Erika Drees
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Erika Drees (* 15. September 1935 in Breslau) ist Mitglied der "BI Energiewende Stendal" und der "OFFENe HEIDe". Sie lebt im Moment in Stendal (Sachsen-Anhalt). Sie arbeitete lange Zeit als Nervenärztin in der Stendaler Poliklinik und gründete das Sozial-Psychiatrischen Zentrum in Stendal. Seit dem Jahr 2000 ist sie jedoch in Rente.
Biografie
Erika Drees wurde am 15. September 1935 Breslau geboren. Sie selbst sagt, dass sie "von Flucht und Nachkriegszeit als Flüchtlings-Habenichts-Familie" geprägt war. Während ihres Studiums war sie 9 Monate lang in Untersuchungshaft wegen eines Spionageverdachtes, der durch Ost-West-Studentengemeindekontakte entstanden war. 1996 wurde sie nach mehr als 40 Jahren rehabilitiert.Nach ihrem Medizienstudium zog sie 1960 in die DDR um den dortigen Ärtzemangel entgegenzuwirken. Sie hoffte auch dort ein neues "besseres" Sytem mitgestalten zu können. Durch die Represssion seitens der DDR-Organe, schloss sie sich jedoch 1979 aktiv dem politischen kirchlichen Wiederstand an. So war sie in Gruppen wie "Frauen für den Frieden", "Frieden konkret", "Ökumenische Versammlung" und Mitinititorin von "Tschernobyl-Gedenktagen". Im Sommer 1987 Unterzeichnete sie den politischen Aufruf "Eine Hoffnung lernt gehen, Gerechtigkeit den Menschen, Friede den Völkern, Befreiung der Schöpfung". Bekannt wurde sie auch duch die Gründung des Neuen Forum am 9.10.1989 in Grünheide.
Die DDR "belohnte" ihr Engagement mit mehreren Haft- und Ordnungsstarfen, sowie einer Rundumüberwachung durch die Stasi. Für ihre "Verdienste um die Wiedervereinigung" sollte sie im September 1991 das Bundesverdienstkreuzes verliehen bekommen. Sie wies es aber mit der Begründung zurück das in ihren Augen die Ostdeutschen nur den Käfig gewechselt hätte. Seit damals hat sie 11 weitere Strafverfahren bekommen, die sie auch in wiedervereinten Deutschland ins Gefängnis brachten.
