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Die Wikipedia Einträge des Tages

literaturgattung

Pitaval

kriminalliteratur | literaturgattung


Ein Pitaval ist eine Sammlung von historischen Strafrechtsfällen. Der Name leitet sich ab von dem französischen Juristen und Autoren François Gayot de Pitaval (*1673, †1743), der zwischen 1734 und 1743 eine zwanzigbändige Sammlung von causes célèbres et intéressantes zusammenstellte. Derartige Fallsammlungen dienten zunächst sowohl als juristische Fachlektüre, als auch als allgemeine Publikumslektüre. Später zielten sie vor allem auf den Publikumsgeschmack ab.

Die Blütezeit dieser Literaturform war das 19. und der Beginn des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit gehörten sogenannte „Pitavalgeschichten“ in jede Bibliothek. In der Nachkriegszeit kam es zwar noch zu Veröffentlichungen derartiger Sammlungen, die frühere Bedeutung konnte jedoch nicht mehr erreicht werden. Stattdessen wurde die Funktion dieser Sammlungen durch Fensehdokumentationen von mehr oder weniger authentischen Kriminalfällen übernommen.

Wiener Couplet

gattungen und formen (musik) | lied | literaturgattung | theater


Das Wiener Couplet (frz. couplet „Zeilenpaar“) ist eine lokale Sonderform des Couplets, die ihren Höhepunkt um etwa 1840 erreichte, aber bis heute nachwirkt. Es besteht aus dem musikalischen Vortrag eines pointierten Gedichts. Das klassische Wiener Couplet ist ein Bestandteil größerer Theateraufführungen, nicht von Kleinkunst. Es ist auf die Interaktion zwischen Darstellern und Publikum angewiesen.

Der bedeutendste Textdichter des Wiener Couplets war Johann Nestroy. Seine Komponisten waren zur Hauptsache Adolf Müller senior und Michael Hebenstreit. Eines der bekanntesten Wiener Couplets ist das Kometenlied aus Lumpazivagabundus (1833).

Feerie

literaturgattung | theater


Die Feerie (auch: Féerie, frz. "Zauberwelt") ist eine Theatergattung, die in den 1870er-Jahren beliebt wurde und auf den Pariser Bühnen bzw. in der englischen Pantomime ihren Ursprung hat.

Der Ausdruck kann sich auf einen märchenhaften Inhalt beziehen (Fee), aber vorderhand ist damit ein Ausstattungsstück gemeint, das historische, exotische oder fantastische Stoffe zum Vorwand nimmt, um großen Aufwand mit Bühnenbild und Kostümen sowie mit einer ausgefeilten Bühnentechnik zu treiben. Oft erscheint die Bezeichnung Feerie in Verbindungen wie féerie-ballet oder opéra-féerie. Die Grenzen zum Ballett, zur Operette, zum Theatermelodram oder zur Revue nach 1900 sind fließend. Die US-amerikanische Entsprechung der Feerie heißt Extravaganza.

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