hochschullehrer
Herbert Hunger
autor | Österreicher | byzantinist | geboren 1914 | gestorben 2000 | hochschullehrer | kunsthistoriker | mannWerke
- Griechische Paläographie 1954
- Byzantinische Geisteswelt 1958
- Lexikon der griechischen und römischen Mythologie 1959 (8. Aufl. 1988)
- Antikes und mittelalterliches Buch- und Schriftwesen : Überlieferungsgeschichte der antiken Literatur 1961
- Reich der neuen Mitte. Der christliche Geist der byzantinischen Kultur, 1965
- Katalog der griechischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek (6 Bände, 1961-1995)
- Byzantinische Grundlagenforschung, 1973
- Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner, 2 Bände, 1978
- Epidosis 1989 (gesammelte Werke)
- Schreiben und Lesen in Byzanz 1989
- Prochoros Kydones 1990
- Das Denken am Leitseil der Sprache 1999
Karl von den Steinen
berlin | brasilien | deutscher | ethnologe | forschungsreisender | geboren 1855 | gestorben 1929 | hochschullehrer | mann | museumsdirektor | südamerika1884 befuhr er in Zentral-Brasilien als erster von Cuiabá aus den Rio Xingu bis zu seiner Mündung in den Amazonas und erforschte 1887-1888 die Indianerstämme. An dieser zweiten Expedition beteiligten sich außer seinem Vetter Wilhelm von den Steinen der Berliner Anthropologe Paul Ehrenreich und der Münchner Geologe und Astronom Peter Vogel.
Arvid Pardo
diplomat | geboren 1914 | gestorben 1999 | hochschullehrer | malteser | mannSein aus Malta stammender Vater starb 1922 während einer Hilfsmission in der Sowjetunion an Typhus. Seine aus Schweden stammende Mutter erlag ein Jahr darauf während einer Appendektomie und sein Bruder starb bei einem Autounfall. Er wurde das Mündel seines Onkels, dem italienischen Diplomaten Bernardo Attolico, der unter anderem Botschafter in Brasilien, der Sowjetunion, dem Dritten Reich und am Heiligen Stuhl war. Attolico schickte auf die Schule am Collegio Mondragone in Frascati und der junge Pardo verbrachte seine Schulferien bei seinem Onkel.
Helmut Winschermann
deutscher | dirigent | geboren 1920 | hochschullehrer | oboistOboist und Hochschullehrer
Helmut Winschermann studierte in Essen und in Paris und wurde 1939 Oboist im Städtischen Orchester Oberhausen. Bald nach Kriegsende 1945 übernahm er die Planstelle des 1. Solo-Oboisten im Sinfonieorchester von Radio Frankfurt, dem späteren Hessischen Rundfunk (HR). Bis 1951 übte er diese Tätigkeit aus, wurde aber schon im Jahre 1948 als Dozent an die Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold berufen.1951 gründete er dort eine Meisterklasse für Oboe und Kammermusik und übernahm 1956 die neu geschaffene Professur für Oboe. Eine Reihe hoch angesehener Oboisten sind aus seiner "Oboenfabrik", wie es Winschermann später einmal genannt hat, hervorgegangen, wie zum Beispiel Hansjörg Schellenberger, Günther Passin, Ingo Goritzki und Gernot Schmalfuß, Winschermanns späterer Nachfolger auf die Professur in Detmold.Fritz Lehmann
deutscher | dirigent | geboren 1904 | gestorben 1956 | hochschullehrerSein Leben
Fritz Lehmann studierte 1918 - 1921 an der Hochschule für Musik in Mannheim, danach Musikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Göttingen. 1923 - 1927 war er Kapellmeister am Theater in Göttingen. Dann wechselte er nach Essen und übernahm dort die Leitung der Kapellmeisterklasse sowie der Opern- und Orchesterschule an der Essener Folkwangschule. Anschließend, bis 1929, arbeitete er als Orchester- und Chordirigent in Hildesheim und in Hannover. 1934 wurde ihm die künstlerische Leitung der Göttinger Händel-Festspiele übertragen. Von 1935 - 1938 wirkte Fritz Lehmann als Generalmusikdirektor (GMD) in Bad Pyrmont, von 1938 - 1947 in Wuppertal.Sandor Konya
geboren 1924 | gestorben 2002 | hochschullehrer | opernsänger | ungarKonya kam nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland und studierte an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold Gesang bei Professor Fred Husler. Sein erstes Engagement erhielt der Tenor in Bielefeld. Im Jahre 1955 wurde er an die Städtische Oper Berlin verpflichtet. Bald gastierte er in Hamburg, München und Stuttgart.
1958 holte Wieland Wagner ihn als "Lohengrin" nach Bayreuth. Sandor Konya sang diese Titelpartie in Richard Wagners Oper im Laufe seiner weltweiten Karriere in mehr als 300 Aufführungen. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele übernahm er auch die Rolle des Walter von Stolzing in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg.
Bernd Glemser
deutscher | geboren 1962 | hochschullehrer | mann | pianistKünstlerische Entwicklung
Der Schüler des russischen Pianisten und Musikpädagogen Vitalij Margulis machte noch in seiner Ausbildungs- und Studienzeit auf sich aufmerksam, als er ab 1981 hintereinander 17 internationale Musikwettbewerbe (Cortot, Rubinstein, Tschaikowsky, Busoni u.a.) gewann. Seit seinem 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb im Jahre 1987 zählt der Pianist Bernd Glemser zum kleinen Kreis der obersten Weltelite. Er war - 1989 - noch immatrikulierter Studierender der Hochschule für Musik Freiburg, als ihn die Hochschule für Musik Saar zum damals jüngsten Klavierprofessor Deutschlands nach Saarbrücken berief.Rainer Goebel
deutscher | geboren | hochschullehrer | kognitionswissenschaftler | mann | neurobiologe | physiologeAn der Universität Maastricht lehrt er als Professor für Kognitive Neurowissenschaft und erforscht künstliche neuronale Netzwerke für Bildverarbeitung.
Rainer Goebel studierte von 1983-1988 an der Universität Marburg Psychologie und Informatik. 1990 begann er seine Doktorarbeit an der Technischen Universität zu Braunschweig bei Prof. Dr. Dirk Vorberg. Er entwickelte ein oszillatorisches neuronales Netzwerk-Modell für Szenen-Segmentierung, selektive Aufmerksamkeit sowie Umriss-Erkennung und wurde 1994 promoviert. Von 1995-1999 arbeite er als Postdoc am Max Planck Institut für Hirnforschung in Frankfurt/Main in der Abteilung für Neurophysiologie unter Prof. Dr. Wolf Singer, wo er eine eigene Arbeitsgruppe gründete. 1997/1998 war Goebel Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Januar 2000 ist er ordentlicher Professor in der Psychologie-Fakultät der Universität Maastricht. Goebel ist Mitglied im Vorstand des F.C. Donders Centre for Cognitive Neuroimaging in Nijmegen.
Hugo Lindemann
deutscher | geboren 1867 | gestorben 1949 | hochschullehrer | mann | reichstagsabgeordneter | spd-mitgliedLindemann war Sohn eines wohlhabenden Emigranten. Er besuchte in Ludwigsburg das Lyzeum und anschließend das Gymnasium in Hannover. In den Jahren 1884 bis 1889 studierte Lindemann in Göttingen, Bonn, München und Kiel Philosophie und klassische Philologie. Im Jahr 1889 promovierte er zum Dr. phil. in Kiel. Seit 1890 lebte Lindemann als freier Autor bevor er zwischen 1892 und 1896 zu einem Studienaufenthalt mit dem Schwerpunkt Nationalökonomie nach England ging. Teilweise in diese Zeit fällt seine Mitarbeit am Handbuch des Socialismus. Anschließend betätigte er sich wieder als wissenschaftlicher Autor. Lindemann war vor allem spezialiert auf Kommunalpolitik, die kommunalen Wirtschaftsbetriebe und die Stadttechnik. Er war langjähriger Herausgeber des Kommunalen Jahrbuchs (1908 bis 1932), des Handwörterbuchs der Kommunalwissenschaften (1918 bis 1927) sowie der Kölner sozialpolitischen Vierteljahrsschrift (1920 bis 1930). Im Jahr 1916 habilitierte Lindemann und wurde Dozent für Kommunalwissenschaft an der Technischen Hochschule Stuttgart. Seit Oktober 1919 bis September 1933 war Lindemann neben Leopold von Wiese und Theodor Brauer Direktor an dem von Oberbürgermeister Konrad Adenauer maßgeblich initiierten Institut für sozialwissenschaftliche Forschungen und von 1920 bis 1933 auch ordentlicher Professor an der Universität Köln.
Hans Conrad Schellenberg
agrarwissenschaftler | hochschullehrerSchellenberg, Sohn eines Landwirts, studierte seit 1890 an der Abteilung für Landwirtschaft der ETH Zürich und ging 1893 an die Universität Berlin, wo er sich mit botanischen Fragen beschäftigte. 1895 wurde er an der ETH Zürich mit einer Arbeit über verholzte Zellmembran zum Dr. phil. promoviert. Anschließend war er bis 1897 als Assistent an der Samenkontrollstation in Zürich, dann fünf Jahre lang als Lehrer einer landwirtschaftlichen Schule seines Heimatkantons tätig. 1901 habilitierte er sich an der ETH Zürich für das Fach Botanik. Seit 1903 hatte er einen Lehrauftrag für Pflanzenpathologie und für Weinbau. Von 1908 bis zu seinem Tode war er o. Professor für Pflanzenbau an der Abteilung für Landwirtschaft der ETH Zürich.

