grimms märchen
Der goldene Schlüssel
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Ein armer Schlittenjunge will sich in der Kälte am Feuer wärmen und findet unterm Schnee einen kleinen goldenen Schlüssel und dann unter der Erde ein eisernes Kästchen. Der Text endet mit der Feststellung, daß man nun warten muß, bis er es aufgeschlossen hat.Der Stiefel von Büffelleder
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Ein furchtloser, unbekümmerter Soldat wandert nach seiner Abdankung in seinen alten Stiefeln aus Büffelleder umher. Er begegnet einem Jäger, den er seiner feineren Kleidung wegen "Bruder Wichsstiefel" nennt. Sie suchen nachts in einem Haus Unterschlupf, wo sie eine alte Frau vor zwölf heimkommenden Räubern versteckt. Als die sie finden, weil der Soldat den Geruch des Bratens nicht mehr ausgehalten und sich verraten hat, gewähren sie ihnen, zu essen, ehe sie sie töten wollen. Der Soldat beeindruckt sie so mit seinem Appetit, daß er auch Wein bekommt. Als er eine Gesundheit auf sie ausruft ihr sollt alle leben, aber das Maul auf und die rechte Hand in die Höhe, sind sie wie versteinert. Die beiden essen sich satt, dann gehen sie heim und der Soldat holt seine Kameraden, die die Räuber festnehmen. Als sich der Jäger als König zu erkennen gibt, erschrickt der Soldat, aber bekommt fortan freies Essen zum Dank.Der Stiefel von Büffelleder
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Ein furchtloser, unbekümmerter Soldat wandert nach seiner Abdankung in seinen alten Stiefeln aus Büffelleder umher. Er begegnet einem Jäger, den er seiner feineren Kleidung wegen "Bruder Wichsstiefel" nennt. Sie suchen nachts in einem Haus Unterschlupf, wo sie eine alte Frau vor zwölf heimkommenden Räubern versteckt. Als die sie finden, weil der Soldat den Geruch des Bratens nicht mehr ausgehalten und sich verraten hat, gewähren sie ihnen, zu essen, ehe sie sie töten wollen. Der Soldat beeindruckt sie so mit seinem Appetit, daß er auch Wein bekommt. Als er eine Gesundheit auf sie ausruft ihr sollt alle leben, aber das Maul auf und die rechte Hand in die Höhe, sind sie wie versteinert. Die beiden essen sich satt, dann gehen sie heim und der Soldat holt seine Kameraden, die die Räuber festnehmen. Als sich der Jäger als König zu erkennen gibt, erschrickt der Soldat, aber bekommt fortan freies Essen zum Dank.Der Grabhügel
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Ein geiziger Bauer betrachtet seinen Reichtum. Dann hat er das Gefühl, das es an die Tür seines Herzens klopft, das nach seinem Leben befragt seine Selbstsucht gesteht. Er erschrickt und schenkt seinem armen Nachbarn, der an die Tür klopft, acht Malter Korn für seine hungrigen Kinder, unter der Bedingung, daß er drei Nächte an seinem Grab wachen soll. Drei Tage später stirbt der Bauer. In der dritten Nacht begegnet der furchtsame Nachbar einem abgedankten Soldaten, der mit ihm wacht. Dann kommt der Teufel, der sie verjagen will, um sich die verstorbene Seele zu holen. Als der Soldat sich furchtlos zeigt, verspricht er, ihm den Stiefel mit Gold zu füllen. Aber der Soldat schneidet die Sohle ab. Als es dem Teufel das dritte Mal mißlingt, ihn zu füllen, vertreibt ihn der erste Sonnenstrahl. Der Soldat überläßt seinen Anteil am Gold den Armen und zieht mit dem anderen in seine Hütte.Der Grabhügel
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Ein geiziger Bauer betrachtet seinen Reichtum. Dann hat er das Gefühl, das es an die Tür seines Herzens klopft, das nach seinem Leben befragt seine Selbstsucht gesteht. Er erschrickt und schenkt seinem armen Nachbarn, der an die Tür klopft, acht Malter Korn für seine hungrigen Kinder, unter der Bedingung, daß er drei Nächte an seinem Grab wachen soll. Drei Tage später stirbt der Bauer. In der dritten Nacht begegnet der furchtsame Nachbar einem abgedankten Soldaten, der mit ihm wacht. Dann kommt der Teufel, der sie verjagen will, um sich die verstorbene Seele zu holen. Als der Soldat sich furchtlos zeigt, verspricht er, ihm den Stiefel mit Gold zu füllen. Aber der Soldat schneidet die Sohle ab. Als es dem Teufel das dritte Mal mißlingt, ihn zu füllen, vertreibt ihn der erste Sonnenstrahl. Der Soldat überläßt seinen Anteil am Gold den Armen und zieht mit dem anderen in seine Hütte.Der starke Hans
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Der zweijährige Hans und seine Mutter werden von Räubern in eine Höhle entführt, wo sie den Haushalt führen muß. Als Neunjähriger fragt Hans die Mutter nach seinem Vater, dann den Räuberhauptmann, der ihn lachend ohrfeigt, daß er hinfällt. Ein Jahr später fragt Hans wieder, verprügelt die betrunkenen Räuber mit seinem Knüppel und geht mit seiner Mutter zum Vater heim. Dort baut er mit ihm von dem mitgebrachten Gold ein neues Haus und arbeitet tüchtig. Er geht mit einem zentnerschweren Stab in die Welt, wo er einem begegnet, der Tannen zu Seil dreht und einem, der sich mit der Faust ein Haus in Fels schlägt. Sie vereinbaren, zusammen zu jagen, wobei immer einer daheim kochen muß. Die zwei anderen werden beim Kochen von einem Männlein heimgesucht, das Fleisch fordert und sie verprügelt. Als die Reihe an Hans kommt, gibt er ihm erst großzügig, als es auf ihn losgeht verfolgt er es bis zu seiner Höhle im Berg. Dort läßt er sich am nächsten Tag von den zwei anderen an einem Seil herab und befreit eine Königstochter von dem Zwerg. Dem nimmt er auch einen Wunschring ab, der ihn aus der Höhle bringt, als die zwei anderen Gesellen ihn zurücklassen und mit der Königstochter fortsegeln wollen. Er befreit sie erneut und sie heiraten.Die wahre Braut
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Ein schönes und fleißiges Mädchen wird von seiner Stiefmutter mit immer schwereren Aufgaben gequält. Erst muß es an einem Tag zwölf Pfund Federn abschleißen, dann einen See mit einem löchrigen Löffel leeren, dann ein Schloß bauen. Jedesmal kommt eine alte Frau und hilft ihm, während es schläft. Bei der Begehung des Schloßkellers stürzt sich die Schwiegermutter zu Tode. Das Mädchen verlobt sich mit einem Königssohn. Er will das Einverständnis seines Vaters zur Hochzeit einholen. Sie küßt ihn auf die linke Backe und bleibt unter einer Linde drei Tage sitzen, bis sie ihn suchen geht. Als sie nichts von ihm hört, lebt sie einige Jahre traurig als Hirtin. Ihr Geliebter, den eine andere Königstochter heiraten will, reitet zweimal an ihr vorbei, ohne sie zu erkennen. Sie tanzt mit ihm auf dem dreitägigen Fest einen Abend in einem Kleid mit Sternen, dann mit Monden und schließlich mit Sonnen. Als sie ihn auf die linke Backe küßt, erkennt er sie. Sie heiraten im Schloß der wahren Braut.Das singende springende Löweneckerchen
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenInhalt
Als ein Mann seine drei Töchter fragt, was er ihnen von der Reise mitbringen soll, will die älteste Perlen, die zweite Diamanten, die jüngste aber, die ihm am liebsten ist, ein singendes springendes Löweneckerchen (Lerche). Er findet es nach langer Suche auf einem Baum bei einem Schloß im Wald, aber es wird von einem Löwen bewacht, der ihm den Vogel und das Leben nur läßt für das, was ihm daheim zuerst begegnet. Der Mann läßt sich von seinem ängstlichen Diener überreden, obwohl er schon fürchtet, daß das seine jüngste Tochter sein wird, die ihm entgegenläuft. Sie freut sich über das Geschenk und tröstet ihn, sie werde schon gesund heimkommen.Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack
grimms märchen | literarisches werk | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | märchenTischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack ist ein Märchen (Typ 563 nach Aarne und Thompson), das in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 36 enthalten ist. Inhalt Ein Schneider lebt mit seinen drei Söhnen und einer Ziege, die sie ernährt. Als der Älteste sie schön geweidet hat und fragt, ob sie satt sei, antwortet sie: "Ich bin so satt, ich mag kein Blatt: meh ! meh !" Als aber der Vater zu Hause die Ziege fragt, antwortet sie: "Wovon sollt ich satt sein ? Ich sprang nur über Gräbelein, und fand kein einzig Blättelein: meh ! meh !" Der Vater jagt den Ältesten mit der Elle hinaus. Den beiden anderen Söhnen ergeht es die folgenden Tage genauso. Als der Vater die Ziege dann selbst ausführt und sie draußen so und zu Haus so antwortet, erkennt er das Unrecht, das er seinen Söhnen angetan hat, schert der Ziege den Kopf und Jagt sie mit der Peitsche fort. Die Söhne gehen bei einem Schreiner, einem Müller und einem Drechsler in die Lehre. Am Ende bekommt der Älteste einen alten Tisch mit, wenn man zu dem sagt "Tischchen deck dich" , dann ist er sauber gedeckt und mit den herrlichsten Speisen. Der Mittlere bekommt einen Esel, wenn man zu dem sagt "Bricklebrit" , dann fallen vorne und hinten Goldstücke heraus. Beide werden aber vor ihrer Heimkunft in ihrer Freigiebigkeit von einem Wirt betrogen, der ein falsches Tischchen und einen anderen Esel unterschiebt. Sie bemerken es erst, als sie ihr Wunderding zu Hause vorführen wollen. Sie schämen sich vor allen Gästen, die der Vater eingeladen hat, der jetzt weiter als Schneider arbeiten muß. Der Jüngste bekommt von seinem Meister einen Knüppel im Sack, der jeden Gegner verdrischt, wenn man sagt "Knüppel aus dem Sack" und erst aufhört, wenn man sagt "Knüppel in den Sack" . Damit nimmt er dem Wirt das Tischchen und den Esel wieder ab, als der ihm den Sack unter dem Kopfkissen stehlen will, dessen Wert er ihm vorher gepriesen hatte. Die Ziege verkriecht sich aus Scham über ihren kahlen Kopf in einen Fuchsbau, wo der Fuchs und dann der Bär vor ihren glühenden Augen erschrecken. Aber die Biene sticht ihr in den geschorenen Kopf, und sie läuft irgendwo in die Welt hinein.

