Daniel von der Heydt
Nach Privatunterricht und den Besuch der reformierten Lateinschule in Elberfeld, trat Daniel in die väterliche Bank als Lehrling ein. Es folgten im Auftrag der Bank mehrjährige Aufenthalte in Livorno und Mailand. Im Jahr 1837 wurde er Teilhaber des väterlichen Bankhauses und betätigte sich daneben erfolgreich im Handel mit Rohseide. Im Jahr 1857 gab er seine Anteile an der Bank nach theologischen Auseinandersetzungen mit dem Bruder Carl ab und konzentrierte sich auf das Handelsgeschäft.
Daneben war er 1833-43 und im Jahr 1848 Mitglied der Handelskammer von Elberfeld und Barmen. Im Jahr 1836 gehörte er zu den Mitbegründern der Dampfschifffahrtsgesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein. Außerdem saß er im Aufsichtsrat der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft.
Außerdem war Daniel von der Heydt 1847 Mitbegründer der niederländisch-reformierten Kirche in Elberfeld und in den Jahren 1852/53 gehörte er zu den Initiatoren des Elberfelder Systems der Armenfürsorge.
Im Jahr 1850 war er Mitglied des Erfurter Unionsparlamentes. In den Jahren 1853 bis 1860 war er unbesoldeter, beigeordneter Bürgermeister der Stadt Elberfeld. Als Vertreter von Barmen und Elberfeld war er von 1854 bis 1860 Mitglied des preußischen Herrenhauses.
Literatur
- Jochen Lengemann: Das Deutsche Parlament (Frankfurter Unionsparlament) von 1850. Ein Handbuch: Mitglieder, Amtsträger, Lebensdaten, Fraktionen. München, 2000. ISBN 3-437-31128-X S.167f.
