jazz-schlagzeuger
Edward Vesala
bandleader | finne | geboren 1945 | jazz-schlagzeuger | komponist (20. jahrhundert) | mannVesala nahm zuerst mit Mauri Antero Numminen auf, gründete um 1970 sein eigenes Trio, wurde durch die Zusammenarbeit mit Jan Garbarek, mit Peter Brötzmann und Peter Kowald und insbesondere mit Tomasz Stanko einem größeren Publikum bekannt; mit Stanko ist er auf einer Vielzahl von Platten aus den 1970ern zu hören. Bereits 1973 spielte er eine Solo-Platte als Perkussionskünstler ein. 1976 trat er mit Toto Blanke und Jasper van't Hof in der Jazzrock-Gruppe Electric Circus auf. 1977 bildete er ein Trio mit Gerd Dudek und Buschi Niebergall. Sein im Anschluß gegründetes großformatiges Sound and Fury-Ensemble spielte nur die eigenwilligen, Tango, Klassik und Volksmusik einbeziehenden, aber teilweise recht sperrigen Eigenkompositionen des Bandleaders. In dieser Gruppe sind als Musiker besonders die Saxophonisten Jorma Tapio und Pepa Päivinen, die Gitarristen Raoul Björkenheim und Jimi Sumen sowie die Harfenistin und Keyboarderin Iro Haarla, die mit Vesala verheiratet war, zu nennen. Vesala komponierte auch für das Philharmonieorchester von Helsinki.
Sid Catlett
geboren 1910 | gestorben 1951 | jazz-schlagzeuger | mann | us-amerikanerBiographie
Sid Catlett startete seine Musikausbildung am Klavier und wechselte danach zum Schlagzeug. Mit 18 Jahren begann seine Karriere 1928 gemeinsam mit Darnell Howard, später zog er nach New York City und arbeitete mit Benny Carter, Fletcher Henderson, Elmer Snowden und anderen. 1941 wurde er in die Band von Benny Goodman aufgenommen und danach gehörte er zu Teddy Wilson's Sextet. Daneben hatte er seine eigene Band und spielte für die Louis Armstrong's All Stars von 1947 bis 1949 und wurde dessen Lieblingsschlagzeuger. Er spielte Bop, Dixieland und andere Stilrichtungen.Pierre Courbois
geboren 1939 | jazz-schlagzeuger | komponist(jazz) | mann | niederländerNach seinem Musikstudium (Perkussion, Komposition, Piano) in Arnhem arbeitete Courbois in Paris mit Stan Getz, Johnny Griffin, Kenny Drew und Jean-Luc Ponty. Er spielte auch mit den Saxophonlegenden Ben Webster und Eric Dolphy. 1961 war er der Leiter des Original Dutch Free Jazz Quartet, der vermutlich ersten europäischen Free Jazz-Band. 1965 begann seine Arbeit mit dem Free Music Quintet, deren Platte für ESP als damals bestes Beispiel des neuen europäischen Jazz galt. Außerdem war er Mitglied in Gunter Hampels Heart Plant-Gruppe. 1969 gründete er die Rockjazz-Band Association P.C. mit dem Gitarristen Toto Blanke, dem Bassisten Sigi Busch und den Keyboardern Joachim Kühn bzw. Jasper van't Hof, die bis 1974 bestand. Anschließend gründete er die New Association mit Gerd Dudek und dem französischen Pianisten Sigi Kessler. Außerdem spielte er regelmäßig in von Ali Haurand organisierten Projekten, beispielsweise mit den Saxophonisten Alan Skidmore, Gerd Dudek und Leszek Zadlo und in der Gruppe In 'n Out, die er mit Sigi Busch leitete. Ferner spielte er im Waterland Trio und in einem Trio mit Hampel und dem Gitarristen Jan Akkerman. 1992 gründete er ein neues Quirtett, das seine eigenen Kompositionen spielt und die Musizierhaltung von Charles Mingus anstrebt.
Kurt Bong
bigband-leader | deutscher | geboren 1937 | jazz-schlagzeuger | mannBong lernte zunächst Geige, Klarinette und Klavier, seit dem 15. Lebensjahr Schlagzeug. Während der Ausbildung zum Lokführer arbeitete er Ende der 50er Jahre mit Klaus Doldinger, Hans Koller, Francy Boland und Albert Mangelsdorff zusammen. Anschließend wurde er Profimusiker und spielte Anfang der 60er Jahre in Berlin u. a. mit Ack van Rooyen, Benny Bailey, Fritz Schulz-Reichel, Herb Geller und der SFB-Big Band. Spielte 1962/1963 während des Musikstudiums in Köln mit dem Orchester von Erwin Lehn. Daneben entstanden Schallplatten mit Dieter Reith und Wolfgang Dauner. 1964-69 arbeitete er als Schlagzeuger in den ZDF-Big Bands, zunächst unter Kurt Henkels in Hamburg, später unter Max Greger in München. Daneben bildete er mit George Mraz die Rhythmusgruppe im Müncher Jazzclub domicile, wo er mit Randy Brecker, Stan Getz, Dusko Goykovich, Joe Haider, Jan Hammer oder Jon Hendricks zu hören war.
Andrew Cyrille
geboren 1939 | jazz-schlagzeuger | komponist (jazz) | mann | us-amerikanerNach Privatunterricht, u.a. bei Philly Joe Jones arbeitete er seit Ende der 1950er mit Roland Hanna, Illinois Jacquet oder Roland Kirk. Seit 1965 spielte er zehn Jahre lang in der Gruppe von Cecil Taylor. Anschließend hat er eine eigene Gruppe mit David S. Ware gegründet, tourte mit Carla Bley und spielte mit den Ensembles von Anthony Braxton. Marylin Crispell, Reggie Workman und David Murray. Er nahm weiterhin Platten mit James Newton, mit Peter Brötzmann und mit Irène Schweizer auf.
Andrew Cyrille
geboren 1939 | jazz-schlagzeuger | komponist (jazz) | mann | us-amerikanerNach Privatunterricht, u.a. bei Philly Joe Jones arbeitete er seit Ende der 1950er mit Roland Hanna, Illinois Jacquet oder Roland Kirk. Seit 1965 spielte er zehn Jahre lang in der Gruppe von Cecil Taylor. Anschließend hat er eine eigene Gruppe mit David S. Ware gegründet, tourte mit Carla Bley und spielte mit den Ensembles von Anthony Braxton. Marylin Crispell, Reggie Workman und David Murray. Er nahm weiterhin Platten mit James Newton, mit Peter Brötzmann und mit Irène Schweizer auf.
Marilyn Mazur
däne | frau | fusion-musiker | geboren 1955 | jazz-musiker | jazz-schlagzeuger | komponist (jazz) | perkussionistSeit dem sechsten Lebensjahr in Dänemark lebend war sie in den frühen siebziger Jahren zunächst als Tänzerin und Pianistin in verschiedenen Tanzgruppen beschäftigt. Parallel dazu gründete sie 1973 ihre erste Band. Die meisten ihrer zahlreichen Perkussioninstrumente erlernte sie erst im Laufe der Zeit im Selbststudium. Als Perkussionistin spielte sie zunächst mit Andreas Vollenweider, Charlie Mariano, aber auch mit Irène Schweizer und den anderen Musikerinnen der Feminist Improvising Group. Von 1982 bis 1984 leitete sie die nur aus Frauen bestehende Musik- und Theatergruppe Primi Band; anschließend arbeitete sie mit John Tchicai und Pierre Dørge im New Jungle Orchestra. Von 1985 bis 1989 folgte das ihr Image prägende Engagement als ständige Drummerin von Miles Davis, das seinen Ausgangspunkt in der von Palle Mikkelborg geleiteten Produktion seiner Platte Aura hatte. Parallel spielte sie mit Gil Evans (1986) und mit Wayne Shorter (1987).
John Schröder
deutscher | geboren 1959 | jazz-gitarrist | jazz-schlagzeuger | mannIn Frankfurt nach ersten Auftritten 1978 einst von der Presse als "Gitarren-Wunderkind" gefeiert, ist er seit dem Umzug nach Berlin 1997 einer der umtriebigsten Jazzmusiker, der auch am Schlagzeug seine Meriten hat. Nach ersten Schallplattenaufnahmen 1982 spielte er mit Roberto di Gioia, Saxophonist Peter Weniger und dem Bassisten Marc Abrams in der Fusion-Gruppe Zuppa Romana. 1994 gründete er mit Rudi Mahall und Frank Möbus) die global erfolgreiche Band Der rote Bereich. Für den Mitschnitt eines Konzerts auf dem Jazz Festival Montreux 2001 erhielt die Gruppe den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik (1. Quartal 2005). Daneben spielte er mit Achim Kaufmann. Schröder ist momentan Mitglied von Das rosa Rauschen (mit Felix Wahnschaffe), der Norbert Scholly Group, des Fabian Gisler Quartet, Erdmann 3000, LAX und anderer Bandprojekte. Er spielte mit vielen bekannten Jazz Musikern, wie z.B. Chet Baker, James Moody, Joe Lovano, Randy Brecker, Enrico Rava aber auch im Quartett und Duo mit Christopher Dell.

