David Voit
Leben
Davids Vater Johannes Voit, war Hofprediger beim sächsischen Kurfürsten Johann dem Beständigen gewesen. Er immatrikuliert sich 1545 an der Universität Wittenberg, wo er noch Martin Luther hörte, sich aber nach dessen Tod Philipp Melanchthon anschloss. Er geht im Anschluss an seine Studien an die Universität Jena, wo er eine Professur der Griechischen Sprache übernimmt.Aufgrund von Auseinandersetzungen mit den Gnesiolutheranern, verlässt er Jena und kehrt nach Wittenberg zurück. Hier erhält er 1559 eine Berufung an die Universität Königsberg. Noch vor der Annahme der Professur promoviert er am 19. März 1560 zum Doktor der Theologie. Dies war der letzte feierliche Akt an der Universität an dem Melanchthon vor seinem Tode teilnahm. In Königberg genoss er das Vertrauen Herzog Albrecht von Brandenburg-Preußen, wurde dessen Hofprediger und hielt ihm die Leichenpredigt.
Nachdem die Gnesiolutheraner aus Jena vertrieben waren, ging er wieder dorthin. Als Christian I. von Sachsen die Kurfürstenwürde übernommen hatte, wurde durch dessen Kanzler Nikolaus Krell ein Philippistischer Kurs, mit kyptocalvinistischen Tendenzen in der kirchenpolitischen Ausrichtung eingeschlagen. Daraufhin verdrängte man die orthodoxen Lutheraner, wiederum aus den Ämtern in Kursachsen. Als Vertreter der Philippisten berief man Voit als ersten Professor der Theologie, Oberpfarrer an der Stadtkirche und Generalsuperintendent nach Wittenberg.
Dennoch war er abweichenden Richtungen gegenüber duldsam. Als akademischer Lehrer erfreute er sich großer Beliebtheit und legte vorzugsweise die Propheten aus. Jedoch stand er schon vor dem Abschluss seines Wirkens und eine Krankheit setzte seinem Leben ein Ende. Auf seinem Epitaph dass ihm in der Schlosskirche von Wittenberg gesetzt wurde stand:
Werke
- propositiones de praecipuis doctrinae capitibus, Jena 1574
Literatur
- Archiv für Reformationsgeschichte (ARG) Jahrgang 11, 1915, S. 296
- Johann Hausleitner: Aus der Schule Melanchthons, Greifswald 1897 S. 150
Weblink
- ze500183
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