratt sie aus der Schule aus und arbeitete einige Jahre als Friseurin und Verkäuferin. 1940 lernte Violette Bushell den Captain der Fremdenlegion, Ettiene Szabo, einen französischen Offizier ungarische Abstammung kennen und heiratete ihn einige wenige Wochen später. Sie trat draufhin der ATS, der Frauenabteilung der Britischen Armee bei.

Willy Borngässer

autor | deutscher | evangelischer geistlicher (20. jahrhundert) | geboren 1905 | gestorben 1965 | mann | ns-opfer | person (wiesbaden)


Willy Borngässer (* 19. Juni 1905; † 21. Oktober 1965) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Kommunalpolitiker.

Borngässer war von 1934 bis zu seinem Tod Pfarrer der Wiesbadener Marktkirche. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er zudem als Gefängnisgeistlicher tätig. Wegen seiner politischen Überzeugung wurde er zweimal verhaftet und saß von 1943 bis 1945 im Zuchthaus.

Max Ulrich Graf von Drechsel

20. juli 1944 | deutscher | geboren 1911 | gestorben 1944 | mann | militärperson im nationalsozialismus, heer | ns-opfer


Max Ulrich Graf von Drechsel (* 3. Oktober 1911 in Karlstein; † 4. September 1944, hingerichtet in Berlin- Plötzensee) war Berufsoffizier und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944.

Max Ulrich Graf von Drechsel studierte Rechtswissenschaften und arbeitete anschließend als Rechtsrefendar am Amtsgericht Regenstauf. Aufgrund der zunehmenden Beeinflussung des Justizwesens durch die Nationalsozialisten entschloss er sich 1934 für die Laufbahn des Berufsoffiziers.

August Konermann

autor | deutscher | geboren 1881 | gestorben 1950 | herausgeber | literatur (20. jahrhundert) | mann | münsterland | ns-opfer | person (münster) | römisch-katholischer geistlicher (20. jahrhundert) | religiöse literatur | sachliteratur


August Konermann (* 24. Mai 1881 in Recke-Steinbeck; † 15. April 1950 in Münster) war ein deutscher katholischer Pfarrer und Publizist. Als „Arbeiterpriester“ und Diözesanpräses der Katholischen Arbeiter Bewegung (KAB) des Bistums Münster ist er weit über dessen Grenzen hinaus bekannt geworden. Papst Pius XII. ernannte ihn 1943 zum Prälaten.

Leben und Wirken

August Konermann kam am 24. Mai 1881 auf einem Bauernhof in dem kleinen Dorf Steinbeck zur Welt, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Nach dem Studium der Theologie in Münster empfing er am 25. Mai 1907 im St.-Paulus-Dom zu Münster die Priesterweihe. Konermann wirkte dann zwei Jahre lang Rektor der Landwirtschaftlichen Winterschule in Ascheberg, vier Jahre lang als Vikar an der Ägidiikirche in Münster und anschließend acht Jahre lang als Kaplan an St. Marien in Ahlen, wo er auch Präses des größten KAB-Vereins war. Mit der dogmengeschichtlichen Studie Die Lehre von der Entstehung der Menschenseelen in der christlichen Literatur bis zum Konzil von Nizäa wurde er 1915 in Münster zum Doktor der Theologie promoviert.

Bernhard Burgstaller

abt | Österreicher | ns-opfer


Bernhard Burgstaller, auch Petrus Burgstaller (* 14. Februar 1886 in Eidenberg, † 1. November 1941 in Anrath bei Krefeld) war Zisterzienser und wurde 1938 Abt des Stifts Wilhering. Er starb 1941 in nationalsozialistischer Haft.

Der aus einer Bauernfamilie stammende Burgstaller trat 1905 in die Zisterzienserabtei Wilhering ein. Er wurde 1910 zum Priester geweiht, 1915 promovierte er zum Doktor der Philosophie und unterrichtete bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten im September 1938 am Stiftsgymnasium Wilhering Latein und Griechisch. Im November 1938 wurde er zum Abt des Stiftes Wilhering gewählt. Als solcher versuchte er, sich der Drangsalierung seiner Abtei durch die Nationalsozialisten zu erwehren. Nach der Entdeckung einer Widerstandsgruppe, der auch Zisterzienser aus Wilhering angehörten, wurde er am 12. November 1940 in Wien verhaftet und später in ein Gefängnis in Anrath bei Krefeld überstellt und dort systematisch ausgehungert. Er starb am 1. November 1941 an Unterernährung. Er war der einzige österreichische Abt, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

Lina Haag

deutsche | dkp-mitglied | frau | geboren 1907 | kpd-mitglied | ns-opfer | widerstand gegen den nationalsozialismus


Lina Haag * 23. Juni 1907 ist eine kommunistische Widerstandskämpferin während des Dritten Reiches.

Lebenslauf

1907 - 1932

1933 - 1945

Lina Haag wurde jahrelang in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern festgehalten und gepeinigt. Lina Haag gab der zum Tode verurteilten Liselotte Herrmann 8 Schmerztabletten, die sie sich selber aufgespart hatte, an Lilo weiter. Nach ihrer Freilassung schaffte sie es, zu Heinrich Himmler vorzudringen, dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, und dort für die Freilassung ihres Mannes, den Journalisten Alfred Haag (1904 - 1982), zu kämpfen. Alfred Haag wurde 1930 als jüngster KPD-Abgeordneter in den Stuttgarter Landtag gewählt und wurde nach der Machtübergabe an Hitler zuerst in das KZ Oberer Kuhberg, dann in das KZ Dachau und schließlich in das KZ Mauthausen verschleppt. Lina Haag hatte Erfolg -jedoch wurde ihr Mann an die Ostfront geschickt und kehrte erst 1948 aus einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager zurück.

Bogdan Suchowiak

autor | deutscher | literatur (20. jahrhundert) | literatur (deutsch) | mann | ns-opfer


Bogdan Suchowiak (), Überlebender des KZ Neuengamme und der Bombardierung der Cap Arkona.

Lebenslauf

Suchowiak kämpfte im Septemberkrieg 1939. Er bekleidete den Offiziersrang im fünften Leichtartillerierregement. Er wurde am 22. September festgenommen und in Kriegsgefangenschaft genommen. Suchowiak versuchte zwei mal aus der Gefangenschaft zu fliehen, schaffte es aber erst beim dritten mal. Am 10. Oktober 1939 gelang ihm die flucht nach Posen. Die Gestapo nahm ihn am 7. August 1940 gefangen und brachte Suchowiak ins Fort 7 von Posen. Am 16. August wurde Suchowiak ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Er wurde am 11. Dezember 1940 ins KZ Neuengamme überstellt. Suchowiak erhielt die Häftlingsnummer 3524.

Greta Kuckhoff

berlin | deutscher | frau | geboren 1902 | gestorben 1981 | ns-opfer | rote kapelle | soziologe


Greta Kuckhoff, (Margareta [Greta] Lorke *14.12.1902 Frankfurt/Oder, †11.11.1981 Berlin-Ost), war eine deutsche Widerstandskämpferin.

Leben

Werdegang

Die in Frankfurt/Oder als Tochter eines Musikinstrumentenmachers geborene Greta Lorke legte 1924 das Lehrerinnenexamen ab und studierte anschließend in Berlin und Würzburg Volkswirtschaft und Soziologie (Abschluss: Dipl.rer.pol.). Nach längeren Auslandsaufenthalten setzte sie zwischen 1927 und 1929 ihr Soziologiestudium an der Universität Wisconsin/USA fort und arbeitete nach der Rückkehr als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Berlin, es folgte freiberufliche Tätigkeit als Übersetzerin und Lehrerin für englisches und amerikanisches Wirtschaftsrecht, zugleich Mitarbeit an der Enzyklopädie "Wirtschaftsgeographie". Nachdem sie Anfang der dreißiger Jahre unter anderem als wissenschaftliche Sekretärin bei Karl Mannheim am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main tätig gewesen war, arbeitete sie bis 1942 als freiberufliche Übersetzerin. Greta Lorke lebte ab 1935 mit Adam Kuckhoff zusammen, den sie 1937 heiratete. Ein Jahr später wurde ihr Sohn Ule geboren.

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