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Die Wikipedia Einträge des Tages

mittelalter (literatur)

Annalen von Tigernach

chronik (literatur) | historisches dokument | irische geschichte | literarisches werk | mittelalter (literatur)


Die Annalen von Tigernach (englisch: Annals of Tigernach) gehören zu den bedeutendsten mittelalterlichen Chroniken Irlands. Sie sind weitgehend in irischer Sprache verfasst mit einigen lateinischen Einträgen. Die Chronik umfasst die Zeiträume von 807 v. Chr. bis 360 (als Kopie der Chroniken von Eusebius von Caesarea) und von 489 bis 1178 mit Lücken zwischen 767 und 973 sowie zwischen 1004 und 1017.

Der Name der Annalen ergibt sich aus einer Notiz beim Jahr 1088: Tigernach schrieb bis hierhin, bevor er verstarb. Es wird vermutet, dass Tigernach ein Mönch des Klosters Clonmacnoise gewesen ist.

Le Livre de la Cité des Dames

literarisches werk | literatur (15. jahrhundert) | literatur (französisch) | mittelalter (literatur)


Abbildung aus dem Das Buch von der Stadt der Frauen Le Livre de la Cité des Dames (Das Buch von der Stadt der Frauen) ist ein Werk der mittelalterlichen Schriftstellerin Christine de Pizan, das um 1405 erschien. Es kann als eines der ersten feministischen Werke überhaupt bezeichnet werden.

Das Werk wurde nach Angaben von Christine de Pizan geschrieben, nachdem sie das Buch Lamentationes Matheoli des geistlichen und frauenfeindlichen Matthaeus aus Boulogne-sur-Mer gelesen hatte. Christine de Pizan beschreibt darauf ihre Wut und Verzweifelung, worauf ihr drei vornehme Frauen erscheinen. Es sind die Tugend, die Rechtschaffenheit und die Gerechtigkeit. Sie machen ihr Mut und verkünden den Bau einer Stadt der Frauen, die eine Zuflucht gegen die Verleumder und Hasser des weiblichen Geschlechts werde solle.

Baba Taher

autor | geboren im 10. jahrhundert | geboren im 11. jahrhundert | iraner | literatur (persisch) | mittelalter (literatur)


Grabmal des Baba Taher in seiner Heimatstadt Hamadan (Iran) Baba Taher, auch Baba Tahir bzw. Oryan genannt, ( Pers. باباطاهر) war ein persischer Dichter des 11. Jahrhunderts.

Baba Taher, der in Hamadan aufwuchs, ist einer der ersten bedeutenden Schriftsteller in der Persischen Literatur.

Er starb vermutlich im Jahr 1019.

Kategorie:Autor Kategorie:Mittelalter (Literatur) Kategorie:Iraner Kategorie:Literatur (Persisch) Kategorie:Geboren im 10. Jahrhundert Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert

Codex Gigas

bibelhandschrift | literatur (tschechisch) | mittelalter (literatur)


Der Kodex ist eines der größten Manuskripte der Welt

Der Codex Gigas ist eines der längsten Manuskripte der Welt (daher kommt der Name Gigas, griechichsch für 'riesig'). Er wurde im frühen 13. Jahrhundert geschrieben in dem Benediktinerkloster von Podlažice in Böhmen. Es ist auch unter dem Begriff Teufels Bibels bekannt. Dies ruht von einer berühmten Illustration des Satans her.

Erscheinenung

Der Kodex ist reichlich illustriert Der Kodex ist in einem hölzernen Umschlag gebunden, mit einem Lederbezug und Ornamenten mit Metall. Mit 92 cm Höhe, 50 cm Breite und 22 cm Dicke ist er das größte bekannte mittelalterliche Manuskript. Er besteht aus 320 Seiten Velinpapier, jedoch wurden acht dieser Seiten später entfernt. Es ist nicht bekannt wer oder aus welchen Grund genau die Seiten entfernte, aber es wird vermutet, dass sie die Disziplinarregeln der Benediktiner enthielten. Der Kodex ist fast 75 kg schwer.

Gero-Codex

bibel | bibelhandschrift | buchmalerei | handschrift | literarisches werk | literatur (10. jahrhundert) | literatur (latein) | mittelalter (literatur) | religiöse literatur | weltdokumentenerbe


Initiale S aus dem Gero-Codex Der Gero-Codex ist die älteste der mittelalterlichen Handschriften, die dem Skriptorium des Klosters Reichenau zugeschrieben werden. Sie wurde um das Jahr 969 von dem Mönch Anno für den späteren Kölner Erzbischof Gero angefertigt.

Die Handschrift besteht aus 176 Pergamentseiten, die 298 Lesungen für das Kirchenjahr enthalten.Stadt Arnsberg: Pressemitteilung. https://www.lwl.org/pipermail/westfaelische-geschichte/2004-April/000488.html . Die acht ganzseitigen Miniaturen machen die Bedeutung der Handschrift aus: die Widmung Annos an den Stifter Gero, dessen Widmung der Handschrift dem Apostel Petrus, die Darstellung der vier Evangelisten, die Darstellung der Maiestas Domini (Die Majestät des Herrn) und der Frauen am Grab Jesu in der Osterinitiale M. Die Evangelistenbilder und die Maiestas Domini haben die Darstellungen des 150 Jahre älteren Lorscher Evangeliars zum VorbildMDR: Insignien der Macht. http://www.mdr.de/geschichte/filme/adelshaeuser/706353-hintergrund-293054.htmlabsatz6. Darüber hinaus enthält der Gero-Codex eine Reihe von Zierseiten mit ornamentgeschmückten Initialen.

Richalm von Schöntal

autor | dämon | deutscher | literatur (13. jh.) | literatur (latein) | mann | mittelalter (literatur) | religiöse literatur | schöntal | zisterzienser


Richalm von Schöntal († 1219) ist ein auch unter dem Namen Richalmus bekannter Zisterzienser. Er starb als Abt des Klosters Schöntal.

Neben dem Dialogus miraculorum (Dialog über die Wunder) des Caesarius von Heisterbach ist sein Liber revelationum, das in einer zensierten Form unter dem Titel Beati Richalmi Abbatis Speciosae Vallis in Franconia Ord. Cister. Revelationes de insidiis & versutiis Daemonum Bernardus Pezius 1721 herausgegeben wurde, eine der weiteren wichtigen Quellen zum Dämonen- bzw. Teufelsglauben des christlichen Mittelalters.

Codex purpureus Rossanensis

buchmalerei | handschrift | mittelalter (literatur) | religiöse literatur


Der Codex purpureus Rossanensis (Purpurkodex von Rossano) ist ein bedeutendes griechisches Evangeliar, das im Diözesanmuseum der kalabrischen Stadt Rossano ausgestellt ist. Seinen Namen verdenkt es der Tatsache, dass die 181 erhaltenen der ursprünglich etwa 400 Pergamentblätter mit Purpur koloriert sind. Der reich bebilderte Text enthält das vollständige Matthäus-Evangelium, einen Teil des Markus-Evangeliums sowie einen Brief des Eusebius von Caesarea. Das Buch wurde vermutlich im 6. Jahrhundert in Syrien geschrieben und im 7. Jahrhundert von Mönchen auf der Flucht vor den Arabern nach Kalabrien gebracht.

Weblinks

Marienklage

mittelalter (literatur) | musikgeschichte | theatergeschichte


Die Marienklage ist seit dem 13. Jahrhundert ein häufiger Bestandteil von Mysterienspielen zunächst in lateinischen Versen, mehr und mehr auch in volkssprachlichen Fassungen. Entweder die Gottesmutter oder Maria Magdalena klagen darin nach der Kreuzabnahme oder während der Kreuzigung über den Verlust Jesu. Marienklagen wurden im jahreszeitlichen Zusammenhang, aber nicht mehr im Rahmen des Gottesdienstes aufgeführt. – "Marienklage" wird mitunter auch das bildnerische Motiv der Pietà genannt.

In doppelter Hinsicht ist die Marienklage etwas Heikles aus mittelalterlicher Sicht:

  • Die christliche Religion stand der in der Antike verbreiteten, vermutlich zu Exzessen führenden Totenklage ablehnend gegenüber, konnte sie jedoch nicht verhindern.
  • Die in der ersten Person Singular verfasste Marienklage erzählt Marias Kummer nicht (Diegesis), sondern erlebt ihn, indem sich die rezitierende oder singende Person in die klagende Maria hineinversetzt (Mimesis). Eine Identifikation mit Personen des Heilsgeschehens widersprach der theaterfeindlichen christlichen Erzählkultur. Sie war aber offenbar ein Bedürfnis im "gotischen" 13. Jahrhundert und konnte von der Kirche nicht mehr verhindert werden.

Dietrich von Hopfgarten

artusepik | autor | deutscher | literatur (15. jh.) | mann | mittelalter (literatur)


Dietrich von Hopfgarten war ein Autor, der in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Thüringen lebte. Sein einziges bekanntes Werk ist ein Versepos aus dem Jahr 1455 aus dem Sagenkreis um König Artus, das 2006 als Handschrift in der Bibliothek des Erfurter Augustinerklosters entdeckt wurde.

Der Text basiert auf einem Versgedicht von Wirnt von Grafenberg, einem fränkischen Autor aus der Zeit rund um 1220, und beschreibt die Geschichte des Ritters Wigelis (auch als Wigalois bekannt), der an den Hof König Artus kommt und dort eine Queste erhält, den Auftrag ein unterjochtes Land zu befreien. Nur die letzten vier Seiten des Werkes sind erhalten, es fehlen vermutlich etwa 10.000 Verse, deren Verbleib unbekannt ist.

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