gestorben 1999
Arvid Pardo
diplomat | geboren 1914 | gestorben 1999 | hochschullehrer | malteser | mannSein aus Malta stammender Vater starb 1922 während einer Hilfsmission in der Sowjetunion an Typhus. Seine aus Schweden stammende Mutter erlag ein Jahr darauf während einer Appendektomie und sein Bruder starb bei einem Autounfall. Er wurde das Mündel seines Onkels, dem italienischen Diplomaten Bernardo Attolico, der unter anderem Botschafter in Brasilien, der Sowjetunion, dem Dritten Reich und am Heiligen Stuhl war. Attolico schickte auf die Schule am Collegio Mondragone in Frascati und der junge Pardo verbrachte seine Schulferien bei seinem Onkel.
Michel Seuphor
belgischer maler | geboren 1901 | gestorben 1999 | graphiker | kunstkritiker | kunstschriftsteller | maler der moderne | mannLeben und Werk
Seuphor gründete 1921 mit Joseph Peeters und Geert Pijnenburg die Zeitschrift "Het Overzicht" (Die Übersicht oder Der Überblick), die bis 1925 erschien. Später veröffentlichte er wichtige Beiträge zur modernen Kunst, insbesondere über Piet Mondrian.Melba Liston
bandleader | frau | geboren 1926 | gestorben 1999 | jazz-posaunist | komponist (jazz) | us-amerikanerBereits als Jugendliche spielte sie in Jugendorchestern und wurde 1943 Mitglied von Gerald Wilson, wo sie bereits zu arrangieren begann und mit Dexter Gordon zusammen spielte. Anschließend (1948) spielte sie bei Dizzy Gillespie. 1949 spielte sie in der Band von Billie Holiday, was sie aber wegen des Tourneestreß und des indifferenten Publikums rasch wieder aufgab. Sie arbeitete dann in anderen Berufen und wirkte unter anderem in dem Spielfilm The Prodigal and The Ten Commandments mit. 1956/1957 arbeitete sie wieder mit Gillespie (Tournee und Auftritt auf dem Newport Jazz Festival) zusammen, spielte anschließend bei Art Blakey und gründete eine eigene Band. Mit der Show Free and Easy (deren musikalischer Leiter Quincy Jones war, besuchte sie 1959 Europa.
Marie-Madeleine Duruflé
franzose | geboren 1921 | gestorben 1999 | organistSie erhielt den ersten Klavierunterricht bei ihrer Großmutter. Im achten Lebensjahr schrieb sie bereits ihre erste Komposition. Mit elf Jahren wurde sie zur Titularorganistin an der Kathedrale von Cavaillon ernannt. Mit 13 Jahren erhielt sie nach einem Jahr Ausbildung am Konservatorium von Avignon den ersten Preis für Klavier, im darauffolgenden Jahr den ersten Preis für Harmonielehre. 1939 wurde sie vone Marcel Dupré in dessen Orgelklasse am Conservatoire National Supérieur de Paris eingeladen. Sie folgte diesem Angebot erst nach dem Krieg und schloß ihre Studien 1949 mit dem ersten Preis ab. 1947 wurde sie Assistentin von Maurice Duruflé, den sie 1953 heiratete.
João Carlos de Oliveira
dreispringer | geboren 1954 | gestorben 1999 | leichtathlet (brasilien) | mann | weitspringerJoão do Pulo, João der Springer, wie er in Brasilien genannt wurde, stand als Weitspringer und vor allem als Dreispringer in der Tradition des zweifachen Olympiasiegers Adhemar Ferreira da Silva und von Nelson Prudêncio. Mit zwei Olympiamedaillen, vier Siegen bei den PanAmerikanischen Spielen und drei Siegen beim Weltcup der Leichtathleten gehört er zu den erfolgreichsten Leichtathleten, die Brasilien je hervorgebracht hat.
Marcel Landowski
französischer komponist | franzose | geboren 1915 | gestorben 1999 | komponist (20. jahrhundert) | mannLandowksi, der sehr früh große musikalische Begabung zeigte, studierte in Paris Klavier mit Marguerite Long dann Komponieren am Conservatoire. Bei Pierre Monteux, der seine ersten Werke aufführte, nahm er dazu Unterricht im Dirigieren. Ab 1962 bekleidet Landowksi, der seit Ende der 1940er Jahre in Frankreich wenn auch nicht ausserhalb als einer der wichtigsten lebenden Komponisten gilt, immer wichtigere kulturpolitische Posten im musikalischen Bereich, die ihm von André Malraux, dem Kulturminister Charles de Gaulles verschafft werden. Effektiv hat Landowski fast zwanzig Jahre lang (bis zur Machtübernahme der Linken unter François Mitterand, 1981) einen entscheidenden Einfluß auf die Organisation von klassischen Musikfestivals, Verwaltung von Orchestern und, an erster Stelle, musikalische Ausbildung in Frankreich ausgeübt, wobei er sich unter den linksgerichteten und progressiv eingestellten Kollegen allerdings eher unbeliebt machte.
Marcel Landowski
französischer komponist | franzose | geboren 1915 | gestorben 1999 | komponist (20. jahrhundert) | mannLandowksi, der sehr früh große musikalische Begabung zeigte, studierte in Paris Klavier mit Marguerite Long dann Komponieren am Conservatoire. Bei Pierre Monteux, der seine ersten Werke aufführte, nahm er dazu Unterricht im Dirigieren. Ab 1962 bekleidet Landowksi, der seit Ende der 1940er Jahre in Frankreich wenn auch nicht ausserhalb als einer der wichtigsten lebenden Komponisten gilt, immer wichtigere kulturpolitische Posten im musikalischen Bereich, die ihm von André Malraux, dem Kulturminister Charles de Gaulles verschafft werden. Effektiv hat Landowski fast zwanzig Jahre lang (bis zur Machtübernahme der Linken unter François Mitterand, 1981) einen entscheidenden Einfluß auf die Organisation von klassischen Musikfestivals, Verwaltung von Orchestern und, an erster Stelle, musikalische Ausbildung in Frankreich ausgeübt, wobei er sich unter den linksgerichteten und progressiv eingestellten Kollegen allerdings eher unbeliebt machte.

