geboren 1844
Robert Hermann Tillmanns
chirurg | deutscher | geboren 1844 | gestorben 1924 | mann | mediziner (19. jahrhundert)Leben
Als Sohn eines Kaufmanns geboren, studierte Tillmanns in Bonn, Würzburg, Prag, Halle und Leipzig und wurde 1869 promoviert (Ueber Facialislähmung bei Ohrenkrankheiten). Er war anschließend Assistent am Kreiskrankenhaus in Zwickau und an der chirurgischen Poliklinik in Leipzig, wo Richard Volkmann und Carl Thiersch sein Interesse an der Chirurgie weckten. 1870 nahm er als Assistenzarzt in Meaux und Paris am deutsch-französischen Krieg teil. Anschließend arbeitete er gleichzeitig am pathologischen, anatomischen und physiologischen Institut in Leipzig, wo er sich insbesondere mit dem Bau und der Funktion der Gelenke befasste.1872 heiratete er Clementine Steckner, mit der er später fünf Kinder (vier Töchter und einen Sohn) hatte. 1875 habilitierte er sich, wurde aber erst 1889 zum außerordentlichen Professor ernannt. Eine ordentliche Professur hat Tillmanns nie erhalten.
1888 gründete er gemeinsam mit Otto Heuber einen Verein zur Errichtung und Erhaltung eines Kinderkrankenhauses in Leipzig, dessen Grundstein 1889 gelegt und das am 6. Dezember 1891 eingeweiht werden konnte. Tillmanns wurde zum Leiter der Kinderchirurgischen Abteilung. Bis 1919 war Tillmanns als Kinderchirurg tätig, zuletzt als Oberarzt am Kinderkrankenhaus in Leipzig.
Friedrich Carl Ferdinand Busch
deutscher | geboren 1844 | gestorben 1916 | mann | zahnmedizinVon 1884 bis 1907 war Busch der erste Direktor des neu gegründeten zahnärztlichen Universitätsinstitutes der Universität Berlin.
Busch, Friedrich Carl Ferdinand Busch, Friedrich Carl Ferdinand Busch, Friedrich Carl Ferdinand Busch, Friedrich Carl Ferdinand Busch, Friedrich Carl Ferdinand
Abraham Wedell
deutscher | geboren 1844 | gestorben 1891 | mann | person des judentums | rabbinerLeben
Er war das jüngste von vier Kindern des Waisenhaus-Inspektors Manasse Moses Wedell in Posen und der Miriam (Mirie) Vogelsdorff.
Wedell machte sein Abitur am „Königlichen Friedrich-Wilhelms-Gymnasium“ in Posen und studierte dort 1863 am Rabbiner-Seminar. Anschließend studierte er Philosophie an der Universität Breslau, wo er auch 1869 zum Dr. phil. promoviert wurde.
Ney Elias
engländer | entdecker | geboren 1844 | gestorben 1897 | mannElias kam zunächst nach China und Japan, gab 1868 als erster einen genaueren bericht über den zwischen 1851 und 1853 veränderten Verlauf des unteren Hoangho. Vom Juli 1872 bis Januar 1873 durchreiste er von Peking aus die Wüste Gobi und die westliche Mongolei. 1874 nahm er an der durch Horace Browne geleiteten Expedition an den Irawadi teil und ging schließlich 1879 im Interesse des indischen Handels nach Jarkent in Ostturkestan.
Guido Werdnig
Österreicher | geboren 1844 | gestorben 1919 | mann | neurologeEr beschrieb 1891 zusammen mit dem Heidelberger Neurologen Johann Hoffmann die bösartigste Verlaufsform der Spinalen Muskelatrophie (SMA); auch als SMA Typ I oder Werdnig-Hoffmann-Syndrom bezeichnet.
Werdnig, Guido Werdnig, Guido Werdnig, Guido Werdnig, Guido Werdnig, Guido
Jean Keller
deutscher architekt | geboren 1844 | gestorben 1921 | historismus | mannWerke (Auswahl)
Augsburg
- Wohnhaus Schaezlerstraße 8, spätklassizistisch gegliedert, um 1875
- Eine weitere Villa Kellers in der Schaezlerstraße 3 wurde wegen des Neubaus der Zentrale der Lechwerke AG vor wenigen Jahren abgerissen.
- Direktorenvilla der ehemaligen „Johannes Haag Maschinen- und Röhrenfabrik AG“, Johannes-Haag-Straße 14. Neurenaissance, vor 1892.
- Mutterhaus der Evangelischen Diakonissenanstalt, sowie Kapelle und Parkumfriedung, Frölichstr. 17. Neugotischer Backsteinbau, 1881-93
- Augsburger Kammgarn-Spinnerei (AKS), , Schäfflerbachstraße 26: große Teile der einstmals über etwa 50 Hektar ausgedehnten, heute jedoch weitgehend zerstörten Baulichkeiten stammten von Jean Keller. Von den Bauten Kellers sind erhalten: altes Dampfmaschinenhaus, 1893; zwei Direktorenvillen mit Waschhaus; ehemaliges Wasch- und Badehaus der Arbeitersiedlung der AKS, 1879, neubarocke Putzgliederung; Sortierungsgebäude im Stil einer „Industrie-Basilika“; Kopfbau der Nordwestsheds im Stil eines Fabrikschlosses (dort heute Bayerisches Textil- und Industriemuseum tim).
- Ehemalige Vereinigte Schuhfabrik Berneis-Wessels, August-Wessels-Straße 5; zum größten Teil um 1903-12 nach Plänen von Jean Keller, Eduard Rottmann und Manz
- Augsburg-Pfersee: Fabrik- und Verwaltungsgebäude des Metallindustrieunternehmens J.N. Eberle & Cie. GmbH (erste Laubsägenfabrik der Welt; heute zur Greiffenberger AG gehörend), Eberlestraße 28. Backsteinbau im Jugendstil, erbaut 1903-1906/07
- Ehemalige Versicherungsanstalt für Schwaben und Neuburg, heute Staatliches Vermessungsamt, Holbeinstraße 10. Neubarock, im Stil italienischer Paläste, 1910
- Ehemaliges Wohngebäude der Versicherungsanstalt für Schwaben und Neuburg, heute Sozialgericht, Holbeinstraße 12. Neubarock, 1907
- Ehemaliges Bürgerhaus Ulrichsplatz 12 („Martini-Palais“) heute Amtsgericht bzw. Anwaltskanzlei: 1894 Umbau des Rückgebäudes im Innenhof und des Treppenturms im Stil der Neorenaissance, 1897 der neubarocken Vorderfassade sowie Innenausbau des im Kern älteren Gebäudes. Bauherr war der Textilunternehmer Martini, damals Besitzer der ehemaligen Schüleschen Kattunfabrik.
Henry Clay Ide
geboren 1844 | gestorben 1921 | mann | politiker (vereinigte staaten) | us-amerikanerIde war von 1882 bis 1885 Senator im Senat von Vermont.
Carl Reuß
deutscher | ehrenbürger | forstleute | geboren 1844 | gestorben 1918 | mannLeben und Wirken
Karl Woermann
deutscher | geboren 1844 | gestorben 1933 | kunsthistoriker | mann | person (dresden) | person (hamburg) | person der neuzeitKarl Woermann wurde als ältester Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Carl Woermann ursprünglich auf den Vornamen des Vaters ("Carl") getauft. Da er sich jedoch – im Gegensatz zu seinem Bruder Adolph Woermann – nicht für Kaufhandel und das väterliche Unternehmen interessierte, forderte der Vater von ihm später, die Schreibweise seines Vornamens in "Karl" zu ändern.

