kardinal (19. jh.)
Alessandro Mattei
geboren 1744 | gestorben 1820 | italiener | kardinal (18. jh.) | kardinal (19. jh.) | mann | römisch-katholischer bischof (18. jh.) | römisch-katholischer bischof (19. jh.)Mattei wurde 1768 zum Priester geweiht und 1777 zum Erzbischof von Ferrara ernannt. Im Jahre 1779 wurde er in pectore zum Kardinal ernannt, was 1782 öffentlich gemacht wurde. Er war Kardinalspriester von St. Balbina. 1786 wurde er zum Kardinalspriester von St. Maria in Ara Coeli, im Jahre 1800 wurde er Kardinalsbischof von Palestrina, 1809 von Porto und Santa Rufina. Im Jahre 1814 wurde er in zum Dekan des Kardinalskollegium gewählt. Ihm wurde in diesem Zusammenhang das Bistum Ostia übertragen.
Henry Edward Manning
brite | geboren 1808 | gestorben 1892 | kardinal (19. jh.) | mann | römisch-katholischer bischof (19. jh.) | römisch-katholischer theologe (19. jh.)Manning wurde als Sohn des einflussreichen Parlamentsabgeordneten und Unternehmers William Manning in Totteridge geboren und im anglikanischen Glauben erzogen. Er absolvierte sein Studium in Oxford und wollte zunächst nach dem Vorbild seines Vaters eine politische Karriere einschlagen, entschloss sich aber dann, anglikanischer Geistlicher zu werden. Manning erhielt nach seinen Weihen eine Pfarrstelle und heiratete 1833, seine Frau Caroline verstarb aber bereits nach wenigen Jahren. Manning gehörte in Oxford den Kreisen der High Church an und wurde durch die Theologie John Henry Newmans beeinflusst, mit dem er später immer wieder Konflikte austrug. Aufgrund seiner Fähigkeiten galt er bereits früh als aussichtsreicher Kandidat für eine Karriere in der anglikanischen Hierarchie, er wandte sich jedoch zunehmend dem Katholizismus zu. Als im Jahre 1850 in der Kirche von England zusehends die objektive Wirksamkeit der Sakramente in Zweifel gezogen wurden, entschloss sich Manning zur Konversion und wurde 1851 in die katholische Kirche aufgenommen, im gleichen Jahr auch zum Priester geweiht. 1865 wurde er Erzbischof von Westminster. 1875 wurde er in den Kardinalsstand erhoben und nahm an der Wahl Papst Leo XIII. im Jahre 1878 teil, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Manning galt als ausgesprochener Ultramontanist und strenger Verfechter des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit. In England initiierte er den Bau der Westminster Cathedral und veranlasste den Ausbau des katholischen Bildungswesens. Auch setzte er sich für die Umsetzung der katholischen Soziallehre ein. 1889 wurde durch seine Vermittlung der große Streik der Londoner Dockarbeiter beendet.
Pasquale Gizzi
geboren 1787 | gestorben 1849 | italiener | kardinal (19. jh.) | mannGizzi studierte am Priesterseminar zu Ferentino Theologie und wurde 2. September 1810 zum Priester geweiht. 1817 in Rom zum Dr. jur. utr. promoviert, wurde er 1819 Advocat an der Rota Romana und von 1820 bis 1823 Auditor an der Nuntiatur zu Luzern in der Schweiz. Hier war er dann auch von 1823 bis 1827 Geschäftsträger und von 1827 bis 1828 Internuntius. Nachdem er in vergleichbaren Positionen auch in München, Turin, Wien und Brüssel gewirkt hatte, wurde er 1837 Apostolischer Delegat in Ancona, was er bis 1839 blieb. Am 18. Februar 1839 zum Titularerzbischof von Theben ernannt und durch Kardinal Giacomo Filippo Fransoni am 21. April 1839 zum Bischof geweiht, war er von Juni 1839 bis ende April 1841 als Nuntius in der Schweiz tätig, um dann von 1841 bis 1844 als Nuntius nach Turin zu gehen. Bereits am 12. Juli 1841 in pectore zum Kardinal erhoben, wurde er am 22. Januar 1844 Kardinalpriester von S. Pudenzia und am 8. August 1846 zum Kardinalstaatssekretär erhoben, was er jedoch nur bis 1847 blieb.

