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geboren 1578

Andreas Josua Ulsheimer

autor | deutsche geschichte (heiliges römisches reich) | deutscher | geboren 1578 | geschichte (ghana) | geschichte (nigeria) | gestorben im 17. jh. | mann | mediziner | niederländische geschichte | reisender


Andreas Josua Ulsheimer (* 1578 in Gerstetten (Landkreis Heidenheim); gest. ?) war Arzt und Weltreisender.

Andreas Josua Ulsheimer wurde im Jahre 1578 im schwäbischen Gerstetten im heutigen Landkreis Heidenheim (Baden-Württemberg) als Sohn des evangelischen Pfarrers Jacob Ulsheimer geboren. Er erlernte in Ulm den Beruf eines Wundarztes und nahm als Feldchirurgicus in den schwäbischen Regimentern 1596 in Ungarn am Krieg gegen die Türken teil. Mit diesen war er an der Belagerung und Eroberung von Hatvan beteiligt, aber als seine Truppe in der Schlacht bei Erlau in die Flucht geschlagen und zersprengt wurde, kehrte er in die Heimat zurück und wurde den Winter über in Ulm als Wundarzt tätig. Im Frühjahr 1597 ließ er sich erneut für einen Feldzug gegen die Türken anwerben und nahm an den Kämpfen im oberungarischem Tiefland teil, so u.a. auch an der Erstürmung von Pápa. Den Winter 1597/98 brachte Ulsheimer in Wien zu und zusammen mit seinem jüngeren Bruder Johann Cornelius wanderte er im Frühjahr 1598 nach Italien, wo er in Livorno durch die Vermittlung seines Cousins, der ein Gefolgsmann des Großherzog von Toskana war, eine Stelle als „Balbierer und Veldscherer“ erhielt. Aber hier plagte ihn Fernweh, es zog ihn in die Welt hinaus. „Da ich nun etliche Monat also in Besatzung gelegen, mochte ich nicht länger auf der bernhaut ligen, sondern trachtete nach anderer Gelegenheit weiter zu raißen.“ Auf einem friesischen Schiff reiste er nach Amsterdam, von wo aus er im Zeitraum 15991603 auf holländischen Schiffen dreimal nach Westindien (vornehmlich nach Santo Domingo) und einmal nach Brasilien fuhr. Auf der ersten Reise erlitt er bei den Azoren Schiffbruch, konnte sich aber an Land retten und war im Frühjahr 1600 wieder glücklich in Amsterdam. 1603 - 1604 bereist er auf einem Schiff der „Genuesischen Compania“ die westafrikanische Guineaküste und 16041609 unternahm er auf einem Schiff der Niederländisch Ostindischen Compagnie (O.I.C.) eine Reise nach Goa und anderen Orten in Ostindien. Nach der Rückkehr im Oktober 1609 zog Ulsheimer wieder in seine schwäbische Heimat, wo er sich zunächst zu seinem Bruder Sebastian begab, der Schulmeister in der Gemeinde Schondorf war. Ein wenig später zog er weiter zu seinem jüngeren Bruder Johann Cornelius, der zu jener Zeit Forstknecht auf Schloss Grafeneck war. Hier heiratete er Anna Hosch, die Tochter des früheren Forstknechtes auf Grafeneck. 1610 ließ sich Andreas Josua Ulsheimer als Wundarzt in Tübingen nieder.

Albert von Toerring-Stein

bischof (regensburg) | deutscher | geboren 1578 | gestorben 1649 | mann | römisch-katholischer bischof (17. jh.)


Albert von Toerring-Stein (* 26. Oktober 1578 in Stein a.d.Traun; † 12. April 1649 in Regensburg) war Bischof von Regensburg von 1613 bis 1649.

Das Mitglied der bayerischen Adelsfamilie der Törring wurde 1610 zum Priester geweiht und am 22. Oktober 1613 zum Nachfolger von Wolfgang II. von Hausen als Bischof von Regensburg gewählt. Auch unter seiner Regierung gab es Auseinandersetzungen mit den Bürgern der evangelisch gesinnten Reichstadt Regensburg. 1630 berief er zur Durchführung der Gegenreformation Franziskaner in die Stadt. 1633 wurde im Dreissigjährigen Krieg sein Bischofssitz Regensburg von schwedischen Truppen unter Bernhard von Weimar erstürmt. 1634 wurde Regensburg von kaiserlichen und bayerischen Truppen wieder zurückerobert. Albert starb 1649 in Regensburg.

Katharina Belgica (Oranien-Nassau)

deutsche geschichte (heiliges römisches reich) | geboren 1578 | gestorben 1648 | hanau | hessische geschichte | niederländische geschichte


Katharina Belgica (*31. Juli 1578, Antwerpen) - († 12. April 1648, Den Haag) war eine Tochter des Fürsten Wilhelms I. von Oranien-Nassau, dem Schweiger, (*1559) – (†1584) und seiner dritten Frau Charlotte von Bourbon-Montpensier (*1546) – (†1582).

Die Namensform Belgica wurde in offiziellen Schriftstücken der Kanzlei verwendet und ist auch heute noch üblich. Sie selbst schrieb sich Belgia.

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