geboren 1644
Johann Franz Christoph von Thalenberg
geboren 1644 | gestorben 1698 | mann | römisch-katholischer bischof (17. jahrhundert)Werdegang
Seine Eltern waren Franz Wilhelm von Talmberg, königlich böhmischer Kammergerichtsrat und Kreishauptmann des Tschaslauer Kreises und Ursula Katharina, geb. von Pappenheim. Über seine Ausbildung ist wenig bekannt. Nach der Priesterweihe 1669 war er Domherr und deutscher Domprediger am Veitsdom sowie Dekan von St. Apollinaris in Prag. Er erhielt Kanonikate in Olmütz und Wischkowitz (Výškovice) sowie die Propstei zu Allerheiligen auf der Prager Burg.Philipp Karl von Wylich und Lottum
deutscher | geboren 1644 | gestorben 1701 | mann | militärperson (preußen)Philipp Karl war der Sohn des Freiherr Johann Sigismund von Wylich und Lottum († 25. Juni 1678) und Josina von Wittenhorst-Sonsfeld († 7. November 1677). Er trat 1668 in holländischen Dienste. Er nahm von 1672 bis 1679 am Feldzug gegen Frankreich teil und wurde am 13. Dezember 1673 Leutnant bei der Kompanie des Oberstleutnants Joël, am 26. November 1674 Hauptmann, am 7. Juni 1677 Major und am 28. Oktober 1678 Oberstleutnant. Am 8. April 1687 bekam er als Oberst ein eigenes Infanterie-Regiment. Am 1. August trat er als Oberst in kurbrandenburgische Dienste und wurde auch dort Regimentschef. Am 5. November desselben Jahre wurde er Generalmajor und am 6. November Kommandant von Wesel, am 1. September 1692 Gouverneur von Minden. In den Jahre 1691 bis 1693 war er am Feldzug in den Niederlanden gegen Frankreich beteiligt. Am 2. Juni 1694 wurde er Generalleutnant, am 15. Februar 1695 Oberhofmarschall und am 27. Mai 1698 Oberdirektor der Domänen. Vom Feldmarschall Hans Albrecht von Barfus übernahm er am 20. September 1698 das Gouverneursamt von Spandau. Am 17. Januar 1701 wurde er Ritter des Hohen Ordens zum Schwarzen Adler und zwei Tage später vom Kaiser Leopold I. in den Reichgrafenstand erhoben.
Wilhelm von Brandt
deutscher | geboren 1644 | gestorben 1701 | mann | militärperson (preußen)Wilhelm war der Sohn des Geheimrats Christian von Brandt († Mai 1663) und Gertrud von Rühlicke. Er besuchte das Gymnasium in Joachimsthal und war 1665 als Student der Universität Frankfurt (Oder) immatrikuliert. Im selben Jahr wurde er Kornett beim Regiment zu Pferde des Generals der Infanterie Johann Georg Fürst von Anhalt-Dessau. Allerdings verließ er dieses schon 1666 und ging nach Holland. 1670 wurde er Kammerjunker des Großen Kurfürsten. 1674 wurde er Hauptmann beim Regiment des Grafen Christian Albrecht von Dohna, 1678 dann Oberstleutnant im Regiment Derfflinger. Am 21. Januar 1685 bekam er als Oberst ein eigenes Regiment. Beim Krieg gegen die Türken wurde er Generaladjutant des Generalleutnants Hans Adam von Schöning. Er zeichnete sich 1686 bei der Belagerung von Ofen aus und wurde am 15. Oktober 1689 zum Generalmajor befördert. Neun Tage später wurde er Gouverneur von Pillau und Chef der dortigen Garnison. Mit 6000 Mann war er 1690 wieder in Ungarn, wo er sich bei Peterwardein auszeichnete. Am 1. April 1692 wurde er Gouverneur von Madgeburg und am 25. Juni 1693 Generalleutnant. Als solcher führte er die 6000 Mann starken Brandenburger Hilfstruppen abermals gegen die Türken. Ihnen gelang die Belagerung und Einnahme von Belgrad. 1698 hatte er den Auftrag Elbing zu besetzten, was er auf friedlichem Wege erreichen konnte. Am 7. Juli 1701 wurde er Gouverneur von Küstrin. Er starb kaum ein halbes Jahr später.

