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Die Wikipedia Einträge des Tages

jazz-bassist

Red Callender

geboren 1916 | gestorben 1992 | jazz-bassist | mann | musikproduzent | tubist


George Sylvester „Red“ Callender (* 6. März 1916 in Haynesville, Virginia; † 8. März 1992 in Saugus, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazzbassist (Kontrabass und Tuba).

Callender ging in New Jersey zur Schule und übernahm mit 17 Jahren einen Tourneejob in einer Band. Anschließend ließ er sich an der Westküste nieder. Dort spielte er mit Buck Clayton (1936), Louis Armstrong (1937/1938) Lester Young (von 1941 bis 1943, z.T. auch mit Nat King Cole), einem eigenen Trio (von 1944 bis 1946) und Erroll Garner (1946/47) arbeitete, in dem Film „New Orleans“ mitwirkte und mit Charlie Parker jammte. Anschließend spielte er bei Johnny Otis und Cee Pee Johnson, bevor er in Honolulu und in San Francisco mit einer eigenen Band arbeitete. Nachdem er bis 1953 bei Red Norvo und Jerry Fielding tätig war, ließ er sich in Los Angeles nieder, wo er Mitarbeiter des NBC-Fernsehens wurde. Daneben hat er für kleine Schallplattenfirmen Platten produziert.

Buell Neidlinger

bassist | geboren 1936 | jazz-bassist | mann | musikpädagoge | us-amerikaner


Buell Neidlinger (* 2. März 1936 in New York City ) ist ein US-amerikanischer Kontrabassist (auch Cellist) und Hochschullehrer.

Als Kind wurde Neidlinger auf dem Cello unterrichtet, als Heranwachsender spielte er, nach Unterrichtsstunden bei Walter Page, Bass in unterschiedlichen Jazzbands, jammte aber auch mit dem Chicagoer Pianisten Joe Sullivan. Am College in Yale hatte er eine eigene Band, spielte aber auch mit den Musikern von Fats Waller, mit Rex Stewart, Vic Dickenson, Coleman Hawkins und Eddie Condon. Ab 1955 spielte er sowohl mit Herbie Nichols als auch mit Cecil Taylor, mit dem er in verschiedenen Formationen auch an Aufnahmen aus den frühen 1960ern beteiligt ist. Außerdem spielte er mit Steve Lacy, mit Gil Evans und mit Jimmy Giuffre zusammen, wurde aber auch von Gunther Schuller für dessen Third Stream-Produktionen engagiert. Anschließend setzte er sich intensiv mit der neuen Tonsprache der Neuen Musik auseinander (John Cage, Mauricio Kagel, Robert Crumb). Er wurde zunächst am New England Conservatory, später dann an der CalTech Hochschuldozent. In Los Angeles war er auch an Plattenaufnahmen mit Jean-Luc Ponty und Frank Zappa beteiligt. In den 1970ern war er Bassist des Kammerorchesters von Los Angeles; außerdem gründete er aber eine Bluegrass-Band namens Buellgrass. Anschließend nahm er wieder eine Reihe von Jazzplatten auf, die z.T. auf dem gemeinsam mit Tenorsaxophonisten Marty Krystall gegründeten eigenen Label K2B2 erschienen.

Harry Miller

geboren 1941 | gestorben 1983 | jazz-bassist | komponist (jazz) | mann | südafrikanischer komponist


Harold "Harry" Miller (* 21. April 1941 in Kapstadt, Südafrika;, † 16. Dezember 1983 in den Niederlanden) war ein südafrikanischer Jazzmusiker (Bassist, Cellist, Bandleader und auch Komponist).

Werdegang

Miller begann während seines Ingenieurstudiums Kontrabass zu spielen. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Manfred Mann spielte er in der ersten südafrikanischen Rock 'n' Roll-Band The Vikings, die mit ihren zwei LPs auch in die Charts gelangte. Mit Mann ging er 1961 nach Großbritannien. Miller setzte seine Studien fort, näherte sich – anders als Mann – der Jazzszene und nahm gelegentlich an Mainstream Sessions teil. Nach zwei Jahren als Schiffsmusiker. wo er auch die New Yorker Free Jazz Szene kennen lernte, kehrte er nach London zurück und wurde bald Teil der an freier Musik interessierten Musiker-Szene um John Stevens. Zu dieser Zeit war er als Bassist bei Mike Westbrook engagiert und war auch Mitglied der Gruppen von John Surman. 1969 war er Teil des auf dem Montreux Jazz Festival ausgezeichneten Quintetts Alan Skidmore: Kurz darauf war er Teil des Bandprojekts Centipede und spielte mit Louis Moholo im Trio von Mike Osborne (bis 1974). Etwas später stieß er zu den Gruppen von Chris McGregor, insbesondere seiner Brotherhood of Breath, arbeitete aber auch mit King Crimson.

Kim Clarke

frau | fusion-musiker | geboren 1954 | jazz-bassist | us-amerikaner


Kim Clarke (* 14. November 1954 in New York City) ist eine US-amerikanische Jazzbassistin (E-Bass, Kontrabass und Musikpädagogin.

Clarke stammt aus einer musikalischen Familie; ihr Großvater Henry "Hy" Clarke, Sr. war ein Posaunist und Bassist. Nach dem Studium von Kommunikationswissenschaft (City College of New York) und Musik (Long Island University) in New York (B.A.) spielte sie mit Barry Harris und Art Blakey zusammen. In Europa ist sie besonders aufgrund ihrer langjährigen Zugehörigkeit zu Joseph Bowies Defunkt bekannt geworden (sie ist an 17 LPs und CDs der Gruppe beteiligt). Als akkustische Bassistin tourte sie 1986 und 1987 mit Joe Henderson. Im Laufe der Jahre hat sie auch mit den folgenden Jazzmusikern gespielt und aufgenommen; Yusef Lateef, Oliver Lake, Jack McDuff, Urszula Dudziak, George Gruntz, Rachel Z, James Blood Ulmer, Marilyn Mazur, Wallace Roney, Cindy Blackman, Annie Whitehead, Herb Robertson, Sibylle Pomorin, Teri Thornton und Bertha Hope. Weiterhin hat sie in der Kit McClure Big Band und mit dem National Black Theatre gearbeitet. Außerdem ist sie in der New Yorker Latin Jazz-Szene aktiv Zuletzt ist sie im Jimi Hendrix Projekt von Christy Doran mit Erika Stucky und Fredy Studer und als Bassistin von Charles Davis in Europa aufgetreten.

Tommy Potter

geboren 1918 | gestorben 1988 | jazz-bassist | mann | us-amerikaner


Charles Thomas „Tommy“ Potter (* 21. September 1918 in Philadelphia; † 3. März 1988 ebenda) war ein amerikanischer Jazz-Kontrabassist. Er gilt durch seine vergleichsweise lange Zugehörigkeit zum Charlie Parker-Quintett von 1947 bis 1950 als einer der führenden Bassisten des Bebop.

Potter kam erst im relativ hohen Alter von 21 Jahren zum Kontrabass als Hauptinstrument, nachdem er vorher Unterricht auf Klavier und Gitarre erhalten hatte. Dieser späte Einstieg mag zumindest teilweise erklären, warum es Potter niemals zu einem Virtuosen vom Niveau des einige Jahre jüngeren Oscar Pettiford gebracht hat. In seiner Spielauffassung gleicht er eher einem fortgeschrittenen Musiker des Swing-Stils, dessen besondere Stärke darin bestand, die oft ausgesprochen schnellen Tempi, die Parker einzuzählen liebte, problemlos bewältigen zu können. Außerdem ergänzte sich die Spielweise des Bassisten hervorragend mit den beiden anderen Musikern der Rhythmusgruppe des Parker-Quintetts dieser Zeit, nämlich dem Schlagzeuger Max Roach sowie dem Pianisten Duke Jordan. Da zudem auch noch der junge Miles Davis an der Trompete Mitglied der Band war, wird diese Besetzung von vielen Fans und Kritikern für eine der musikalisch überzeugendsten in Parkers Karriere gehalten. Sie ist darüber hinaus auf Schallplatten besonders gut dokumentiert, diese zahlreichen Aufnahmen geben einen guten Einblick in die solide, unspektakuläre Begleitarbeit Potters.

Doug Watkins

geboren 1934 | gestorben 1962 | jazz-bassist | mann | us-amerikaner


Douglas Watkins (* 2. März 1934 in Detroit; † 5. Februar 1962 bei Holbrook, Arizona) war ein amerikanischer Jazz-Kontrabassist.

Watkins zählt − vor allem als Begleiter – zu den bedeutendsten Exponenten seines Instruments im stilistischen Rahmen des Hard Bop. Als Freelancer wirkte er bei Aufnahmesitzungen der meisten wichtigen Musiker dieses Stils mit, ingesamt erschienen bereits zu Watkins' Lebzeiten knapp 300 LP-Produktionen, auf denen er mitwirkte. Zu einer der musikalisch einflussreichsten Platten im umfangreichen Oeuvre des früh verstorbenen Bassisten dürfte dabei Sonny Rollins' Saxophone Colossus von 1956 zählen. Watkins war auch Gründungsmitglied von Art Blakeys Jazz Messengers, denen er seit 1954 angehörte. Er verließ die Band zusammen mit Horace Silver im Jahre 1956 und schloss sich dem neugegründeten Quintett des Pianisten an. Charles Mingus griff auf die Fähigkeiten seines jüngeren Bassistenkollegen zurück, als er 1961 für einige Zeit im eigenen Ensemble die Rolle des Pianisten übernahm. Mit Watkins am Bass spielte das Mingus-Sextett am 6. November 1961 eine Aufnahmesession ein, deren Ergebnisse auf Mingus Oh Yeah! und einigen Stücken auf Tonight At Noon zu hören sind. Auf dem Weg zu einem Auftritt in San Francisco starb Doug Watkins nur wenige Monate später im Alter von 28 Jahren bei einem Autounfall. Er war am Lenkrad des Wagens eingenickt und stieß daraufhin mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen; seine beiden Begleiter, Pianist Roland Hanna und Trompeter Bill Hardman überlebten das Unglück.

Glen Moore

geboren 1959 | jazz-bassist | mann | us-amerikaner


Glen Moore (* 28. Oktober 1941 in Portland, Oregon) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Kontrabassist, Pianist).

Nach klassischem Klavierunterricht spielte Moore Kontrabass im Schulorchester und brachte sich selbst Grundlagen von Jazz und freier Improvisation bei. Erste öffetnliche Auftritte hatte er bei den Young Oregonians in Portland, wo er mit dem Saxophonisten Jim Pepper spielte. An der University of Oregon studierte er Geschichte und Literatur (B.A.) sowie Cello. Unter seinen Basslehrern sind Ludwig Streicher (Wien) and François Rabbath (Hawaii) besonders zu erwähnen.

Walter Page

geboren 1900 | gestorben 1957 | jazz-bassist | mann | us-amerikaner


Walter Sylvester Page (* 9. Februar 1900 in Gallatin (Missouri); † 20. Dezember 1957 in New York City) war ein amerikanischer Jazzmusiker. Als Bandleader ist er vor allem bekannt als Gründer von Walter Page's Blue Devils, einer Swingband der späten 1920er und frühen 30er Jahre, die letztlich in der Big Band von Count Basie aufging. In die Jazzgeschichte ging Page vor allem als der Kontrabassist ein, auf dessen Pionierarbeit der heute klassische Begleitstil des Walking Bass zurückgeht. In den frühen Jahren seiner Laufbahn war er jedoch, wie in den damaligen Jazzbands des Mittleren Westens üblich, ein Multiinstrumentalist. Bis in die erste Hälfte der 30er Jahre spielte Page, wie viele seiner Kollegen, die Bass-Stimmen vieler Arrangements auf der Tuba ein, gelegentlich auch auf den tiefen Saxophonen ( Bariton und Bass). Auf all diesen Instrumenten trat er sporadisch auch als Solist hervor. Sein musikalisches Interesse, sowohl als Leader wie als Sideman, galt jedoch vor allem der Entwicklung und Verfeinerung einer Stilistik für die vier Hauptinstrumente der Rhythmusgruppe (Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug), wie sie schließlich ab ungefähr 1936 in der so genannten All American Rhythm Section des damaligen Basie-Orchesters stilprägend verwirklicht wurde. Die drei übrigen dazugehörigen Musiker (Basie als Pianist, der Gitarrist Freddie Green und Jo Jones am Schlagzeug) haben sämtlich die entscheidende Bedeutung von Pages rhythmischen Ideen für die Enstehung dieses Ensembleklangs hervorgehoben. Der swing dieser Spielart unterschied sich für die damaligen Hörer so deutlich von der Musik der übrigen Jazzmetropolen (New York, Chicago), dass man den Stil mit dem Toponym Kansas City Swing belegte − alle vier Musiker hatten in so genannten territory bands gearbeitet, die von dieser Stadt aus durch den Mittel- und Südwesten der USA tourten. Page selbst verwahrte sich zeitlebens dagegen, als „Erfinder“ der Walking Bass-Technik bezeichnet zu werden, die er selbst auf Duke Ellingtons Bassisten Wellman Braud zurückführteWalter Page: About my life in music., in The Jazz Review I (Nov. 1958), 12. Kein Zweifel besteht allerdings daran, dass in der Jazzwelt − unter Musikern und Hörern gleichermaßen − die Durchsetzung dieser Spielweise untrennbar mit Pages Namen verbunden ist. Dementsprechend spielte der Bassist neben seiner Arbeit im Basie-Orchester (von dessen Anfängen in den Mittdreißigern bis 1943 und noch einmal von 1946 bis 1949) nicht nur mit vielen bedeutenden schwarzen Musikern der Swing-Ära, seine herausgehobene musikalische Position verschaffte ihm auch Engagements bei weißen Bands, zum Beispiel Benny Goodman und Eddie Condon, was durch die Rassentrennung in der damaligen amerikanischen Gesellschaft nicht unproblematisch war. Im Gegensatz zu seinem jüngeren Halbbruder, dem Trompeter Oran „Hot Lips“ Page, blieb Walter immer dem Swing-Stil verbunden und zeigte kein ausgeprägtes Interesse für den nach 1940 aufkommenden Modern Jazz.

Quellen


Literatur

  • Martin Kunzler: Jazz-Lexikon. Directmedia, Berlin 2005, ISBN 3-89853-018-3
  • Gunther Schuller: Early Jazz. Its Roots and Musical Development. Oxford University Press, New York 1968, ISBN 0-19-504043-0
  • Gunther Schuller: The Swing Era. The Development of Jazz 1930–1945. Oxford University Press, New York 1989, ISBN 0-19-507140-9

en:Walter Page sv:Walter Page

John Kirby

geboren 1910 | gestorben 1951 | jazz-bassist | mann | us-amerikaner


John Kirby (* 31. Dezember, 1908 in Winchester, Virginia; † 14. Juni, 1952 in Hollywood, Kalifornien) war ein Jazz-Bassist, Band-Leader sowie Posaunist und Tuba-Spieler.

Background

John Kirby kam 1926 nach Maryland und spielte dort mit Chick Webb und Fletcher Henderson und spielte bei mehreren Aufnahmen von Fletcher Henderson's Orchestra die Tuba und später den Kontrabass. 1937 gründete er seine eigene Band, ein Sextett "The Onyx Club Boys", bestand aus ihm selbst am Bass, Charlie Shavers an der Trompete, Buster Bailey an der Klarinette, Russell Procope am Altsaxophon, Billy Kyle am Klavier und O'Neil Spencer am Schlagzeug. Sie wurde zu einer der wenigen bedeutenden "kleinen" Bands der Big-Band-Ära und nahm 1938 als erste Band den Song Undecided von Sid Robins and Charlie Shavers auf. Kirby tendierte zu einem nur wenig klassisch beeinflussten Swingstil und provozierte damit viele Kritiker, allerdings machte ihn seine Musik in der Zeit von 1938 bis 1941 sehr populär. Nach dem 2. Weltkrieg nahm sein Erfolg ab und bevor er sein geplantes Comeback starten konnte starb er 1952.

William Parker (Musiker)

geboren 1952 | jazz-bassist | kontrabassist | mann | us-amerikaner


William Parker (* 10. Januar, 1952 in Bronx, New York City, New York, ) ist ein amerikanischer Jazz-Bassist.

Parker, der im Unterschied zu anderen Kontrabassisten seiner Generation keine schulische Ausbildung auf dem Instrument hat, nahm Unterricht bei Jimmy Garrison, Richard Davis und Wilbur Ware. Dabei ist er als jemand der regelmäßig, auch jenseits von Solos, mit dem Bogen spielt, eine Ausnahme unter den Bassisten der Free Jazz- und Improvisationsszene.

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