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Die Wikipedia Einträge des Tages

literatur (spanisch)

Julián Padrón

autor | geboren 1910 | gestorben 1954 | literatur (spanisch) | mann | venezolaner


Julián Padrón (* 8. September 1910 in San Antonio de Maturín, Venezuela; † 2. August 1954 in Caracas, Venezuela) war ein venezolanischer Schriftsteller, Journalist und Rechtsanwalt.

Biografie

Julián Padrón wurde am 8. September 1910 in San Antonio de Maturín, Staat Monagas geboren. Er begann seine Grundschulbildung in privaten Schulen aus Cumaná, Staat Sucre. Später fing er seine Höhere Schulbildung in die Schule Andrés Bello aus Caracas an. 1929 erhielt Padrón sein Philosophie-Abiturzeugnis.

1935 Padrón bekam zwei akademischen Titel: Rechtsanwalt und Doktor in Politik-Wissenschaften. Er erreichte der erster Titel in der Oberster Gerichtshof aus der Bundesdistrikt. Padrón kriegte der zweiter Titel in die Zentrale Universität aus Venezuela. 1944 erhielt er, in diese Universität, seinen Hochschulabschluss in die diplomatischen und konsularischen Karrieren.

Juan Valera

autor | geboren 1824 | gestorben 1905 | literatur (19. jh.) | literatur (spanisch) | mann | roman, epik | spanier


Juan Valera y Alcalá Galiano (1824-1905) Juan Valera y Alcalá Galiano (* 18. Oktober 1824 in Cabra, Córdoba, Spanien, † 18. April 1905 in Madrid) war ein spanischer Schriftsteller, Politiker und Diplomat.

In die gängigen literarischen Epochen seiner Zeit (Realismus, Naturalismus) lässt er sich schwer einordnen; als großer Stilist ist er in dieser Epoche eher eine singuläre Erscheinung.

Leben

Juan Valera stammte aus einer nicht wohlhabenden andalusischen Adelsfamilie aus der Provinz Córdoba; sein Vater war ein liberaler Marineoffizier, bereits im Ruhestand. Er verbringt seine Kindheit in Cabra und dem Nachbardorf Doña Mencía (beide tauchen oft in seinen Werken auf). Von 1837 bis 1840 besucht er in Málaga das Seminario Conciliar, veröffentlicht erste Verse und lernt über seinen Bruder José de Espronceda und andere Romantiker kennen). Ein Jahr studiert er am Colegio del Sacro Monte in Granada, 1842 geht er nach Madrid, wo er wenig studiert, dafür viel schreibt und auch das eine oder andere veröffentlichen kann. Dort hat er eine Liebesaffäre mit der 10 Jahre älteren Dichterin Gertrudis Gómez de Avellaneda, die er auch unter dem Decknamen "Lelia" in seinen Gedichten verewigt. Er besteht seine Prüfungen nicht, muss nach Granada zurück und beendet dort sein Jusstudium; sein Vater bezahlt ihm die Herausgabe eines Lyrikbändchens, Ensayos poéticos. 1846 geht er nach Madrid zurück, wo er Zugang zur adeligen Gesellschaft findet und ein recht angenehmes Salonleben führt; Ángel de Saavedra, Duque de Rivas, verschafft ihm einen Posten als Attaché ohne Bezahlung an der spanischen Botschaft in Neapel, wo der Duque selbst Botschafter ist. Im Folgenden dient Valera als Diplomat in Neapel (1847-49), Lissabon (1849-51), Rio de Janeiro (1851-53), Dresden (1855), Russland (1856), Frankfurt am Main (1865), Lissabon (1881-84), Washington (1884-86), Brüssel (1886-88) und Wien (1893-95). Er beherrscht mehrere Sprachen, ist ein Mann von Welt und sehr gebildet, leidet aber trotzdem immer an finanziellen Problemen. Als Politiker befindet er sich auf Seiten der Moderados (Gemäßigten Partei). 1858 wird er zum Abgeordneten in die Cortes, das spanische Parlament, gewählt, wo er jedoch (wie auch sein Schriftstellerkollege Benito Pérez Galdós) wenig Aktivitäten entfaltet. Später wird er Senator für die Provinz Córdoba und kurze Zeit Subsecretario de Estado (Staatssekretär, während der so genannten Revolución Gloriosa, der "Glorreichen Revolution" von 1868). Er ist bis ins hohe Alter ein Charmeur und Don Juan: Unter anderem hat er ein Liebesverhältnis mit Malvina, der Tochter des Duque de Rivas; nach zahlreichen anderen Abenteuern heiratet er schließlich 1867, mit 43 Jahren, mehr aus Langeweile denn aus Liebe, wie es heißt (die Ehe war auch nicht sehr glücklich). Er hat außerdem ein Verhältnis mit einer Schauspielerin in Sankt Petersburg, und in Washington gibt es einen Skandal, als die junge Katherine Lee Bayard aus unglücklicher Liebe zu dem bereits 60Jährigen im Vorzimmer der Botschaft Selbstmord begeht, womit er sich einige Schwierigkeiten einhandelt. Ziemlich zur gleichen Zeit, während Valera in Washington ist, stirbt daheim sein ältester und Lieblingssohn. Seine letzten Lebensjahre verbringt er, allmählich blind werdend (er diktiert seine letzten Werke einem Sekretär), in Madrid, wo er an den Sitzungen der Real Academia Española teilnimmt (er ist 1861 Mitglied geworden) und wo er auch am 18. April 1905 stirbt.

Werk

Als Literat ist Valera eigentlich ein Mann des 18. Jahrhunderts, der klassizistische und humanistische Werte vertritt. Inmitten der heftigen politischen Auseinandersetzungen im spanischen 19. Jahrhundert zeichnet er sich durch weltanschauliche Toleranz aus, er ist auch vorrangig ein Ästhet und Hedonist gewesen. So hat man Valera des Öfteren einen "Realisten mit weißen Handschuhen" genannt, andere bezeichnen seine Weltsicht als "poetischen Realismus" und seine Werke als psychologische Charakterromane. Als deren Hauptcharakteristik könnte man das Überwiegen einer inneren Handlung gegenüber dem rein äußerlichen Geschehen bezeichnen; die Romane zentrieren sich meist um eine Hauptfigur, die auch zugleich den Titel bildet und deren psychologische Konflikte im Mittelpunkt des Interesses stehen. Er analysiert Seelenzustände, nicht die objektive Wirklichkeit wie die anderen realistischen Schriftsteller seiner Zeit. Valera zielte nach eigenen Aussagen auf ein breites Publikum ab und konnte es dennoch nicht wirklich erreichen, da er sich oft in gelehrten Abschweifungen ergeht und seine langsam dahinfließenden Romane für den an die handlungs- und spannungsreichen Feuilletonromane gewöhnten Durchschnittsleser zu langatmig wirkten. Er wollte mit seinen literarischen Werken auch Geld verdienen und beklagte sich oft in seinen Briefen, wie wenig Bücher verkauft wurden und wie wenig Leser er habe. Dies obwohl im Mittelpunkt seiner Werke eine Liebesthematik steht, die manche Tabus überschreitet; Frauen werden bei ihm nicht selten als intellektuell und gefühlsmäßig überlegen eingestuft, der Mann erscheint in einer lebensuntüchtigen, von unklaren Illusionen bestimmten Rolle.

Elena Garro

autor | drama | frau | geboren 1920 | literatur (20. jh.) | literatur (spanisch) | mexikaner | roman, epik


Elena Garro (* 11. Dezember 1920, nach anderen Angaben: 1917, in Puebla, Mexiko, † 22. August 1998 in Cuernavaca) war eine mexikanische Schriftstellerin und Dramenautorin.

Leben

Elena Garro wuchs als Tochter eines spanischen Vaters und einer mexikanischen Mutter in Iguala, Mexiko, auf. Obwohl sie keinerlei formale Schulbildung genossen hatte, sondern von Privatlehrern erzogen worden war, trat sie 1936 ihre Studien an der Universidad Autónoma de México in Mexiko-Stadt an, was zur damaligen Zeit durchaus unüblich für eine junge Frau war. Ihre Karriere als Balletttänzerin und Choreographin fand 1937 ein jähes Ende durch die Hochzeit mit Octavio Paz, der sie vor dem Standesamt volljährig erscheinen lassen wollte (daher die unterschiedlichen Geburtsdaten in ihren Dokumenten). Den Beginn des Spanischen Bürgerkriegs erlebte sie mit ihrem Mann im Kreis der Alianza de Intelectuales Antifascistas in Valencia. Danach verbrachte das Paar einige Jahre in New York, Paris und Japan. In den 60er Jahren bestimmt die Scheidung von ihrem dominanten Mann den weiteren Lebensweg Garros, die feststellen muß, daß sie mit Auflösung ihrer Ehe auch ihre mexikanische Staatsbürgerschaft verloren hatte. Mit ihrer Tochter Helena Paz irrt sie von da an als Legende gewordene Mutter-Kind-Dyade durch verschiedene Länder (USA, Frankreich, Spanien) und kehrt erst 1991 nach Mexiko zurück. Immer wieder gelingt es ihr, sich zwischen alle Stühle zu setzen: Den Konservativen zu 'links' (man bezichtigte sie z.B. der Führerschaft des mexikanischen Studentenaufstands von 1968), den Linken zu konservativ, da sie sich als Monarchistin und gläubige Katholikin bekennt, galt sie als schillernde Persönlichkeit, die etwa Sozialkritik mit luxuriösem Lebensstil zu vereinen suchte. In ihren letzten Lebensjahren soll sie einer krankhaften Paranoia verfallen sein, bis sie schließlich, nur von ihren zahlreichen Katzen umgeben, verarmt und einsam in Cuernavaca (Mexiko) starb.

Antonio Caso

autor | geboren 1883 | gestorben 1946 | literatur (20. jh.) | literatur (spanisch) | mann | mexikaner | mexikanischer künstler | philosoph (20. jh.)


Antonio Caso (* 19. Dezember 1883 in Mexiko-Stadt, † 6. März 1946 in Mexiko-Stadt) war mexikanischer Anwalt, Philosoph und Schriftsteller und gilt neben Alfonso Reyes und José Vasconcelos als einer der bedeutendesten Intellektuellen des modernen Mexiko.

Caso studierte Jura an der Escuela Nacional de Jurisprudencia in Mexiko-Stadt und schloss sein Studium 1905 ab. Im folgenden Jahr gründete er mit José Vasconcelos und Carlos González Peña die Literaturzeitschrift "Savia Moderna" und nach deren Auflösung im Jahr 1909 den Literaturzirkel "Ateneo de la Juventud", dem auch Alfonso Reyes angehörte. Wie dieser hielt er Vorlesungen in Literatur und Philosophie an der Nationaluniversität.

Margo Glantz

autor | essay | frau | geboren 1930 | literatur (21. jh.) | literatur (spanisch) | mexikaner | roman, epik


Margo Glantz 1999 in Graz (Österreich) Margo Glantz (* 28. Januar 1930 in Mexiko-Stadt, Mexiko) ist eine mexikanische Schriftstellerin, Essayistin und Wissenschaftlerin.

Leben

Margo Glantz wurde in eine Familie jüdischer Auswanderer aus Russland geboren; ihr Vater, Jacobo Glantz, war selbst Schriftsteller, ihre Mutter hieß Elizabeth (Lucia) Shapiro und starb erst 1997 im Alter von 94 Jahren.

Von 1947 bis 1953 studierte Margo Glantz Literatur- und Theaterwissenschaften sowie Kunstgeschichte an der Universidad Autónoma de México (UNAM), wo sie viele hervorragende Lehrer hatte, darunter so bedeutende Schriftsteller und Philosophen wie Alfonso Reyes, Julio Torri, Agustín Yáñez, Samuel Ramos und Leopoldo Zea. 1953 ging sie mit ihrem damaligen Ehemann, Francisco López Cámara, für fünf Jahre nach Paris, wo sie an der Sorbonne mit der Dissertation El exotismo francés en México (de 1847 a 1867) ein Doktorat in Spanischer Literaturwissenschaft erwarb. Zurück in Mexiko lehrte sie an verschiedenen sekundären Bildungsstätten sowie an der UNAM Ästhetik, Theatergeschichte, Geschichte der mexikanischen Literatur und Komparatistik. 1959 wurde ihre erste Tochter Alina geboren. In Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte sie zahlreiche Artikel, Rezensionen und Theaterkritiken.

José Vasconselos

autor | geboren 1882 | gestorben 1959 | literatur (20. jh.) | literatur (spanisch) | mann | mexikanischer künstler | philosoph | roman, epik


José Vasconselos (* 28. Februar 1882 in Oaxaca; † 30. Juni 1959 in Mexiko-Stadt) war mexikanischer Philosoph, Bildungspolitiker und Schriftsteller.

José Vasconselos gilt mit Alfonso Reyes und Antonio Caso als einer der intellektuellen Gründer des modernen Mexiko. In seinen Schriften entwickelte er die Idee eines lateinamerikanischen Nationalismus und einer eigenständigen mexikanischen Nationalidentität auf Grundlage der Mestizaje, der Mischung aus europäischen und indigenen Elementen.

José Vasconselos

autor | geboren 1882 | gestorben 1959 | literatur (20. jh.) | literatur (spanisch) | mann | mexikanischer künstler | philosoph | roman, epik


José Vasconselos (* 28. Februar 1882 in Oaxaca; † 30. Juni 1959 in Mexiko-Stadt) war mexikanischer Philosoph, Bildungspolitiker und Schriftsteller.

José Vasconselos gilt mit Alfonso Reyes und Antonio Caso als einer der intellektuellen Gründer des modernen Mexiko. In seinen Schriften entwickelte er die Idee eines lateinamerikanischen Nationalismus und einer eigenständigen mexikanischen Nationalidentität auf Grundlage der Mestizaje, der Mischung aus europäischen und indigenen Elementen.

Jorge Ibargüengoitia

autor | geboren 1928 | gestorben 1983 | literatur (20. jh.) | literatur (spanisch) | mexikaner


Jorge Ibargüengoitia (* 22. Januar 1928 in Guanajuato; † 27. November 1983 in Madrid) war ein mexikanischer Schriftsteller.

Leben

Sein subtiler, teilweise auch gesellschaftskritischer und zynischer Humor, kennzeichnet seine satirische Schreibweise und verschaffte ihm große Beliebtheit bei den Lesern weltweit. Wenngleich auch Autor zahlreicher Theaterstücke, so wurden international vor allem seine Romane übersetzt.

Froylán Turcios

autor | geboren 1875 | gestorben 1943 | honduraner | literatur (19. jh.) | literatur (20. jh.) | literatur (spanisch) | mann | politiker | prosa


Froylán Turcios war in seiner Heimat Honduras Politiker und ein bedeutender Schriftsteller (* 1875, Juticalpa, Honduras; † 1943, San José, Costa Rica).

Zunächst war Turcios als Regierungsminister, Abgeordneter des Nationalkongresses und Diplomat tätig, bevor er sich als einer der bedeutendsten Prosaisten und Erzähler des Landes hervortat.

In Guatemala gründete er die Zeitung "El Tiempo" (Die Zeit). Später folgten zahlreiche andere Zeitschriften. In Honduras war er der wichtigsten Helfer von Augusto César Sandino. Mittels seiner Zeitschriften und Bücher kämpfte er gegen den starken Einfluss US-Amerikanischer Konzerne in Mittelamerika. In seinen letzten Lebensjahren musste er ins Exil nach Costa Rica auswandern, wo er 1943 verstarb.

Carmen Boullosa

autor | frau | geboren 1954 | literatur (21. jh.) | literatur (spanisch) | mexikaner | roman, epik


Carmen Boullosa (* 4. September 1954 in Mexiko-Stadt, Mexiko) ist eine mexikanische Schriftstellerin.

Leben

Carmen Boullosa wuchs in einer kinderreichen, bürgerlich geprägten Familie in Mexiko-Stadt (Mexiko) auf. Als sie vierzehn war, starb ihre Mutter, ein Trauma, das sich auch in mehreren ihrer Werke niederschlägt (zum Beispiel in Mejor desaparece und Antes).

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