lutherischer theologe (17. jh.)
Ägidius Hunnius der Jüngere
deutscher | geboren 1594 | gestorben 1642 | hochschullehrer (marburg) | hochschullehrer (wittenberg) | lutherischer theologe (17. jh.) | mannLeben
Als Sohn des Ägidius Hunnius der Ältere geboren, besuchte er zunächst die Schule seiner Heimatstadt. Nachdem sein Vater gestorben war kümmerte sich um ihn sein Bruder Nikolaus Hunnius Dort immatrikulierte er sich an der Universität Wittenberg, wo er nach dem Abschluss eines Studiums an der philosophischen Fakultät, 1614 den akademischen Grad eines Magisters erwirbt und wurde alsbald als Adjunkt an der philosophischen Fakultät.Balthasar Bebel
deutscher | geboren 1632 | gestorben 1686 | hochschullehrer (straßburg) | hochschullehrer (wittenberg) | lutherischer theologe (17. jh.) | mannLeben
Bebel studierte an der Universität Leipzig, wo er sich den akademischen Grad eines Magisters erwarb. Am 20. April 1658 wechselt er an die Universität Wittenberg, wo er am 2. März 1659 Aufnahme als Adjunkt an der philosophischen Fakultät fand. 1661 kehrt er in seine Geburtsstadt zurück wo er Prediger am Straßburger Münster wird und an der Universität Straßburg zunächst Professor der Antiquitäten und nachdem er 1662 zum Doktor der Theologie promovierte, Professor an der theologischen Fakultät. Er schlug viele Angebote zur Besetzung anderer Lehrstellen aus.Paul Röber
autor | deutscher | geboren 1636 | gestorben 1691 | historiker | hochschullehrer (wittenberg) | kirchenliedkomponist | lutherischer theologe (17. jh.) | mannLeben
Nach seiner Geburt wurde Röber den Sitten der Zeit entsprechend ein Tag später getauft. Nach dem er in Schulpforta die Hochschulreife erreicht hatte, immatrikulierte er sich 1605 an der Universität Leipzig, wechselte am 23 Juni 1607 an die Universität Wittenberg wo er bei Martini Philosophie hörte und sich mit der Theologie bei Leonhard Hutter, Wolfgang Franz, Friedrich Balduin und Balthasar Meisner hörte. Nachdem er am 31. März 1612 den akademischen Grad eines Magisters an der philosophischen Fakultät erworben hatte, übernahm er 1614 das Archidiakonat an der St. Marienkirche in Halle (Saale), welches 1617 mit dem Amt eines Hofpredigers des Administrators Christian Wilhelm von Brandenburg von Magdeburg verbunden wurde. Als er 1627 sich den theologischen Doktorgrad erworben hatte, wurde er Nachfolger von Meisner an der theologischen Fakultät der Universität Wittenberg und trat im selben Jahr die Nachfolge von Aegidius Hunnius an der Wittenberger Stadtkirche als Oberpfarrer und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises an.Röber hatte in Wittenberg einen starken Einfluss, der nicht nur als Prediger beliebt war und sondern auch ein Mann mit vielfältigen Begabungen war. Damit erfasste er alle freien Künste mit seinem Geist und hatte alle philosophischen Ehrungen eines Dichters, Musikers, Mathematikers und in gleicher Weise den eines Historikers erreicht. Musik trieb er nicht nur selbst in seinem Hause fleißig, hielt die tägliche Andacht mit den Seinen unter Begleitung einer Handorgel und stimmte auf der Reise gerne aus voller Brust ein geistliches Lied an, sondern ermunterte auch die Studenten, morgens und abends Choräle zu singen. Seine Predigten, in denen Gefühl und Phantasie sich nicht ohne spielenden Redeschmuck und süßliche Wortformen mit emblematischer Themenfassung und Einstreuung von Liederversen offenbaren, verraten seine Verwandtschaft mit der dichterischen Richtung der Zeit. Einige seiner Lieder finden sich in den Gesangbüchern von Coburg aus den Jahren 1649 und 1655.

