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Die Wikipedia Einträge des Tages

geboren 1810

John Thurnam

archäologe | engländer | geboren 1810 | gestorben 1873


John Thurnam (1810-1873) war ein britischer Antiquar. Er war Mitglied des Royal College of Surgeons und medical superintenden der grafschaftlichen Irrenanstalt in Devizes in Wiltshire. Er war Mitbegründer der Wiltshire Archaeological and Natural History Society". Thurnam war vor allem somatischer Anthropologe. Ihn interessierten die Langhügel wegen der enthaltenen Skelette, und ließ zwischen 1855 und 1867 22 von ihnen von den Insassen der von ihm betreuten Anstalt ausgraben, davon sechs, die bereits der Antiquar William Cunnington zwei Generationen vor ihm untersucht hatte. Thurnams Aufzeichnungen sind leider sehr spärlich und lassen es nur selten zu, seine Grabungsmethoden zu rekonstruieren. Der berühmteste Antiquar von Yorkshire, der Geistliche William Greenwell aus Durham, grub 1863 zusammen mit Thurnam aus, bevor er auf Grabungen von Pitt-Rivers arbeitete.

Thurnam stellte auch eine Klassifikation britischer Glockenbecher auf, die später durch Abercromby ausgebaut werden sollte.

Interpretation

Thurnam zog vor allem antike Autoren zur Interpretation der Grabungsergebnisse heran. Außerdem wertete er Richard Hoares Ancient Wiltshire aus. Er hielt die Gruben in den Langhügeln für Opfergruben, die das Blut von Opfertieren aufnehmen sollten. Da eine Anzahl von Schädeln in den Länghügeln Spuren von stumpfer Gewalteinwirkung zeigten (Boles Barrow, Fussel's Lodge), interpretierte er die Skelette als die von Menschenopfer. Wie Greenwell hielt er auch Kannibalismus für möglich, obwohl er korrekt festgestellt hatte, daß ein Teil der Verletzungen eindeutig prämortal war.

Terminologie

Auf Thurnam geht die Unterscheidung von chambered und unchambered Long barrows, also zwischen kammerlosen Langbetten und solchen mit (Stein)-Kammern zurück, die in der englischen Archäologie noch immer in Gebrauch ist, auch wenn Stuart Piggott alternativ den Begriff "earthen Long Barrow" für die kammerlosen Hügel vorschlug und Ian Kinnes es vorzieht, von megalithischen und nicht-megalithischen Langhügeln zu sprechen.

Antonio Carlo Napoleone Gallenga

autor | geboren 1810 | gestorben 1895 | italiener | mann | politiker


Antonio Carlo Napoleone Gallenga (* 4. November 1810 in Parma; † 17. Dezember 1895) war englisch schreibender Schriftsteller und Publizist

Antonio Gallenga betrieb zwei Jahre lang medizinische Studien auf der Universität in Parma, warf sich aber früh in den Strudel der politischen Agitation und mußte nach 1831 in die Verbannung gehen. Er trat in den Geheimbund der Giovine Italia und übernahm im jugendlichen Fanatismus von den Mazzinisten den Auftrag, den König Karl Albert zu töten; im entscheidenden Augenblick fehlte ihm der Mut, und er mußte sich nun selbst vor den Dolchen seiner Gesinnungsgenossen flüchten. Nun bereiste er das südliche Italien, dann Malta, Amerika, England. Er nahm den Namen Luigi Mariotti an und veröffentlichte unter diesem zunächst:

  • Oltremonte ed Oltremare, canti di un pellegrino (Boston u. London 1844), ferner
  • The back gown papers (London 1846, 2 Bde.) und
  • Italy past and present (London 1846).

Hugo Haniel

deutscher | geboren 1810 | gestorben 1893 | industrieller | mann


Hugo Haniel (* 2. Januar 1810; † 15. Dezember 1893) war der Nachfolger des Unternehmers Franz Haniel.

Hugo Haniel sollte auf Wunsch seines Vaters Franz Jurist werden. Wegen des frühen Todes seines Bruders Eduard im Jahre 1826 trat er jedoch schon mit 16 Jahren an dessen Stelle in das väterliche Geschäft ein. Mit 19 Jahren erhielt er die Prokura und als 25-Jähriger die weitgehende Vollmacht, seinen Vater in allen geschäftlichen Angelegenheiten zu vertreten. Als rechte Hand Franz Haniels verfolgte und begleitete Hugo den Aufbau des Zechen- und Industriebesitzes sowie die enormen technischen Veränderungen während der Industrialisierung des Ruhrgebiets. An den schwierigen Verhandlungen über den Bau der rechts- und linksrheinischen Eisenbahnen von 1841 bis 1848 war er als Repräsentant seines Vaters führend beteiligt. Dasselbe gilt für die seit 1854 geführten Konzessionsverhandlungen mit den preußischen Bergbehörden, bei denen es um den Abbau von Kohle auf dem Grubenfeld Rheinpreussen ging. 1845 wurde er Prokurist bei Jacobi, Haniel & Huyssen (JHH), 1858 übernahm er die Leitung der zu JHH gehörenden Zeche Oberhausen.

Ludwig August von Frankl

autor | Österreicher | geboren 1810 | gestorben 1894 | mann


Ludwig August Ritter von Frankl-Hochwart. (* 3. Februar 1810 in Chrast(Böhmen); † 12. März 1894 in Wien) war jüdischer Dichter.

Ludwig August Ritter von Frankl , aus einer israelitischen Familie stammend, besuchte das Piaristengymnasium der Prager Neustadt und das Piaristenkollegium in Leitomischl und studierte seit 1828 in Wien Medizin, seit dem Tod seines Vaters vielfach mit Not kämpfend. Durch sein Habsburglied (Wien 1832), eine Reihe historischer Balladen, führte er sich in die Kreise der Wiener Schriftsteller ein; die Episch-lyrischen Dichtungen (das. 1834), Sagen aus dem Morgenland (Leipzig 1834) und das romantische Epos Christoforo Colombo (Stuttgart 1836), worin sich sein Talent vielleicht am glänzendsten ausspricht, folgten nach.

Josef Redtenbacher

Österreicher | chemiker | geboren 1810 | gestorben 1870


Josef Redtenbacher (1810–1870) Josef Redtenbacher (* 12. März 1810 in Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich), † 5. März 1870 in Wien) war ein österreichischer Chemiker. Er war der Bruder des Entomologen und Arztes Ludwig Redtenbacher.

Redtenbacher war 1849 Professor an der Universität Wien.

Er entdeckte das Acrolein, die Acrylsäure und die Gärung des Glycerins durch Germ und untersuchte das Taurin.

Johann Julius Wilhelm Spindler

deutscher | geboren 1810 | gestorben 1873 | mann | unternehmer


Johann Julius Wilhelm Spindler (kurz Wilhelm Spindler; * 8. April 1810 in Berlin, † 28. April 1873 ebenda) war ein bedeutender deutscher Wäscherei- und Färberei-Unternehmer und Gründer der Firma W. Spindler.

Denkmal für Wilhelm Spindler an der Wilhelm-Spindler-Brücke Gesamtaufnahme des Denkmals

Johann Baptist Stöger

Österreicher | geboren 1810 | gestorben 1883 | heiliger | mann


Fr. Johannes Baptist Stöger C.Ss.R. (* 4. Oktober 1810 in Enzersfeld; 3. November 1883 in Eggenburg) war ein Laienbruder der Redemptoristen-Kongregation.

Stöger trat am 1. Jänner 1836 in das Kloster Maria am Gestade in Wien ein. Ab September 1836 absolvierte er sein Noviziat in Eggenburg. Am 18. März 1840 legte er die religiösen Gelübde ab. Sechsundvierzig Jahre lebte er in der Kongregation als Koch, Bäcker, Gärtner und in anderen demütigen Dienstleistungen. Nach einem heiligmäßigen Leben der Arbeit, des Gebetes und vor allem der Leiden starb er eines heiligen Todes. Der Ruf der Heiligkeit, den er im Leben schon genoß, wuchs stetig nach seinem Tode. Zahlreiche Gebetserhörungen trugen dazu entscheidend bei. Der kanonische Prozess betreffs die Seligsprechung des erwürdigen Diener Gottes wurde am 17. November 1898 initiiert, der Apostolische Prozess wurde am 23. Jänner 1923 abgeschlossen. Am 30. Oktober 1900 wurden die Reliquien in einem Ehrengrab in der Klosterkirche in Eggenburg beigesetzt.

Hermann Reuchlin

autor | deutscher | geboren 1810 | gestorben 1873 | historiker | mann


Hermann Reuchlin *9. Januar 1810 in Markgröningen14. Mai 1873 war namhafter Geschichtschreiber und Nachkomme von Johannes Reuchlin

Reuchlin studierte in Tübingen Theogie,be gleitete als Hauslehrer seinen Zögling Sie- veking aus Hamburg nach Paris, wo er sich längere Zeit aufhielt und sich mit der Geschichte des Jansenismus beschäftigte, wurde 1842 Pfarrer zu Pfrondorf bei Tübingen und privatisierte seit 1857 in Stuttgart, wo er 14. Mai 1873 starb.

Julius Bacher

autor | deutscher | geboren 1810 | gestorben 1871 | mann


Julius Bacher (* 1810 in Ragnit, heute Neman; † 1871) war ein deutscher Schriftsteller.

Bacher studierte zu Königsberg Medizin, lebte dann zehn Jahre lang der ärztlichen Praxis, worauf er sich ausschließlich literarischen Arbeiten widmete. Er trat zuerst als Dramatiker mit den Trauerspielen: Lucie und Karls XII. erste Liebe (Königsberg 1850) auf.

Größeren Anklang fanden die historischen Romane: Sophie Charlotte, die philosophische Königin (Berlin 1857), Friedrichs I. letzte Lebenstage (Berlin 1857) und Die Brautschau Friedrichs d. Gr. (Berlin. 1857), welch letztern der Verfasser auch in ein Lustspiel umarbeitete.

Karl Fraas

botaniker | deutscher | geboren 1810 | gestorben 1875 | mann


Karl Nikolaus Fraas (* 3. September 1810 in Rattelsdorf, † 9. November 1875 in Neufreimann bei München) war ein deutscher Agrarwissenschaftler und Botaniker.

Fraas studierte von 1830-34 in München Medizin und Botanik, ging 1835 mit dem griechischen Hofmarschall Grafen Saporta nach Athen, wo er Direktor der königlichen Hofgärten und der Staatsbaumschule sowie Professor der Botanik an der neu errichteten Universität wurde. 1842 wurde er als Lehrer der Landwirtschaft und Naturgeschichte an die Gewerbeschule zu Freising, 1845 als Inspektor und Lehrer der Chemie und Technologie an der Zentral-Landwirtschaftsschule in Schleißheim berufen.

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