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Die Wikipedia Einträge des Tages

komponist (jazz)

Harry Miller

geboren 1941 | gestorben 1983 | jazz-bassist | komponist (jazz) | mann | südafrikanischer komponist


Harold "Harry" Miller (* 21. April 1941 in Kapstadt, Südafrika;, † 16. Dezember 1983 in den Niederlanden) war ein südafrikanischer Jazzmusiker (Bassist, Cellist, Bandleader und auch Komponist).

Werdegang

Miller begann während seines Ingenieurstudiums Kontrabass zu spielen. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Manfred Mann spielte er in der ersten südafrikanischen Rock 'n' Roll-Band The Vikings, die mit ihren zwei LPs auch in die Charts gelangte. Mit Mann ging er 1961 nach Großbritannien. Miller setzte seine Studien fort, näherte sich – anders als Mann – der Jazzszene und nahm gelegentlich an Mainstream Sessions teil. Nach zwei Jahren als Schiffsmusiker. wo er auch die New Yorker Free Jazz Szene kennen lernte, kehrte er nach London zurück und wurde bald Teil der an freier Musik interessierten Musiker-Szene um John Stevens. Zu dieser Zeit war er als Bassist bei Mike Westbrook engagiert und war auch Mitglied der Gruppen von John Surman. 1969 war er Teil des auf dem Montreux Jazz Festival ausgezeichneten Quintetts Alan Skidmore: Kurz darauf war er Teil des Bandprojekts Centipede und spielte mit Louis Moholo im Trio von Mike Osborne (bis 1974). Etwas später stieß er zu den Gruppen von Chris McGregor, insbesondere seiner Brotherhood of Breath, arbeitete aber auch mit King Crimson.

Kippie Moeketsi

geboren 1925 | gestorben 1983 | jazz-saxophonist | komponist (jazz) | mann | südafrikanischer komponist


„Kippie“ Jeremiah Moeketsi (* 27. Juli 1925 in Johannisburg; † April 1983) war ein südafrikanischer Jazzmusiker (Saxophonist und Klarinettist).

Moeketsi wuchs als der jüngste von vier musikalischen Brüdern in George-Goch-Township auf. Seine Mutter suchte ihn öfter und rief dabei nach ihm wie nach einem Huhn „Kippie, Kippie“, was für seinen Spitznamen sorgte. Im Alter von 20 startete er auf der Klarinette, wechselte aber bald aufs Altsaxophon. Beeinflusst durch seinen Bruder Jacob Moeketsi, begann Kippies Karriere in den Shebeens mit „Band in Blue“. Er spielte mit unterschiedlichen Bands wie dem „Shantytown Sextet“ oder den „Harlem Swingsters“ und war wesentlich am Transfer der Kwelastilistik in den Jazz beteiligt. Gemeinsam mit Abdullah Ibrahim, Jonas Gwangwa und Hugh Masekela gründete er dann Ende der 1950er die Jazz Epistles, mit denen er zwei Platten aufnahm und die mit mit ihrer Verschmelzung von Jazz und Kwela-Musik zum African Jazz in Südafrika bekannt wurde. Mit dem südafrikanischen Musical King Kong ging Moeketsi auf Europatournee, kehrte aber trotz des Sharpeville-Masakers 1960 nach Südafrika zurück.

Norma Winstone

brite | frau | geboren 1941 | jazz-sänger | komponist (jazz) | liedtexter | musikpädagoge


Norma Winstone (* 23. September 1941 in London) ist eine bekannte britische Jazzsängerin und -pädagogin.

Als Stipendiatin des Londoner Trinity College of Music studierte sie drei Jahre lang Klavier und Orgel. 1965 begann sie mit Jazzgruppen zu singen. Im New Jazz Orchestra traf sie 1966 auf Michael Garrick, in dessen Gruppe sie ebenfalls arbeitete. Erstmals Aufsehen bei der Kritik erregte sie 1968 in Ronnie Scott´s Club, wo sie mit Rahsaan Roland Kirk auftrat. Sie war bei Neil Ardley, Michael Gibbs, Ian Carrs Nucleus und John Dankworth tätig. 1971 wurde sie vom Melody Maker als beste Jazzsängerin genannt, was dazu führte, dass sie ihr erstes Album unter eigenem Namen, "Edge of Time", aufnehmen konnte (u.a. gemeinsam mit John Surman, Alan Skidmore, Kenny Wheeler und John Taylor, den sie 1972 heiratete). Anschließend gehörte sie für mehrere Jahre der Mike Westbrook Band an. 1977 begründete sie mit John Taylor und dem Trompeter Kenny Wheeler die Gruppe Azimuth, die von der Londoner Times als die phantasievollste und interessanteste Chamber Jazz-Band weltweit bezeichnet wurde. In den 1980ern war sie Mitglied des Gesangsquartetts Vokal Summit (mit Jay Clayton, Urszula Dudziak und Michelle Hendricks). Anfang der 1990er Jahre schrieb sie Texte zu Kompositionen von Steve Swallow.

Marilyn Crispell

frau | geboren 1937 | jazz-pianist | klassischer pianist | komponist (jazz) | us-amerikaner


Marilyn Crispell (* 30. März 1947 in Philadelphia, Pennsylvania) ist eine (Jazz)-Pianistin und Performer-Komponistin.

Crispell studierte klassisches Piano und Komposition am New England Conservatory of Music. Nach einigen Jahren als Hausfrau entdeckte sie die Jazzmusik durch Aufnahmen von John Coltrane, Cecil Taylor und anderen Musikern des zeitgenössischen Jazz wie Paul Bley oder Leo Smith. Seit 1977 wohnt sie in Woodstock, New York, wo sie sich an Karl Bergers Creative Music Studio weiterbildete und dann auch unterrichtete. Mehr als 10 Jahre gehörte sie dem Anthony Braxton Quartett an; im Reggie Workman Ensemble arbeitete sie mit Jeanne Lee zusammen. Nach häufigen Gastaufenthalten beim London Composers Orchestra arbeitet sie als Mitglied des Barry Guy New Orchestra und des Henry Grimes Trio, aber auch im Quartet Noir (mit Urs Leimgruber, Fritz Hauser und Joëlle Léandre). Daneben nimmt sie auch mit Anders Jormins Bortom Quintet auf. In Vancouver arbeitete sie 2005 mit dem NOW Orchestra und 2006 in der Leitung des Vancouver Creative Music Institute, aber auch beim Banff Centre International Workshop in Jazz.

Wolfgang Lauth

deutscher | geboren 1931 | jazz-pianist | komponist (20. jahrhundert) | komponist (filmmusik) | komponist (jazz) | mann


Wolfgang Lauth (* 15. Mai 1931 in Ludwigshafen) ist ein deutscher Jazzmusiker (Pianist, Bandleader, Komponist).

Nach dem Studium Lauth an der Musikhochschule in Mannheim gründete er ein Quartett, dem zunächst Werner Pöhlert (Gitarre), Wolfgang Wagner (Bass) und Joe Hackbart (Schlagzeug) angehörten, und das sich dem Cool Jazz widmete. Für den Hauspianisten des Heidelberger Cave 54 wurden die Jazzfestivals in Frankfurt am Main zum Sprungbrett in die nationale Szene: 1955 und 1956 wurde er zum Jazzmusiker des Jahres gewählt. Das Wolfgang-Lauth-Quartett erinnerte nun nicht nur von der Besetzung her an das Modern Jazz Quartet, da Lauth auch eine Vorliebe für Barockmusik pflegte. 1956/57 ging Lauth mit Joachim-Ernst Berendt auf eine Tournee unter dem Motto "Jazz und Alte Musik", die mit 150 Vorstellungen zum erfolgreichsten Projekt der deutschen Jazzföderation wurde und für den LP-Mitschnitt 1958 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. 1957 veränderte sich der Sound der Band; anstelle der Gitarre ertönte nun das Vibraphon von Fritz Hartschuh; als Bassist war nun Klaus Wagner tätig. Für eine Erweiterung der Gruppe zum Septett wurden Albert Mangelsdorff, Joki Freund und Gerald Weinkopf verpflichtet.

Marion Brown

geboren 1931 | jazz-saxophonist | komponist (jazz) | mann | us-amerikaner


Marion Brown (* 8. September 1931 in Atlanta, Georgia, USA) ist ein US-Amerikanischer Jazzmusiker (Altsaxophon, Kompositon) und Musikwissenschaftler.

Brown studierte zunächst Saxophon, Klarinette und Oboe, am Clark College und der Howard University auch Musikerziehung, Politik, wirtschaftswissenschaft und Geschichte. Nach dem Wehrdienst in einer Militärband spielte er 1957 mit Johnny Hodges in Atlanta. Anschließend ging er nach New York City und kam mit der sich dort entwickelnden Free Jazz-Szene in Kontakt. Er nachm mit Archie Shepp (Fire Music) und John Coltrane (Ascension) auf und bildete eigene Gruppen. Er verbrachte einige Zeit in Europa, wo er mit Karl Berger, Barre Phillips, Alan Silva und anderen spielte und sich sein Interesse an afrikanischer Musik verstärkte. 1970 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück, wo er sich Linguistik und Kompositionstechniken der afrikanischen Musik ins Zentrum seiner Forschungs- und Lehrtätigkeiten stellte. Sein Spiel und seine Kompositionen zeichnen sich durch eine besondere Ruhe aus.

Ran Blake

geboren 1947 | hochschullehrer (vereinigte staaten) | jazz-pianist | komponist (jazz) | mann | us-amerikaner


Ran Blake (* 20. April 1935 in Springfield, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Jazzpianist und Third Stream-Komponist.

Bereits während der Studienzeit am Bard College (in Annandale-on-Hudson, New York) begann Blake, der mit der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und schwarzem Gospelgesang aufgewachsen war, mit der Sängerin Jeanne Lee im Duo zu arbeiten. 1959 und 1960 wurde er von Gunther Schuller zur Lenox School of Jazz eingeladen, wo er bei John Lewis, Oscar Peterson, Bill Russo und anderen lernte. Zusätzlich nahm er private Unterrichtsstunden bei Mary Lou Williams und Mal Waldron.

Melba Liston

bandleader | frau | geboren 1926 | gestorben 1999 | jazz-posaunist | komponist (jazz) | us-amerikaner


Melba Doretta Liston (* 13. Januar 1926 in Kansas City, † 23. April 1999 in Los Angeles) war eine US-amerikanische Jazzmusikerin (Posaune, Komposition, Arrangement).

Bereits als Jugendliche spielte sie in Jugendorchestern und wurde 1943 Mitglied von Gerald Wilson, wo sie bereits zu arrangieren begann und mit Dexter Gordon zusammen spielte. Anschließend (1948) spielte sie bei Dizzy Gillespie. 1949 spielte sie in der Band von Billie Holiday, was sie aber wegen des Tourneestreß und des indifferenten Publikums rasch wieder aufgab. Sie arbeitete dann in anderen Berufen und wirkte unter anderem in dem Spielfilm The Prodigal and The Ten Commandments mit. 1956/1957 arbeitete sie wieder mit Gillespie (Tournee und Auftritt auf dem Newport Jazz Festival) zusammen, spielte anschließend bei Art Blakey und gründete eine eigene Band. Mit der Show Free and Easy (deren musikalischer Leiter Quincy Jones war, besuchte sie 1959 Europa.

Christina Fuchs

bassklarinettist | bigband-leader | deutscher | frau | geboren 1963 | jazz-saxophonist | komponist (jazz)


Christina Fuchs (* 1963 in München) ist eine deutsche Jazzmusikerin (Saxophonistin, Bassklarinettistin, Komponistin und Bandleaderin).

Nach einem Studium der Geschichte und Germanistik in Freiburg studierte sie zwischen 1987 und 1989 an der Musikhochschule Köln. Seit 1987 arbeitet sie als Tenorsaxophonistin, Bassklarinettistin und Komponistin in verschiedensten Formationen der Neuen bzw. improvisierten Musik und des Jazz. Sie ist erfolgreich mit ihrem Duo Kontrasax (mit Romy Herzberg), ihrem Quartett (mit Ulla Oster, Christoph Hillmann und dem Akkordeonisten Florian Stadler) und hat Musiken für Theater, Film und Rundfunk geschrieben. Seit 1992 leitet sie gemeinsam mit Hazel Leach die Big Band United Women's Orchestra, mit der sie drei CDs veröffentlichte. Außerdem hat sie ihre eigenen Kompositionen mit der NDR Big Band eingespielt.

Jay Clayton

frau | geboren 1941 | jazz-musiker | komponist (jazz) | sänger | us-amerikaner


Jay Clayton (* 28. Oktober 1941 in Youngstown, Ohio, als Judith Colantone) ist eine international anerkannte, US-amerikanische Vokalistin zwischen Jazz und Neuer Musik.

Nach einem Studium an der Miami University in Oxford (Ohio), kam sie nach New York City, wo sie bei Musikern (u.a. Steve Lacy) Privatunterricht nahm. Mit ihrem damaligen Mann, dem Perkussionisten Frank Clayton, organisierte sie bereits 1967 Loftkonzerte, auf denen sie mit Sam Rivers, Cecil McBee, JoAnne Brackeen, Dave Liebman, Jeanne Lee, Bob Moses, John Gilmore und Jane Getz in Kontakt kam. Bereits damals begann Clayton aufgrund ihrer Fähigkeit zum Voicing als Avantgarde-Sängerin anerkannt zu werden. Sie gehörte zu den ersten Sängern, die Gedichte und Electronics in ihre Improvisationen eintrugen, und hat auch hervorragende Interpretationen von Kompositionen von John Cage vorgelegt. Sie war ferner langjähriges Mitglied im Ensemble des minimalistischen Komponisten Steve Reich.

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