literatur (Österreich)
Johannes Urzidil
autor | Österreicher | geboren 1896 | gestorben 1970 | literatur (20. jahrhundert) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mannLeben
Johannes Urzidil entstammt einer alteingesessenen deutschböhmischen Familie. Sein Vater war Eisenbahningenieur und Erfinder, seine Mutter war tschechisch-jüdischer Herkunft und starb kurz vor Urzidils viertem Geburtstag. Der Vater heiratete im Jahre 1903 eine Tschechin, die jedoch nicht minder nationalbewußt war als er selbst. Schon hier deuten sich viele Problemstellungen an, die Urdizils späteres schriftstellerisches Schaffen prägen sollen. Noch während der Schulzeit veröffentlichte Urzidil 1913 pseudonym seine ersten Gedichte im Prager Tagblatt. In dieser Zeit befreundete er sich auch mit den Literaten Max Brod, Franz Kafka oder Franz Werfel. Von 1914 bis 1918 studierte Urzidil an der deutschen Universität in Prag Germanistik, Slawistik und Kunstgeschichte (mit kurzer Unterbrechung durch seinen Kriegsdienst im Jahre 1916). Nach Ende des 1. Weltkriegs wurde Urzidil im November 1918 Übersetzer am deutschen Generalkonsulat (ab 1919: Botschaft) in Prag, und war von 1918 bis 1939 als Korrespondent des Prager Tagblattes, ab 1921 auch für den Berliner Börsen-Courier und ab 1922 auch noch für das Wolffsche Telegraphenbureau.Hans Naderer
autor | Österreicher | geboren 1891 | gestorben 1971 | literatur (20. jahrhundert) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mannNaderer schrieb Lustspiele und Volksstücke, besonders für die Exl-Bühne in Wien, darunter: Die Rosskur, Der lachende Dritte, Die zerrissene Venus, sowie das Drama Lueger, der grosse Österreicher. Er war Gründer und Leiter der "Österreichischen Theatergemeinde".
Modern Austrian Literature
Österreich | fachzeitschrift | literatur (Österreich)Weblinks
Otto Rommel
Österreicher | geboren 1880 | gestorben 1965 | literatur (Österreich) | literaturhistoriker | mann | publizist | theaterwissenschaftlerRommel war Gymnasiallehrer in Teschen und Wien und hatte 1919-37 die Leitung der Bundeserziehungsanstalt Wien-Breitensee inne. Rommel edierte historisch-kritische Gesamtausgaben, u.a. von Ludwig Anzengruber und Johann Nestroy und gab 1908-1914 sechzig Bände der Österreichischen Klassikerbibliothek heraus. Er schrieb über das Wiener Theater, u.a. sein Hauptwerk "Die Alt-Wiener Volkskomödie"
Maria Johanna Sedelmaier
autor | Österreicher | frau | geboren 1811 | gestorben 1853 | literatur (19. jahrhundert) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | lyrik | person (salzburg)Biographie
Sedelmaier wurde als Tochter eines Silberarbeiters in Salzburg geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie zeigte früh Interesse an der Literatur und bildete sich autodidaktisch in Latein und Griechisch aus. Sie befasste sich mit der antiken Mythologie und las die deutschen Klassiker von Klopstock und Schiller. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie den Tabakladen in Salzburg und bestritt davon ihren Lebensunterhalt. Von 1848 bis 1853 unterrichtete sie als Aushilfslehrerin an der Mädchenschule St. Andrä und erteilte gelegentlich Privatunterricht.Adam Müller-Guttenbrunn
autor | Österreicher | drama | geboren 1852 | gestorben 1923 | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mannLeben
Müller-Guttenbrunn stammte aus dem Kreis der Banater Schwaben, einer deutschsprachigen Minderheit im Siebenbürgen. Als uneheliches Kind eines Bauern und einer Wagnerstocher sowie als Angehöriger einer sprachlichen Minderheit war er in vieler Hinsicht sozial benachteiligt, was ihn zu einer Karriere anspornte, wie sie zu Beginn des Jahrhunderts noch nicht möglich gewesen wäre. Er besuchte deutschsprachige Schulen in Guttenbrunn und Temeswar und betätigte sich in verschiedenen Berufen. Ähnlich wie auch viele jüdische Menschen im Osten Europas am Ende des Jahrhunderts strebte er nach Wien, das als Zentrum der Deutschsprachigen galt. Sein Scheitern im Gymnasium führte er auf die Einführung der ungarischen Sprache zurück. 1870 kam er nach Wien, betätigte sich als Telegrafist in Linz und Bad Ischl, bildete sich als Autodidakt und verfasste Theaterstücke, die den Beifall des Burgtheater-Direktors Heinrich Laube fanden. So konnte er 1879 endgültig nach Wien übersiedeln.Paul Hatvani
autor | Österreicher | deutschsprachige emigration | exilliteratur | geboren 1892 | gestorben 1975 | literatur (20. jh.) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mannAls Jude und als moderner Schriftsteller verließ er sein Geburtsland kurz vor dem 2. Weltkrieg, seine Schriftstellerei wurde durch das Exil zunächst unterbrochen. Als Anfang der 60er Jahre sein frühes Werk ausgegraben wurde, begann er wieder zu schreiben, einige ältere Schriften wurden neu aufgelegt. Die meisten seiner Publikationen sind bisher nicht zugänglich.

