gestorben 2006
Karlheinz Weinberger
fotograf | geboren 1921 | gestorben 2006 | homosexualität in der kunst | mann | schweizerLeben
Karlheinz Weinberger wurde 1921 in Zürich geboren. Er besuchte dort das Literaturgymnasium und begann, sich die Fotografie autodidaktisch anzueignen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er zeitweise als Möbel- und Teppichverkäufer tätig, jedoch auch längere Zeit arbeitslos. Von 1955 bis zur Pensionierung 1986 war er Lagerist bei der Firma Siemens-Albis in Zürich. Er wohnte zeitlebens an derselben Adresse im Zürcher Stadtkreis 3. Karlheinz Weinberger starb 2006.
Boris Guds
geboren 1902 | gestorben 2006 | mann | russeGuds galt zeitlebens als großer Kämpfer, der schon 1917 zur Zeit der Oktoberrevolution auf der Seite der Bolschewiki kämpfte. Mit etwa 21 Jahren wurde er Mitarbeiter der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka unter Felix Dserschinski und kämpfte in den 1920er Jahren in Tschetschenien, als dort Unruhen ausbrachen. Im Zeitraum von 1934 bis 1936 arbeitete Guds als Resident des sowjetischen Nachrichtendienstes GPU in Tokio, wo er für kurze Zeit das Spionagenetzwerk um den deutschen Topspion Richard Sorge leitete, der als Korrespondent der Frankfurter Zeitung getarnt, zahlreiche kriegswichtige Informationen aus japanischen Regierungskreisen sammelte. Jene Funktion übte er auch in Moskau aus, als er infolge stalinistischer „ Säuberungsaktionen“ im Jahr 1937 – der unzählige Intellektuelle, Oppositionelle, aber auch Staatsbedienstete zum Opfer fielen – seine Mitgliedschaft in der KP sowie sämtliche Posten im Geheimdienst einbüsste.
Machteld Mellink
frau | geboren 1917 | gestorben 2006 | hochschullehrer (bryn mawr) | vorderasiatischer archäologeMachteld Mellink studierte an der Universität von Amsterdam und während des 2. Weltkrieges als Doktorantin an der Universität von Utrecht. Während der deutschen Besetzung war sie im niederländischen Widerstand aktiv. 2006 ging si an das Bryn Mawr College in die Vereinigten Staaten. Von 1949 bis zu ihrer Emeritierung 1988 lehrte sie dort.
Christian Ewert
bauforscher | deutscher | gestorben 2006 | hochschullehrer (bonn) | kunsthistoriker | mannChristian Ewert arbeitete lange Jahre als Bauforscher für das Deutsche Archäologie Institut (DAI) in dessen Außenstelle in Madrid. Er war einer der profiliertesten Kenner der westislamischen (spanischen und nordafrikanischen) Architektur. Nebenher lehrte er an der Universität Bonn als Professor im Kunsthistorischen Institut. Zweijährlich hielt er hier Blockseminare ab.
Yaacov Hodorov
fußballtorhüter (israel) | geboren 1927 | gestorben 2006 | israeli | mannBis 1964 stand er 31 mal für die Nationalmannschaft im Tor. Er wurde von vielen Israelis als Volksheld angesehen„Former Israel goalkeeping hero Hodorov dies“, reuters.co.uk: >. Aufgrund seiner Leistungen bei der WM-Qualifikation gegen Wales, 1957, stand Hodorov in den Top5 der besten Keeper. Bei dem Spiel, das Israel am Ende 0:2 verlor, hütete er weiter das Tor trotzdem er sich schon zu Beginn des Spieles die Nase gebrochenen hatte. Mit einer gebrochenen Hand spielte er bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele, vor 70.000 Zuschauern in Tel Aviv, gegen die Sowjetunion. Auch dieses Spiel verlor seine Mannschaft mit 1:2.
Ingerid Vardund
geboren 1927 | gestorben 2006 | norweger | schauspielerSie war in Norwegen am meisten durch den Film Jentespranget aus dem Jahr 1973 und die Unterhaltungsserie Hjemme hos oss aus den 1980er Jahren bekannt.
Vardund hatte ihr Bühnendebüt 1947 in Chat Noir, und ihr Filmdebüt fünf Jahre später mit Andrine og Kjell. 1984 erhielt sie den Per-Aabel-Ehrenpreis. 1971 war sie als Nora in Nora oder ein Puppenheim mit dem Nationaltheater auf Japantournee. Sie spielte in einer Reihe Filme mit und war von 1958 bis 1993 am Nationaltheater angestellt. Eine Zeitlang war sie mit Carsten Byhring verheiratet.
Kenneth Sivertsen (Künstler)
geboren 1961 | gestorben 2006 | komponist | norwegerKindheit und Jugend
Sivertsen debütierte als 8-Jähriger an der Bassgitarre auf einer Weihnachtsfeier. Einige Jahre später gründete er mit einigen Freunden die Gruppe "One Two Three". Nach dem Schulabschluss ging er 1977–1979 auf die Volkshochschule in Voss, ein Aufenthalt, der viel für seine weitere musikalische Entwicklung bedeutete. Mehrere der damals entstandenen Gitarrenstücke wurden 1988 auf der Platte Spør Vinden veröffentlicht.Armin Russenberger
geboren 1928 | gestorben 2006 | mann | radsportler (schweiz) | schweizerRussenberger war von 1953 bis 1955 als Mitglied der Equipen Delphin, Condor und Cilo Berufsfahrer. Armin Russenbergers Sohn Marcel Russenberger war ebenfalls Radprofi und bestritt von 1982 bis 1984 drei Mal in Folge die Tour de France.
Fernand Nault
geboren 1921 | gestorben 2006 | kanadier | mann | tänzer Fernand Nault wollte ursprünglich Priester werden, kam aber von dieser Entscheidung ab und studierte, mit Maurice Morenoff zusammen, Tanz in Montreal. Später auch in New York, London und Paris. 1944 wurde Nault vom American Ballet Theatre für eine Vorstellung in Montreal engagiert. Er blieb bei ABT und stieg zum Ballettmeister auf. Später war er sogar Leiter der Ballett-Schule von ABT. 1965 kehrte er nach Kanada zurück und wurde Choreograph, später auch stellvertretender Leiter, bei Les Grands Ballets Canadiens. Sein bekanntestes Werk ist wahrscheinlich die Les Grands-Version des Nussknackers.
Weitere Stücke von Nault sind das Rock-Ballett Tommy, basierend auf der Rock-Oper von The Who und Carmina Burana, das auf der Expo 67 in Montreal aufgeführt wurde. Nault war zudem Choreograph und Ballet Master an der École supérieure de danse du Québec. 1977 wurde ihm Kanadas höchste Auszeichnung, der Order of Canada, verliehen.
Horst Hesse
deutscher | gestorben 2006 | mann | staatssicherheit (person)Horst Hesse stammte aus einer Arbeiterfamilie. Er war gelernter Feinmechaniker und arbeitete zeitweise in den Magdeburger Kruppwerken. Als knapp 20jähriger wurder er 1942 in den Kriegsdienst einberufen. Nachdem er zweimal schwer verwundet wurde, kehrte er im Oktober 1945 in seine zerstörte Heimatstadt Magdeburg zurück. Ende der 40er Jahre ging er zur Volkspolizei. Später arbeitete er in der Hauptabteilung II (Abwehr) des Ministeriums für Staatssicherheit.

