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Die Wikipedia Einträge des Tages

literatur (Österreich)

Johannes Urzidil

autor | Österreicher | geboren 1896 | gestorben 1970 | literatur (20. jahrhundert) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mann


Johannes Urzidil, * 3. Februar 1896 in Prag; † 2. November 1970 auf einer Vortragsreise in Rom, österreichisch-tschechischer Schriftsteller.

Leben

Johannes Urzidil entstammt einer alteingesessenen deutschböhmischen Familie. Sein Vater war Eisenbahningenieur und Erfinder, seine Mutter war tschechisch-jüdischer Herkunft und starb kurz vor Urzidils viertem Geburtstag. Der Vater heiratete im Jahre 1903 eine Tschechin, die jedoch nicht minder nationalbewußt war als er selbst. Schon hier deuten sich viele Problemstellungen an, die Urdizils späteres schriftstellerisches Schaffen prägen sollen. Noch während der Schulzeit veröffentlichte Urzidil 1913 pseudonym seine ersten Gedichte im Prager Tagblatt. In dieser Zeit befreundete er sich auch mit den Literaten Max Brod, Franz Kafka oder Franz Werfel. Von 1914 bis 1918 studierte Urzidil an der deutschen Universität in Prag Germanistik, Slawistik und Kunstgeschichte (mit kurzer Unterbrechung durch seinen Kriegsdienst im Jahre 1916). Nach Ende des 1. Weltkriegs wurde Urzidil im November 1918 Übersetzer am deutschen Generalkonsulat (ab 1919: Botschaft) in Prag, und war von 1918 bis 1939 als Korrespondent des Prager Tagblattes, ab 1921 auch für den Berliner Börsen-Courier und ab 1922 auch noch für das Wolffsche Telegraphenbureau.

Hans Naderer

autor | Österreicher | geboren 1891 | gestorben 1971 | literatur (20. jahrhundert) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mann


Hans Naderer (* 10. Januar 1891 in Oberstinkenbrunn, Niederösterreich, † 28. Juni 1971 in Wien) war ein österreichischer katholischer Bühnenschriftsteller und Journalist im Parlamentsdienst.

Naderer schrieb Lustspiele und Volksstücke, besonders für die Exl-Bühne in Wien, darunter: Die Rosskur, Der lachende Dritte, Die zerrissene Venus, sowie das Drama Lueger, der grosse Österreicher. Er war Gründer und Leiter der "Österreichischen Theatergemeinde".

Modern Austrian Literature

Österreich | fachzeitschrift | literatur (Österreich)


Modern Austrian Literature ist eine ursprünglich der Schnitzler-Forschung vorbehaltene Fachzeitschrift für deutsche Literaturgeschichte. Heute werden auch allgemein Beiträge zur neueren österreichischen Literatur veröffentlicht. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich als Journal der Modern Austrian Literature and Culture Association, die vormals als Arthur Schnitzler Research Association firmierte. Redaktionell wird die Zeitschrift an den Universitäten Bowling Green State University und an der University Michigan-Dearborn betreut, die publizierten Beiträge sind auf Englisch oder Deutsch.

Weblinks

Otto Rommel

Österreicher | geboren 1880 | gestorben 1965 | literatur (Österreich) | literaturhistoriker | mann | publizist | theaterwissenschaftler


Otto Rommel (*12. Juni 1880 Mährisch-Schönberg (Sumperk, Tschechische Republik) - †6. September 1965 Salzerbad (Gemeinde Kleinzell, Niederösterreich) war ein österreichsischer Literatur- und Theaterhistoriker.

Rommel war Gymnasiallehrer in Teschen und Wien und hatte 1919-37 die Leitung der Bundeserziehungsanstalt Wien-Breitensee inne. Rommel edierte historisch-kritische Gesamtausgaben, u.a. von Ludwig Anzengruber und Johann Nestroy und gab 1908-1914 sechzig Bände der Österreichischen Klassikerbibliothek heraus. Er schrieb über das Wiener Theater, u.a. sein Hauptwerk "Die Alt-Wiener Volkskomödie"

Maria Johanna Sedelmaier

autor | Österreicher | frau | geboren 1811 | gestorben 1853 | literatur (19. jahrhundert) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | lyrik | person (salzburg)


Maria Johanna Sedelmaier (* 19. August 1811 in Salzburg; † 18. März 1853 ebenda) war eine Schriftstellerin und Lehrerin und gilt als die bedeutendste österreichische Lyrikerin der Biedermeierzeit.

Biographie

Sedelmaier wurde als Tochter eines Silberarbeiters in Salzburg geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie zeigte früh Interesse an der Literatur und bildete sich autodidaktisch in Latein und Griechisch aus. Sie befasste sich mit der antiken Mythologie und las die deutschen Klassiker von Klopstock und Schiller. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie den Tabakladen in Salzburg und bestritt davon ihren Lebensunterhalt. Von 1848 bis 1853 unterrichtete sie als Aushilfslehrerin an der Mädchenschule St. Andrä und erteilte gelegentlich Privatunterricht.

Adam Müller-Guttenbrunn

autor | Österreicher | drama | geboren 1852 | gestorben 1923 | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mann


Adam Müller-Guttenbrunn, eigentl. Adam Müller (* 22. Oktober 1852 in Guttenbrunn/Banat im Kaisertum Österreich, heute Zabrani in Rumänien; † 5. Januar 1923 in Wien), war ein österreichischer Schriftsteller und Kulturpolitiker deutschnationaler Färbung, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts großen Einfluss auf die Wiener Theaterkultur hatte.

Leben

Müller-Guttenbrunn stammte aus dem Kreis der Banater Schwaben, einer deutschsprachigen Minderheit im Siebenbürgen. Als uneheliches Kind eines Bauern und einer Wagnerstocher sowie als Angehöriger einer sprachlichen Minderheit war er in vieler Hinsicht sozial benachteiligt, was ihn zu einer Karriere anspornte, wie sie zu Beginn des Jahrhunderts noch nicht möglich gewesen wäre. Er besuchte deutschsprachige Schulen in Guttenbrunn und Temeswar und betätigte sich in verschiedenen Berufen. Ähnlich wie auch viele jüdische Menschen im Osten Europas am Ende des Jahrhunderts strebte er nach Wien, das als Zentrum der Deutschsprachigen galt. Sein Scheitern im Gymnasium führte er auf die Einführung der ungarischen Sprache zurück. 1870 kam er nach Wien, betätigte sich als Telegrafist in Linz und Bad Ischl, bildete sich als Autodidakt und verfasste Theaterstücke, die den Beifall des Burgtheater-Direktors Heinrich Laube fanden. So konnte er 1879 endgültig nach Wien übersiedeln.

Paul Hatvani

autor | Österreicher | deutschsprachige emigration | exilliteratur | geboren 1892 | gestorben 1975 | literatur (20. jh.) | literatur (Österreich) | literatur (deutsch) | mann


Paul Hatvani, * 16. August 1892 Wien, † 9. November 1975 Kew (bei Melbourne), österreichischer Schriftsteller im erzwungenen Exil, auch Chemiker und Übersetzer aus dem Ungarischen. Eigentlicher Name Paul Hirsch. Als Schüler lebte er zeitweise in Ungarn. Studium der Chemie in Wien. In Ungarn lernte er frühe Werke des dortigen Expressionismus kennen, von denen er einige übersetzte. Hatvani war in den 20er Jahren des 20. Jh. recht bekannt, er publizierte in mehreren Zeitschriften. Die Herausgeber Silke Hesse und Pavel Petr halten ihn darüber hinaus für einen der besten Theoretiker des literarischen Expressionismus.

Als Jude und als moderner Schriftsteller verließ er sein Geburtsland kurz vor dem 2. Weltkrieg, seine Schriftstellerei wurde durch das Exil zunächst unterbrochen. Als Anfang der 60er Jahre sein frühes Werk ausgegraben wurde, begann er wieder zu schreiben, einige ältere Schriften wurden neu aufgelegt. Die meisten seiner Publikationen sind bisher nicht zugänglich.

Karel Václav Rais

autor | geboren 1859 | gestorben 1924 | literatur (19. jh.) | literatur (Österreich) | literatur (tschechisch) | realismus (literatur)


Karel Václav Rais (* 4. Januar 1859 in Bělohrad, Ostböhmen; † 8. Juli 1926 in Prag) war ein Schriftsteller und Journalist österreich-Ungarischer, später tschechoslowakischer Nationalität. Er war Autor mehrer Jugendbücher und schrieb außerdem Gedichte. Sein Werk lässt sich dem Realismus zuordnen.

Leben