geboren 1808
Albert Grisar
belgier | geboren 1808 | gestorben 1869 | komponist | mannLeben und Werk
Grisar wurde in Antwerpen und Paris ausgebildet und bildete sich nach ersten Erfolgen seiner Werke auf den Bühnen von Brüssel und Paris bei Saverio Mercadante in Neapel weiter. In Neapel untersuchte er außerdem im Auftrag der belgischen Regierung belgische Musik in italienischen Kirchenarchiven. Nach seinem Neapelaufenthalt ließ er sich in Paris nieder.
Samuel Jameson Gholson
geboren 1808 | gestorben 1883 | mann | militärperson (csa) | politiker (vereinigte staaten) | rechtsanwalt | richter (vereinigte staaten) | senator (vereinigte staaten) | us-amerikanerGholson wurde 1808 im Madison County in Kentucky geboren. 1817 zog die Familie in das Franklin County in Alabama. Er studierte er Jura und nach seiner Zulassung als Anwalt 1829 zog er nach Athens, Misissippi, eröffnete eine Kanzlei und betätigte sich in der Politik. 1835–36 und 1839 war er Mitglied im Repräsentantenhaus von Mississippi, von 1836–38 Mitglied im US-Repräsentantenhaus. Am 9. Februar 1839 wurde Gholson von Martin van Buren, dem achten Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Richter für den nördlichen Distrikt von Mississippi ernannt. Diese Position behielt er bis zum 10. Januar 1861. Ab 1846 war er auch Lieutenant der Mississippi-Miliz.
Henry Edward Manning
brite | geboren 1808 | gestorben 1892 | kardinal (19. jh.) | mann | römisch-katholischer bischof (19. jh.) | römisch-katholischer theologe (19. jh.)Manning wurde als Sohn des einflussreichen Parlamentsabgeordneten und Unternehmers William Manning in Totteridge geboren und im anglikanischen Glauben erzogen. Er absolvierte sein Studium in Oxford und wollte zunächst nach dem Vorbild seines Vaters eine politische Karriere einschlagen, entschloss sich aber dann, anglikanischer Geistlicher zu werden. Manning erhielt nach seinen Weihen eine Pfarrstelle und heiratete 1833, seine Frau Caroline verstarb aber bereits nach wenigen Jahren. Manning gehörte in Oxford den Kreisen der High Church an und wurde durch die Theologie John Henry Newmans beeinflusst, mit dem er später immer wieder Konflikte austrug. Aufgrund seiner Fähigkeiten galt er bereits früh als aussichtsreicher Kandidat für eine Karriere in der anglikanischen Hierarchie, er wandte sich jedoch zunehmend dem Katholizismus zu. Als im Jahre 1850 in der Kirche von England zusehends die objektive Wirksamkeit der Sakramente in Zweifel gezogen wurden, entschloss sich Manning zur Konversion und wurde 1851 in die katholische Kirche aufgenommen, im gleichen Jahr auch zum Priester geweiht. 1865 wurde er Erzbischof von Westminster. 1875 wurde er in den Kardinalsstand erhoben und nahm an der Wahl Papst Leo XIII. im Jahre 1878 teil, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Manning galt als ausgesprochener Ultramontanist und strenger Verfechter des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit. In England initiierte er den Bau der Westminster Cathedral und veranlasste den Ausbau des katholischen Bildungswesens. Auch setzte er sich für die Umsetzung der katholischen Soziallehre ein. 1889 wurde durch seine Vermittlung der große Streik der Londoner Dockarbeiter beendet.
Alfred Ritter von Franck
Österreichischer maler | geboren 1808 | gestorben 1884 | mannAlfred Ritter von Franck war der drittälteste Sohn des Wiener Bankiers Johann Jacob von Franck und zugleich der um ein Jahr jüngere Bruder des Schriftstellers Gustav von Franck. Alfred von Franck erteilte dem jungen Kaiser Franz Josef von Österreich Kunstunterricht. Der österreichische Kunstverein stellte im August 1853 fünfundzwanzig seiner mit Bleistift gezeichneten Landschaften aus. Während seiner Militärzeit gehörte er als k.k. Major dem 12. Infanterieregiment an. Nach seinem geleisteten Militärdienst lehrte er als Professor an der Wiener Neustädter Akademie. Alfred von Franck war mit Caroline Scholz, der Tochter des berühmten Schauspielers Wenzel Scholz, verheiratet und stand daher auch in Kontakt mit Nestroy.
Charles Nisard
autor | franzose | geboren 1808 | gestorben 1890 | literatur (19. jh.) | literatur (französisch) | literaturhistoriker | mannWerke
(Auswahl)Elisabeth Kulmann
autor | deutscher | frau | frauenliteratur | geboren 1808 | gestorben 1825 | literatur (19. jh.) | literatur (deutsch) | literatur (russisch) | lyrik | russeLeben und Werk
Elisabeth Kulmann war die Tochter eines russischen Offiziers und einer deutschen Mutter und wuchs multilingual auf. Bereits im Alter von sechs Jahren las und sprach sie fließend Russisch und Deutsch. Sie bekam bald Unterricht in weiteren Fremdsprachen und sprach dank ihrer Sprachbegabung neben ihren beiden Muttersprachen bald Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Neugriechisch. Außerdem verstand sie Latein, Altgriechisch und Kirchenslawisch. Neben zahlreichen Übersetzungen widmete sie sich eigenen Dichtungen, hier vor allem in ihren Lieblingssprachen Russisch, Deutsch und Italienisch.
Johannes Matthias Firmenich
autor | deutscher | geboren 1808 | gestorben 1889 | mannLeben
Firmenich besuchte das Karmeliter-Gymnasium in Köln, anschließend die Universitäten Bönn und München, wo er promovierte. Er zeigte schon früh ein ungewöhnliches Sprachtalent und eine besondere Neigung zu allem Volkstümlichen. Mit Beifall wurden schon seine in kölnischer Mundart gedichteten Volkslieder sowie einige für die Karnevalsfeier verfasste Lustspiele (z. B. De Köllsche in Paris) aufgenommen; Aufsehen aber machte die von ihm bearbeitete Sage Von der Frau Richmod in Köln am Rhein.Thomas Fenwick Drayton
geboren 1808 | gestorben 1891 | mann | militärperson (csa) | politiker (vereinigte staaten) | us-amerikanerDrayton wurde 1808 als Sohn des damals prominenten Politikers und Mitglied im US-Kongress William Drayton in South Carolina geboren. Nach seinem Abschluss an der Militärakademie in West Point, wo Jefferson Davis, der spätere Präsident der Konföderierten sein Klassenkamerad war und sein lebenslanger Freund wurde, diente er zunächst als 2nd Lieutenant in der 6. US-Infanterie. 1832 heiratete er Emma Catherine Pope und vier Jahre später quittierte er seinen Dienst. In den nächsten Jahren arbeitete er als Konstruktionsingenieur einer Eisenbahngesellschaft in Charleston, Louisville, Kentucky und in Cincinnati, Ohio, bevor er auf seine Plantage zog und sich in der Politik betätigte. In den nächsten fünf Jahren war Drayten Captain der örtlichen Miliz, wurde in die Regierung von South Carolina gewählt und war bekannt als Verfechter der Staatsrechte und Befürworter der Sklaverei. Während seiner Zeit als Senator von South Carolina war er von 1853 bis 1856 auch Präsident der Charleston & Savannah Railroad.
Julius Gerold
deutscher | deutscher komponist | dirigent | geboren 1808 | gestorben 1876 | komponist (blasmusik) | mann | musikerVita
Julius Gerold wurde 1808 als Sohn eines Stadtmusikus in Waldenburg in Sachsen geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung wahrscheinlich von seinem Vater. 1830 trat er als Stabshornist beim Garde-Jäger-Regiment in hannoversche Dienste, wo er bald als Virtuose auf seinem Klappenhorn galt. 1833 wurde er bereits Direktor dieses Hornistencorps. Gerold war als einfallsreicher Komponist und hervorragender Arrangeur sehr beliebt und galt als zuverläsiger Militärmusiker, der von hohen Persönlichkeiten anerkennend geschätzt wurde. 1846 wurde Gerold dann Armee-Musik-Director der Königlichen Garde du Corps. Damit war er besonders für die Qualität der in der Residenzstadt Hannover stationierten Musikcorps zuständig. Diese blieben zwar unter ihren jeweiligen Leitern selbstständig, jedoch hatte Gerold die Gesamtleitung bei Großkonzerten (Monstre-Konzerte) und bei besonderen Anlässen. Diese Konzerte waren von besonderer Bedeutung und vielbeachtet. Sie fanden im Sommer im Ehrenhof des Herrenhäuser Schlosses, ansonsten im Wangenheim-Palais, der Stadtresidenz des Königs Georg V., unter der Mitwirkung von bis zu 120 Musikern statt. Unter anderem für diese Aufführungen arrangierte Gerold unzählige Werke, von denen 1.253 autographe Partituren noch heute in der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover vorhanden sind.Luise Löbbecke
ehrenbürger | frau | geboren 1808 | gestorben 1892 | person (braunschweig)Dafür wurde sie 1862 als erste Frau Ehrenbürgerin von Braunschweig. Unter anderem war sie 1868 Mitbegründerin der „Idioten-Anstalt zu Erkerode“, der heutigen Evangelischen Stiftung Neuerkerode, einer Einrichtung für Menschen mit intellektuellen Einschränkungen.

