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historisches dokument

Annalen von Tigernach

chronik (literatur) | historisches dokument | irische geschichte | literarisches werk | mittelalter (literatur)


Die Annalen von Tigernach (englisch: Annals of Tigernach) gehören zu den bedeutendsten mittelalterlichen Chroniken Irlands. Sie sind weitgehend in irischer Sprache verfasst mit einigen lateinischen Einträgen. Die Chronik umfasst die Zeiträume von 807 v. Chr. bis 360 (als Kopie der Chroniken von Eusebius von Caesarea) und von 489 bis 1178 mit Lücken zwischen 767 und 973 sowie zwischen 1004 und 1017.

Der Name der Annalen ergibt sich aus einer Notiz beim Jahr 1088: Tigernach schrieb bis hierhin, bevor er verstarb. Es wird vermutet, dass Tigernach ein Mönch des Klosters Clonmacnoise gewesen ist.

Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1635)

1635 | dreißigjähriger krieg | französische geschichte | historisches dokument | sächsische geschichte


Im Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1635) vom 26. und 27. Oktober 1635 zwischen Ludwig XIII. und Bernhard von Sachsen-Weimar wurde geregelt, dass die französische Staatskasse die Finanzierung des in schwedischen Diensten stehenden Heeres von Sachsen-Weimar übernimmt. Schweden war als bisheriger Unterstützer der protestantischen Streitmacht nach seiner Niederlage in der Schlacht bei Nördlingen (1634) mit eigenen Problemen und Finanzsorgen befasst, Bernhard hatte zugleich sein Herzogtum eingebüßt und war somit ohne Finanzquelle.

Nach längeren Verhandlungen sagte Kardinal Richelieu dem Herzog für die Dauer des Krieges 4 Millionen Livres jährliche Subsidiengelder zur Unterhaltung eines Heers von 12.000 Mann zu Fuß und 6.000 Reitern mit der nötigen Artillerie zu. In einem geheimen Artikel wurde dem Deutschen das Elsass unter der Bedingung versprochen, die katholische Religion dort nicht zu verdrängen. Für den Fall, dass jenes Land ihm beim Abschluss des Friedens nicht zugeeignet werden könne, erhielt der protestantische Herzog alternativ eine angemessene Vergütung zugesichert. Damit war Bernhard letztlich von Frankreich abhängig.

Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1632)

1632 | englische geschichte | französische geschichte | historisches dokument | kanadische geschichte


Im Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1632) wurde am 19. März 1632 die Rückgabe Quebécs von England an Frankreich vereinbart. Pater Paul Le Jeune stellte fest, dass der Zustand der Kolonie armselig sei. Zurückgegeben wurde außerdem Akadien, in das die Briten 1622 eingedrungen waren. Sie bezeichneten das Gebiet als „Nova Scotia“.

Die Engländer hatten sich zwischen 1629 und 1632 das Gebiet um Quebec angeeignet. Am 19. Juli 1629 war einer englischen Flotte unter dem Abenteurer David Kirke die Eroberung der Stadt Quebec gelungen. Kommandeur Samuel de Champlain war zur Unterzeichnung der Kapitulation gezwungen und hinterher nach London gebracht worden.

Edikt von Saint-Germain-en-Laye (1562)

1562 | französische geschichte | historisches dokument | protestantismus in frankreich


Im Edikt von Saint-Germain-en-Laye (1562) sicherte am 17. Januar 1562 die französische Regentin Katharina von Medici dem hugenottischen Adel eingeschränkte Glaubensfreiheit im katholisch orientierten Königreich zu. Der auch als 1. Religionsedikt bezeichnete königliche Erlass erlaubte es den Protestanten, in Vorstädten oder draußen auf dem Land ihrem von der katholischen Gesinnung abweichenden Glauben nachzugehen.

Es war Katharinas erste Entscheidung als Regentin nach dem Tod ihres Sohnes, des Königs Franz II.. Neuer König wurde ihr nächster Sohn, der noch minderjährige Karl IX.. Sie handelte in seinem Namen. In der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten versuchte sie einen mittleren Kurs zu steuern, der die königliche Macht stärken sollte. Ohne die Privilegien der katholischen Kirche anzutasten, gestattete der maßgeblich vom Kanzler Michel de L'Hôpital konzipierte Erlass den Protestanten Glaubensfreiheit und die private Anbetung Gottes.

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